Vor dem Schritt in ein neues Leben

Alfred-Delp-Schule Eltern und Kinder informieren sich beim Tag der offenen Tür

Lampertheim. Für Viertklässler steht dieser Tage eine wegweisende Entscheidung an. Die Wahl der weiterführenden Schule ist für die Kinder nicht weniger als der Schritt in ein neues Leben. Um den künftigen Fünftklässlern das Lampenfieber zu nehmen, hat sich die Alfred-Delp-Schule am Samstagmorgen mit einem zwanglosen Tag der offenen Tür vorgestellt.

Die Lampertheimer Haupt- und Realschule wartete in der Schulmensa zunächst mit einem kurzen Bühnenprogramm auf, durch das die Schüler Daniel und Janni führten. Nach einer mehrsprachigen, internationalen Begrüßung der Sprachintensivklassen hießen die aktuellen Fünftklässler ihre möglichen Nachfolger mit einem englischen Rap und einem Sketch willkommen.

Höhepunkt des Kurzprogramms war die Darbietung der gemeinsamen Lehrer- und Schülerband „The Delps“, die nach ihrer Gründung zum 30-jährigen Bestehen der Schule im vergangenen Jahr mit „Wild Thing“ von „The Troggs“ ihren zweiten Auftritt feierten.

In Abwesenheit der erkrankten Schulleiterin Sylvia Meier begrüßte ihr Stellvertreter Alexander Böhm Eltern und Schüler im Namen der Alfred-Delp-Schule – bewusst in einem legeren „ADS“-Pulli. „Ich habe auch einen Anzug zu Hause“, schmunzelte er. „Auf den habe ich absichtlich verzichtet. Wir wollen uns einander zwanglos und in lockerer Atmosphäre kennen lernen“, so Böhm weiter. Entscheidend sei das gute Gefühl, das Schüler an der Schule haben sollten.

Kinder und Eltern konnten anschließend in getrennten Führungen Schulgebäude und -gelände auf Herz und Nieren prüfen. Dort stellten sich ihnen die Fachschaften vor, um für das „gute Gefühl“ zu sorgen. Während im Französisch-Saal Chansons erklangen, erlebten die Viertklässler im Fachbereich Erdkunde Kontinente mit allen Sinnen. Auch Angebote wie den Schulsanitätsdienst und die Streitschlichter lernten Eltern und Kinder kennen.

Im naturwissenschaftlichen Bereich und in der Sporthalle konnten sich die neugierigen Schüler an Experimenten versuchen oder sich austoben, ehe es in der Mensa ein Wiedersehen mit den Eltern gab. Dort konnte bei Kaffee, Kuchen oder Quiche vom Erlebten berichtet werden, um die Entscheidung für eine neue Schule alsbald zu treffen.

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Entdeckungen beim Tag der offenen Tür in der Alfred-Delp-Schule

Chemieversuche und Basteln mit geometrischen Modellen gehören zum Angebot beim Tag der offenen Tür an der Alfred-Delp-Schule. Fotos: Thorsten Gutschalk

Von Christian Hoffmann

LAMPERTHEIM – Wie von Geisterhand bewegt rollte das kleine weiße Auto über den Tisch. Und parkte zwischen zwei anderen Modellautos passgenau ein. Später ließen die Schüler das eigens zusammengesetzte Automobil, das den Modellnamen „EV-3“ des dänischen Spielzeugherstellers „Lego Mindstorms“ trägt und dessen Hauptkern aus einem digitalen Minicomputer besteht, auf dem Fußboden durch den Saal düsen. „Ich habe eine halbe Stunde dafür gebraucht, das Modellauto zusammenzubauen. Privat bastele ich auch mit Lego-Technik“, erklärte Realschüler Daniel Rakowski.

Am jährlichen Tag der offenen Tür sperrte die Alfred-Delp-Schule, eine Haupt- und Realschule, wieder ihre Unterrichtsräume auf, damit Eltern und Besucher einen Blick in die vielseitige Lampertheimer Lernfabrik werfen konnten.

Von einer geschichtlichen Mitmachaktion mit fiktivem Kleopatra-Interview über „kleine Dialoge“ des Französischkurses bis zum Ausliegen der beiden intern entstehenden und erscheinenden Schülerzeitungen „whAD’S…“ und „Alfreds Blatt“ reichte das abwechslungsreiche Themenspektrum.

In der Mensa rockte zur Eröffnung die Combo „The Delps“, die sich aus Lehrern und einer Schülerin zusammensetzt und den Song „Wild Thing“ von The Troggs interpretierte, krachend und scheppernd. Verbunden mit einem Sprung in die Luft. Zu dieser Rockband gehört Lehrer Sascha Eiselt, der eine selbstgebaute E-Gitarre mit türkisfarbenem Anstrich spielt. „Vor sechs Monaten habe ich mir diese E-Gitarre gebaut, mithilfe von Videoclips auf YouTube und Internet-Foren. Dadurch habe ich viel Geld gespart“, schilderte der Englisch- und Sport-Lehrer hinterher. „Zukünftig wollen wir bei ,The Delps‘ noch mehr Schüler einbeziehen.“ Für ein positives Grundverhältnis zwischen Pädagogen und Heranwachsenden.

In der Lehrküche, die sich im NTZ-Gebäude befindet, dessen Kürzel für „Naturwissenschaftliches Zentrum“ steht, bereiteten derweil Schüler Smoothies für die Besucher zu: ein fruchtiges Modegetränk, angerührt mit Zutaten wie Milch, Bananenscheiben, Himbeeren und Honig. Nach dem Erlernen von Grundlagen veranstaltet die Lehrküche mit den Jugendlichen immer ein Motto-Kochen, mit saisonaler, italienischer oder vegetarischer Küche.

Außerdem dürfen die Kinder der 5. Klasse einen Haushaltsführerschein machen, damit die Zöglinge lernen, wie man Küchengeräte bedient und sauber macht. Somit können die Mädchen und Buben kulinarische Kreativität beweisen und eigene Rezepte schreiben.

Schüler programmieren Fahrzeug in Robotik-Kurs

Mit seinen Händen arbeitet auch Realschüler Daniel Rakowski gerne, der momentan die 10. Klasse an der Alfred-Delp besucht. Aktuell nimmt der Sechzehnjährige an einem Robotik-Kurs teil. Im Rahmen dieses Kurses setzte Rakowski das kleine Lego-Modellauto „EV-3“ zusammen, den Bausatz dafür kann man im Fachhandel für etwa 300 Euro kaufen. Durch rote Ultraschallsensoren verschafft sich das putzige Lego-Auto in seiner Umgebung selbstständig Orientierung.

„Wir haben das Programm für dieses Auto selbst geschrieben“, erklärte Teilnehmer Daniel Rakowski und führte detailliert aus: „Es macht nur sehr einfache Dinge, Windows kann darauf nicht laufen. Das ist ein recht schwacher Prozessor.“ Nach seinem Realschulabschluss im kommenden Sommer wird Rakowski eine Ausbildung zum Industriemechaniker beginnen.

© Echo Zeitungen GmbH

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FSJ-Praktikanten gesucht !!!

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„Nutzt die Chance, um Jugendhilfeeinrichtungen kennen zu lernen“

31. Projektwoche für Schüler der 8. Klassen in Lampertheim / Informiert in die Zukunft

Die 31. Projektwoche bietet Schülern der 8. Klassen der Hauptschulen in Lampertheim Einblicke in Institutionen, die Jugendarbeit leisten – wie hier die die AWO Schuldenberatung und die Drogenberatung „Prisma”. Heike Bamberg (l.) erläuterte zu Beginn der Projektwoche deren Aufbau und Aufgaben. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Bereits zum 31. Mal startete am Montag die Projektwoche der 8. Klassen in Lampertheim. Die „Kooperation Lampertheim“ , eine Arbeitsgemeinschaft von Institutionen innerhalb der Spargelstadt, die Jugendangebote leisten, bietet den Schülern an drei Tagen die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Jugendhilfeangebote in Lampertheim zu verschaffen und die Institutionen und Mitarbeiter persönlich kennen zu lernen.

„Die Jugendlichen sollen durch eine aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Problemfeldern eigene Standpunkte finden. Außerdem sollen durch den persönlichen Kontakt mit den einzelnen Mitarbeitern Schwellenängste und Vorurteile gegenüber den Institutionen abgebaut werden und die Inanspruchnahme der Hilfe für die Jugendlichen erleichtert werden“, betonte Silke Reis von der Stadtjugendhilfe im Rahmen der Begrüßung der Jugendlichen in der Zehntscheune.

Bürgermeister Gottfried Störmer zeigte sich erfreut, dass die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern den Weg in die Zehntscheune gefunden hatten. „Wir freuen uns, dieses Angebot der sozialen Welt hier in Lampertheim für euch veranstalten zu können, denn es ist uns wichtig, dass ihr eich damit auseinandersetzen könnt. Das Erwachsenwerden ist nicht immer einfach – die hier vorgestellten Institutionen können euch Hilfe geben, damit ihr wisst, an wen ihr euch wenden könnt, wenn ihr Hilfe benötigt.” Dabei betonte Bürgermeister Störmer, dass dies immer in vertraulicher Atmosphäre geschieht. „Diesen Menschen könnt ihr vertrauen, sie sind bei Fragen für euch da. Es ist ein Angebot an euch, teilzunehmen und diese drei Tage interessant zu gestalten. Nutzt diese Chance, um Kontakte zu knüpfen!”

Insgesamt 58 Schüler der 8. Klassen der Alfred-Delp-Schule und der Nibelungenschule Hofheim nehmen in diesem Jahr an der Projektwoche teil. Wegen der geringen Schülerzahl bilden die Jugendgerichtshilfe und die Beratungsstelle des Kreises Bergstraße ebenso eine gemeinsame Gruppe wie Prisma und die Schuldnerberatung, die beiden Einrichtungen der AWO Kreis Bergstraße – ebenso wie Pro Familia und die Jugendförderung. Gemeinsam mit der Jugendberufshilfe des Diakonischen Werkes und dem Jugendkoordinator des Polizeipräsidiums Südhessen gewähren somit wieder zahlreiche Institutionen Einblick in die Arbeit. Diese Einrichtungen lernten die Jugendlichen die einzelnen Institutionen und die Menschen, die dahinter stehen, zunächst kennen. Nach der Vorführung des Films „Coco unter Verdacht” aus der Krimireihe des Kika ging es in die einzelnen Gruppen. Benjamin Kloos

© 2018 TIP-Verlag Lampertheim

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Neu an der ADS! Realschulabschluss für Hauptschüler!

Nachdem nun das Staatliche Schulamt und der Kreis Bergstraße als Schulträger dem Konferenzbeschluss des Lehrerkollegiums zugestimmt haben, eröffnet die ADS zum kommenden Schuljahr 2018/2019 eine 10. Hauptschulklasse für ihre eigenen, aber auch für Schüler der umliegenden Hauptschulen, die in diesem Jahr voraussichtlich einen qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichen werden.


Weitere Informationen über die Voraussetzungen, Anforderungen, Termine und Umsetzung (klicken sie bitte die entsprechende Grafik an):

(alle Angaben ohne Gewähr)

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Modernes und zeitgemäßes Lernen auf dem Biedensand-Campus

60 Millionen für Modernisierungsmaßnahme an Lessing-Gymnasium und Alfred-Delp-Schule

So soll der neue Biedensand-Campus rund um LGL und ADS künftig aussehen. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Bildung ist die Grundlage für die Zukunft – und damit die Schüler auch im Ried bestens für die Zukunft vorbereitet werden und perfekte Lernbedingungen finden, wagen Kreis, Stadt und Schulen den großen Wurf: In Lampertheim entsteht der Biedensand-Campus, bestehend aus Lessing-Gymnasium (LGL) und Alfred-Delp-Schule (ADS). Am Montag präsentierten die Beteiligten in einem Pressegespräch den Masterplan und damit verbunden die weiteren Planungen. Eines ist klar: Es wird viel bewegt, Landrat Christian Engelhardt rechnet mit einer Bauzeit von etwa zehn Jahren, auch wenn sich diese aufgrund zahlreicher Umstände nicht genau vorhersagen ließe.

Der Fokus wird eindeutig auf die Modernisierung anstatt auf die Sanierung gelegt. Mit dem geplanten Bau des Biedensand-Campus in Lampertheim wird der Kreis Bergstraße seine bislang größte Modernisierungsmaßnahme im Bereich Schulen durchführen: Bis zu 60 Millionen Euro sollen in den Biedensand-Campus investiert werden.

Campusgedanke wichtig 

„Es ist ein Vorhaben, dass uns allen gemeinsam sehr wichtig ist. Die beiden Schulen sind für die Stadt und die Region von großer Bedeutung, ebenso wie die Biedensandschule und die Elisabeth-Selbert-Schule, die sich ebenfalls auf dem Gelände befinden und in die Planungen des Campus mit einbezogen werden, auch wenn es dort zunächst keine baulichen Veränderungen an den Gebäuden geben wird”, erläuterte Landrat Engelhardt. „Das LGL und die ADS wurden im Investitionsplan weit nach vorne gezogen, weil die Schülerzahlen besonders beim LGL ein Handeln erforderlich gemacht haben. Dadurch ist Raum nötig, dieser ist weder vorhanden noch sind die seitherigen Räume in einem besonders guten Zustand.” Gleichzeitig bestünde die Chance, die Städtebauentwicklung in Lampertheim durch eine Öffnung des Geländes hin zur Stadt und zum Altrhein zu fördern.

Wie der Biedensand-Campus aussehen könnte, das stellten die Vertreter der OPUS-Architektengruppe aus Darmstadt vor. „Wichtig ist uns der Campusgedanke und gleichzeitig die Einbindung der Natur. Das aktuelle Gebiet wird geöffnet und durchlässig, ein Ort an dem man sich wohl fühlt und gerne aufhält.” Vor Ort seien alle Gebäude untersucht worden. Dabei sei rasch klar geworden, dass eine reine Sanierung keinen Sinn mache, sondern dass man einen Neuanfang wagen solle.

Altrheinhalle weicht 

Als erste Maßnahme zur Gestaltung des Campus müsste die Altrheinhalle entfernt werden – diese habe einen großen Sanierungsbedarf der sich in den kommenden Jahren nicht rechne, zudem gebe es viele nicht mehr benötigte Elemente wie die große Tribüne. Durch den Abriss entsteht Platz für einen Neubau des LGL, so dass die Schüler in der Bauphase in ihren bisherigen Räumen unterrichtet werden und nicht in Container umziehen müssten. Für den Schulsport und die Vereine bedeutet dies, dass sie größtenteils in die Hans-Pfeiffer-Halle ausweichen müssen, bis nach Abschluss der Schulneubauten die Dreifeldsporthalle erbaut werden kann. Die Stadtverwaltung wird hierzu rechtzeitig mit den entsprechenden Vereinen Kontakt aufnehmen, sobald die genauen Planungen feststehen.

Landrat Christian Engelhardt (4.v.l.) erörterte den Vertretern der Schulen und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler (2.v.r.) gut gelaunt die aktuellen Planungen Foto: Benjamin Kloos

Neue Gebäude für LGL und ADS

Nachdem Neubau des „neuen” LGL werden die Schüler des LGL relativ schnell einen hochmodernen Unterrichtsraum in einem neuen Gebäude genießen können. Wenn der Umzug erfolgt ist, werden die Schüler des Naturwissenschaftlichen Zentrums (NTZ) in das alte Gebäude des LGL umziehen, bevor das NTZ ebenfalls abgerissen wird. Hier entsteht die neue ADS. Nach der Fertigstellung werden die Schüler aus dem alten LGL in die neuen Räume der ADS ziehen, bevor die „alte” ADS im Anschluss wie auch das alte LGL abgerissen werden. Hier entsteht das Herz des neuen Campus, grün, offen und als Ort der Begegnung gedacht. Gleichzeitig findet hier die Vernetzung zwischen Stadt, Campus und Altrhein statt. Auch eine neue Dreifeld-Sporthalle ist im Anschluss in Planung. Wichtig ist bei der gesamten Maßnahme, dass das pädagogische Konzept mit in die Gebäude und den gesamten Bildungscampus einfließt, wie alle Beteiligten betonten.

Rakete statt Seifenkiste

Dass der neue Campus Teil der Stadtentwicklung sein kann und wird betonte der Erste Stadtrat Jens Klingler. „Gerade saßen wir noch in einer Seifenkiste, jetzt geht es in einer Rakete nicht Richtung Mond, sondern Richtung Mars. Wir wollten, dass an diesem Standort etwas passiert, dass es nun so schnell geht, dafür sind wir sehr dankbar. Die Entwicklung des Campus passt 1:1 in unser städtisches Förderprogramm vom Altrhein bis zum Stadtwald. Ganz wichtig ist, dass wir die Situation rund um den Verkehr gerade zu Schulbeginn entschärfen können. Wir unterstützen dieses wichtige Projekt zu 100 Prozent!”

Im nächsten Schritt werden sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und gemeinsam Ideen zur Umsetzung entwickeln, Kreis, Stadt und die Schulen. „Wir freuen uns mitgenommen zu werden. Es wird sich sehr viel im pädagogischen Bereich tun, gerade was die Einbindung der neuen Gebäude in das pädagogische Konzept betrifft. Wir wollen Eltern, Lehrer und Schüler einbinden. Hier kann etwas tolles entstehen” waren sich die Schulleiterinnen der beiden Schulen, Silke Weimar-Ekdur (LGL) und Sylvia Meier (ADS) mit Blick auf diese „einmalige und historische Chance für Kreis, Stadt und Schulen” einig. Benjamin Kloos

© 2018 TIP-Verlag Lampertheim.

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Campus Biedensand: Größtes Schulbauprojekt des Kreises nimmt Formen an

Die ADS (links) und das LGL (oben) erhalten in den nächsten zehn Jahren ein neues Gesicht. Archivfoto: Thorsten Gutschalk

Von Vanessa Joneleit

LAMPERTHEIM – Gestern noch in der Seifenkiste, heute schon in der Rakete. Die Worte des Ersten Stadtrats Jens Klingler verdeutlichen ziemlich genau, in welche Dimensionen die Stadt Lampertheim vorstößt, wenn der „Campus Biedensand“ Formen annimmt. Rund 60 Millionen Euro investiert der Kreis Bergstraße, um in der Spargelstadt die bislang größte schulbauliche Maßnahme umzusetzen. Wie die genau aussehen soll, berichteten die Verantwortlichen am Montag im Anschluss an die erste Besprechung der Planungsphase beim Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft. Das Fazit: Alles wird neu.

Die Gruppe „Opus Architekten“ aus Darmstadt arbeitet seit einem Jahr am Projekt „Campus Biedensand“. „Wir wurden mit der Entwicklung eines Masterplans betraut“, erklärte Anke Mensing, deren Team in Lampertheim durchaus brauchbare Voraussetzungen vorfand: ein guter Standort zwischen Stadt und Altrhein und vier Schulen mit unterschiedlichen Schulformen. „Unser Ziel ist es, den Campusgedanken sichtbar zu machen. Wir wollen die Schulen öffnen und eine gemeinsame Mitte schaffen.“ Geplant ist, die erste Bauphase dem Lessing-Gymnasium, die zweite der Alfred-Delp-Schule zu widmen. Die Biedensand- und die Elisabeth-Selbert-Schule werden nicht erneuert, sind aber Teil des Campusgedankens.

 

Im vergangenen Jahr wurden vom Architekturbüro Bestand und Sanierungsbedarf der beiden Schulen erfasst, nach vielen Abwägungen dann der Schluss: Es macht keinen Sinn, in eine Sanierung der Gebäude zu investieren. Wie das Szenario Neubau aussehen könnte, verdeutlichten die Mitarbeiter der Architektengruppe anhand von Skizzen. Angedacht ist, die Altrheinhalle, die bislang als Schulturnhalle und für Vereine genutzt wurde, abzureißen. „Es wäre kaum zu verantworten, diese noch energetisch zu sanieren. Hinzu kommt, dass einige Dinge wie die Tribüne ohnehin nicht mehr benötigt werden“, betonte Mensing. Eine Option, die mehrere Vorteile bringt: Zum einen wird ein großes Baufeld geschaffen, zum anderen entfällt die Notwendigkeit einer Container-Lösung. Es kann parallel zum normalen Schulalltag gebaut werden.

Landrat Christian Engelhardt: „Statt Flur für Flur alles abzuarbeiten, können auf diesem Weg schnell hochmoderne Unterrichtsräume geschaffen werden.“ Und obwohl er für das Gesamtprojekt mit einer grob berechneten Bauzeit von mindestens zehn Jahren rechnet, könnten von dem Neubau schnell die ersten Schülergenerationen profitieren.

Wenn das LGL in den Neubau zieht, so sei laut Architektin Anke Mensing in einer zweiten Bauphase geplant, das Naturwissenschaftliche Zentrum der ADS abzureißen – die Schüler können in der Zwischenzeit wiederum in den alten Räumen des LGL unterkommen. „Dann haben wir die Möglichkeit, einen echten Campus zu schaffen“, betonte die Architektin, die sich eine große gemeinsame Grünfläche als Herzstück des Campus’ vorstellt.

Engelhardt betonte, dass der Campus nicht alleine den Schulen diene, sondern sich in das städtebauliche Entwicklungskonzept der Stadt füge. Ein Thema werde auch der Verkehr rund um die Schulen, der in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt hatte. „Wenn wir alles neu machen, können wir auch hierfür eine Lösung finden. Das funktioniert aber nur, wenn die Stadt mitmacht“, so der Landrat.

Bevor die Architekten mit genaueren Planungen beginnen, befinden sich die Beteiligten allerdings in der Planungsphase null. Heißt: In moderierten Runden sollen Kreis, Schulen und Stadt an einen Tisch geholt und gemeinsam über genaue Vorstellungen beratschlagt werden. „2018 haben wir erst mal für diese Planungsphase null reserviert“, betonte Engelhardt. Sei diese abgeschlossen, könnten sich dann die Architekten ans Werk machen. Das Bauprojekt ist dringend nötig, weil die Schulen aufgrund steigender Schülerzahlen in der Vergangenheit verstärkt mit Raumnot zu kämpfen hatten. Auch die bauliche Substanz und die energetische Ausstattung können die Anforderungen nicht mehr erfüllen.

© VRM GmbH & Co. KG

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Dem europäischen Gedanken Leben eingehaucht

Schüler der Alfred-Delp-Schule besuchten im Rahmen einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung Begegnungsstätte „Stiftung Kreisau”

Ein gemeinsames Europa lebt von gegenseitiger Beziehung – dies stellten Schüler der Alfred-Delp-Schule und polnische Schüler aus Swidnica eindrucksvoll im Rahmen eines Austauschs unter Beweis. Foto: oh

LAMPERTHEIM – In besonderer Art und Weise hauchten Schüler der Alfred-Delp-Schule im November dem Gedanken eines gemeinsamen, friedlichen Europas Leben ein und schlossen dabei Freundschaften fürs Leben: 17 Schüler der Lampertheimer Schule besuchten im Rahmen einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung die historische Begegnungsstätte „Stiftung Kreisau”, die auf der Gemarkung der Partnerstadt Swidnica liegt.

Am Montag berichteten die Schüler Bürgermeister Gottfried Störmer und dessen Vorgänger Erich Maier von ihren Erlebnissen, ihren Erfahrungen und den gewonnenen Eindrücken. „Wir freuen uns, dass ihr heute zu uns gekommen seit. Kreisau ist für Lampertheim eine bedeutende Stätte, unser Ehrenbürger Alfred Delp war dort im Widerstand tätig, in einer der nichtrühmlichsten Zeiten der Geschichte für Deutschland. Gerade angesichts der Ereignisse im 2. Weltkrieg ist es fantastisch, dass Deutschland und Polen sich angefreundet haben und in Kreisau ein Platz für die Jugend Europas geschaffen wurde. Schön, dass sich die Alfred-Delp-Schule dauerhaft mit diesem Treffpunkt verbinden möchte, um bei Treffen mit anderen europäischen Jugendlichen die Feindschaft, die wir nicht mehr haben möchten, für die Zukunft zu verhindern”, betonte Bürgermeister Störmer.

Die Schüler der Alfred-Delp-Schule, die größtenteils als Streitschlichter an ihrer Schule fungieren und die 7. bis 10. Klasse besuchen, berichteten eindrucksvoll von ihrer Reise und gaben so einen tiefen und persönlichen Einblick in ihre Erlebnissen. Spiele, Gespräche und gemeinsame Aktionen standen dabei ebenso auf dem Programm wie die Geschichte. So wurde den polnischen Schülern durch ihre Lampertheimer Gäste Pater Alfred Delp näher gebracht, während diese so mehr über den polnischen Widerstandskämpfer Florian Marciniak berichteten – beide Seiten waren über die Gemeinsamkeiten überrascht. Selbstverständlich wurden auch der Sitz des Kreisauer Kreises besichtigt, ebenso wie besondere Orte in Swidnica sowie in Breslau, wo eine englischsprachige Führung auf dem Programm stand. Generell wurde von Beginn an Englisch als gemeinsame Sprachebene gewählt, was nicht nur das Sprachverständnis in diesem Bereich förderte, sondern von Beginn an einen regen gegenseitigen Austausch ermöglichte. So auch in gemeinsamen Kursen und Workshops sowie einem Internationalen Abend, bei dem die deutschen Schüler einen polnischen Volkstanz und polnische Speisen kennen lernten. Auf der anderen Seite waren die polnischen Schüler überrascht, aus wie vielen Ländern die Lampertheimer Schüler ursprünglich stammen.

Das gegenseitige Verständnis wuchs zu echter Freundschaft unter den Jugendlichen, so dass am Ende ein emotionaler Abschied stand, verbunden mit der Hoffnung und der Freue auf ein baldiges Wiedersehen. Der Kontakt sei nach wie vor sehr gut, „denn wir sind sehr gute Freunde geworden”, so die Schüler der Alfred-Delp-Schule. Dass dies auf Gegenseitigkeit beruht, zeigte ein Video, dass die polnischen Schüler aufgenommen haben. In diesem brachten sie ihre Freude zum Ausdruck, die deutschen Schüler kennen gelernt und viel über Deutschland und Lampertheim erfahren zu haben. „Wir konnten viel voneinander lernen”, war das gemeinsame Fazit aller Schüler, und auch die Lehrer zeigten sich begeistert: „Die Jugendlichen waren sehr kreativ und sehr offen und haben ein Stück Kultur und Geschichte kennen gelernt, in einer tollen Atmosphäre und Gemeinschaft. Beide Seiten haben bewiesen, dass wir Europäer sind.”

Damit auch die Schüler der 10. Klassen, die im kommenden Sommer die Schule verlassen werden, nochmals ihre neu gewonnenen Freunde sehen können, wurde bereits der Termin für den Gegenbesuch von polnischer Seite in Deutschland festgelegt: Vom 4. bis 8. Juni 2018 werden die Jugendlichen eine gemeinsame Zeit in der Jugendherberge Erbach verbringen und die frisch begonnene Beziehung weiter vertiefen.

Erfreulich war das Engagement von Erich Maier, der in seinen Funktionen im Rotary Club als auch in der Bürgerstiftung dazu beigetragen hat, dass diese Reise für die Jugendlichen finanziert werden konnte. „Vielen Dank für dieses Engagement, es war eine sehr kostspielige Anreise, die sonst nicht möglich gewesen wäre”, freute sich Herma Dölger, Lehrerin der Alfred-Delp-Schule. Erich Maier stellte klar, dass „sowohl der Rotary Club als auch die Bürgerstiftung nicht jede Klassenfahrt unterstützen werden, sondern dass dieses Engagement dem Thema Kreisau und Pater Alfred Delp geschuldet ist. Wir unterstützen einen Austausch wie diesen sehr, da es Teil unserer Geschichte ist, der sehr problematisch belegt ist. Wir werden den Austausch in diese Beziehung auch in Zukunft weiter unterstützen, da die Schüler so vor Ort einen Eindruck von der Geschichte und unserer Nachbarn gewinnen können.“

Europa lebt von den Menschen, die hier beheimatet sind. Daher sind Austausche wie dieser wichtig, denn Europa braucht Freundschaften wie diese”, schloss Bürgermeister Störmer und dankte für den lebendigen und spannenden Vortrag. Benjamin Kloos

© 2017 TIP-Verlag Lampertheim


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Muttersprache spielt keine Rolle

Nachbetrachtung einer eindrucksvollen Woche: Zehntklässler der Alfred-Delp-Schule berichten am Montag im Lampertheimer Rathaus von ihren Erlebnissen während der Deutsch-Polnischen Jugendbegegnung bei der Stiftung Kreisau. Mit dabei ist auch Lampertheims Altbürgermeister Erich Maier. Foto: Thorsten Gutschalk

Von Helmut Orpel

AUSTAUSCH Alfred-Delp-Schüler der 10. Klasse eine Woche zu Gast in der polnischen Begegnungsstätte Kreisau

LAMPERTHEIM – Lobende Worte fand Bürgermeister Gottfried Störmer für den Schüleraustausch zwischen der Alfred- Delp-Schule, Lampertheim, und dem Gymnasium in Pszenno (früher Weizenrodau) in Polen. Für die siebzehn jungen Leute aus Lampertheim und die begleitenden Lehrer war diese Reise eine Pionierleistung, über die sie im Sitzungssaal dem Bürgermeister und den Pressevertretern berichteten. Fast eine ganze Woche verbrachten die Schüler aus Deutschland und Polen in der historischen Begegnungsstätte Stiftung Kreisau zusammen. Krzyzowa, wie Kreisau auf Polnisch heißt, liegt auf der Gemarkung der Lampertheimer Partnergemeinde Schweidnitz/Swidnica im ehemaligen Niederschlesien. Seit über 10 Jahren bestehen dorthin Verbindungen. Mit dem Ort, an dem der Schüleraustausch stattfand, hat es darüber hinaus aber noch eine besondere Bewandtnis. Alfred Delp, der Namensgeber der Lampertheimer Schule, wirkte hier im NS-Widerstand, im sogenannten „Kreisauer Kreis“ um Helmuth James Graf von Moltke.

Die Wahl des Ortes, an dem die Schüler ihre gemeinsame Zeit verbrachten, war also Programm und ein Teil der Aufgabe der Lampertheimer Schüler bestand darin, die Geschichte Delps aufzuarbeiten und den polnischen Schülern nahezubringen. Umgekehrt recherchierten die polnischen Kollegen über Florian Marciniak, einen polnischen Widerstandskämpfer.

Vorurteile abbauen und das Weltbild erweitern

Die Kommunikationssprache während der fünf Tage war Englisch und das klappte, laut den Schülern, die zur Pressekonferenz mitgekommen waren, sehr gut. Davon konnte man sich auch in der Präsentation überzeugen, die von den Teilnehmern der Reise ausgearbeitet worden war. Die Fotos und Videos machten deutlich: Die jungen Leute verstanden sich gut. Vorurteile abzubauen und das Weltbild zu erweitern, war das Ziel der Schülerreise. Und das ist ganz gut gelungen. „Die Schüler aus Lampertheim gehörten unterschiedlichen Klassen an, von der siebten bis zur zehnten“, erzählte Herma Dölger, die mit den Schülern gereist ist. „Die Schüler aus Polen kamen alle aus einer Klasse, der zehnten, waren also zwischen vierzehn und fünfzehn Jahre alt.“ Altersunterschiede spielten aber rasch keine Rolle mehr, ebenso wenig die unterschiedlichen Muttersprachen. In Kreisau fühlten sich die jungen Leute sehr wohl.

„Die Jugendherberge auf dem Gelände war total modern“, begeisterte sich eine Schülerin. „Polen ist cool“, lautete ein weiteres Statement. Und auf die Frage von Gottfried Störmer, wer denn bei der nächsten Polenreise wieder mit dabei sein wird, reckten sich 17 Hände. „Die Aufgabe, das Zusammenwachsen Europas nach Osten hin zu erweitern, ist eine relativ neue Aufgabe“, so das Statement des Lampertheimer Stadtoberhaupts. „Neu, im Vergleich zu dem des Alten Europa, wo Lampertheim mit seinen Städtepartnerschaften mit Ermont (Frankreich), Maldegem (Belgien), Adria (Italien) und Wierden (Niederlande) seinen Beitrag leistet.“ Deswegen unterstützt die Stadt die Initiative der Schule ganz besonders. Und auch die Bürgerstiftung, die durch Erich Maier bei der Pressekonferenz vertreten war, beteiligte sich großzügig.

„Das Besondere bei dieser Reise ist die Verständigung zwischen den jungen Leuten über die ehemaligen Blockgrenzen hinweg. Das wollen wir fördern“, begründete der ehemalige Lampertheimer Bürgermeister die Großzügigkeit der Stiftung. Dafür bedankten sich auch Schulleiterin Sylvia Meier und Lehrerin Herma Dölger.

Gerade angesichts der Debatte um die wieder aufkeimende nationale Abschottung einzelner Länder ging es Herma Dölger bei dem Schüleraustausch auch darum, zu zeigen, wie international die Klassen in ihrer Schule sind, denn von den 17 Mitreisenden hatten viele nichtdeutsche Wurzeln. Die polnischen Klassen wirken dagegen oft sehr homogen. Natürlich ging es bei der Klassenreise auch um leichtere Themen wie die Aufarbeitung des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten. Es ging ums Kennenlernen und wo kann man das besser als beim Tanz. Für jeden polnischen Schüler gehört es dazu, die Polonaise tanzen zu lernen, die beim Abschlussball vorgeführt werden muss. Und so lernten auch die Lampertheimer Schüler diesen Tanz. Die gemeinsame Reise in die europäische Kulturhauptstadt Breslau war leider aufgrund des Wetters nicht so angenehm, denn es regnete den ganzen Tag. Und so fanden die Besichtigungen meist drinnen statt, in der schön hergerichteten Markthalle und in der Shopping Mall.

© Echo Zeitungen GmbH

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SOKO Wald – Unterrichtseinheit in Lernstationen

Am Dienstag, den 14. November 2017 begaben sich Schülerinnen und Schüler  der Klasse 5 und 6 mit der Unterrichtseinheit „SOKO Wald“ auf die  Spuren des Waldes.

In insgesamt neun Lernstationen entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die Bedeutung des Waldes auf lokaler und globaler Ebene. Konkret beschäftigten sie sich aus biologischer, mathematischer und philosophischer Sicht mit dem Wachstum von Bäumen und lernten unterschiedliche Baumarten kennen. Darüber hinaus recherchierten sie aus Waldrohstoffen produzierte Konsumgüter und ordneten sie dem Herkunftsgebiet ihrer Rohstoffe zu.

Ein Dank auch an Tanja Hug, Umweltpädagogin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die mit großem Engagement die Veranstaltung leitete. (siehe Bilder)

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