Hilfe bei der Berufswahl

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Von Vielfalt begeistert

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Austausch mit Dieulouard lebt wieder auf

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Der Austausch findet zum 12. Male statt, 2019 sind 14 Schüler und Schülerinnen der ADS dabei.
Auf französischer Seite sind es 15.

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Partnerschaft mit Leben füllen

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Biedensand-Campus als kreisweites Vorbild

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Die meisten Opfer sind Mädchen

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„Da sind Rohdiamanten dabei“

Alfred-Delp-Schule unternimmt zahlreiche Anstrengungen, um Schüler in die Berufswelt zu bringen

Von Oliver Lohmann
Um Schüler in die Berufswelt zu geleiten, engagiert sich die Lampertheimer Alfred-Delp-Schule auf vielfache Weise: vor allem durch eine intensive Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region.

Ein Angebot für die Schüler: An der Alfred-Delp-Schule gibt es sogar einen Berufsinformationsraum. Foto: Thorsten Gutschalk

LAMPERTHEIM – Dass Schüler Praktika machen, um einen Einblick in die Berufswelt zu erhalten, ist seit vielen Jahren gang und gäbe. An der Alfred-Delp-Schule (ADS) wird dieser Übergang aber so ernst genommen, dass es viele weitere Projekte gibt. Die Berufsorientierung ist integraler Bestandteil des Schulprofils und zieht sich wie ein „roter Faden“ durch alle Jahrgangsstufen. Sogar an einem Ausbildungsverbund auf Initiative des Bürgermeisters beteiligt sich die Schule.
Praxistage und Praktika sind Pflicht für Haupt- und Realschüler. Doch das reicht in vielen Fällen nicht aus, um die jungen Leute für einen bestimmten Ausbildungsberuf zu begeistern. Daher gibt es einmal im Jahr die vom Rotary-Club organisierte Berufsinformationsbörse in der ADS. „Die Börse dient dazu, die Schüler auf das vielfältige Berufsangebot aufmerksam zu machen. Das genügt aber nicht, weitere Veranstaltungen zur Berufsorientierung sind notwendig“, erklärt stellvertretender Schulleiter Alexander Böhm.
Einstiegshilfe, Beraterin und Informationsraum
Zudem gibt es einen Informationsraum an der Schule, eine Berufeinstiegshilfe, und eine Berufsberaterin geht in die Klassen. Im Wahlpflichtunterricht der höheren Klassen gibt es Angebote, die von Lehrern der kooperierenden Berufsschulen durchgeführt werden. Böhm ist froh darüber, dass sich Firmen aus der Region bei Bewerbertagen engagieren. „Das ist ein Bewerbungstraining von Unternehmen in einer Gruppe von acht Schülern, ein erfolgreiches Format“, urteilt Böhm. Manche Firmen kämen seit diesem Schuljahr sogar in den Unterricht, um mit den Schülern zu sprechen, diese über bestimmte Ausbildungsberufe und Unternehmen zu informieren.
BERATUNG

Termine für Beratungsgespräche können Menschen, die eine Ausbildungsstelle suchen, unter Telefon 0800-4 55 55 00 oder persönlich in der Agentur für Arbeit vereinbaren. (olo)
„Die Firmen sollten die Schüler zu Praktika einladen, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen. Die Unternehmen, die im Elfenbeinturm sitzen und darauf warten, dass die Schule maßgeschneiderte Azubis schickt, gehen leer aus“, sagt Alexander Böhm. Inzwischen hätten viele Firmenchefs und Personalabteilungen genau das verstanden. Ein Knackpunkt sei, dass viele junge Menschen in Büro-Berufsfelder strebten. Vom Handwerk seien viele nicht begeistert. Gerade Unternehmen, die Ausbildungsplätze im Bereich Handwerk anbieten, müssten sich um die potenziellen Azubis bemühen. Die ADS beteiligt sich auch an einem Ausbildungsverbund Lampertheimer Unternehmen für den Beruf des Zerspanungsmechanikers. „Es ist doch schließlich sinnvoll, wenn Lampertheimer Schüler in ihrer Heimatstadt einen Ausbildungsplatz finden und nicht erst in andere Städte fahren müssen“, findet Böhm.
Froh ist Alexander Böhm auch darüber, dass viele Unternehmen mittlerweile ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen: „Manche stellen bewusst auch Hauptschüler als Auszubildende ein. Das ist auch gut so. Da sind einige Rohdiamanten dabei“, versichert der Pädagoge. Auch Schüler ohne Abschluss könnten sich zu guten, engagierten Azubis entwickeln, sofern die Unternehmen diesen eine Chance gäben. „Wir helfen auf jeden Fall bei einem sauberen Übergang von der Schule in die Berufswelt.“
Und umgekehrt müsse den Schülern klar werden, dass sie zwar gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt hätten, aber dazu müsse man sich eben informieren und Kontakte knüpfen. Leider gingen einige Schüler das Thema zu ängstlich und wenig reflektiert an, wollten nach dem Abschluss von Haupt- oder Realschule erst einmal einen höheren Bildungsabschluss anstreben und dabei weitere Zeit für die gewiss nicht einfache Entscheidung gewinnen. „Zum Glück verstehen die meisten inzwischen, dass der umgekehrte Weg sinnvoller ist. Erst eine Ausbildung machen und danach gegebenenfalls noch eine schulische Weiterbildung ist häufig der bessere Weg“, urteilt Alexander Böhm.
In der Zukunft will die ADS die Berufsorientierung noch weiter intensivieren: „In der neunten Hauptschulklasse sollen es drei Praktikumswochen werden, die mit der Abschlussprüfung verknüpft werden“, erklärt Böhm. Vielen Schülern tue es auch gut, in die Berufswelt hineinzuschnuppern. „Manche, die in der Schule nicht so gut sind, merken, dass sie im Praktikum Erfolge haben, das fördert ihr Selbstbewusstsein“, so Böhm, der sich darüber hinaus für Probepraktika der Schüler in den Ferien ausspricht, notfalls auch während der Schulzeit. Denn: „Wir wollen, dass die Kinder nach ihrer Schulzeit in der Berufswelt landen statt im Nichts.“
Dass die Lage auf dem Ausbildungsmarkt gut ist, bestätigt auch die Agentur für Arbeit: Es gibt mehr unbesetzte Stellen als unversorgte Bewerber. „Jugendliche, die immer noch auf der Suche sind, sollten unbedingt über Alternativen zum Traumberuf nachdenken und die Angebote unserer Berufsberatung nutzen“, erläutert Birgit Förster, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Darmstadt.
© VRM GmbH & Co. KG

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Wie Gewalt entsteht – und wie man sie eindämmt

Christine Klein, Sonja Niederhöfer, Gottfried Störmer, Diana Stolz und Schulleiterin Sylvia Meier (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung.

©  Annalena Vogel (av)

Lampertheim.„Echt fair!“ lautet der Titel einer interaktiven Ausstellung, die im Rahmen der Gewaltprävention bis 23. November im naturwissenschaftlich-technischen Zentrum der Alfred-Delp-Schule (ADS) in Lampertheim stattfindet. Bei der Eröffnung waren neben Bürgermeister Gottfried Störmer auch der Erste Stadtrat Jens Klingler sowie Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz zugegen.

Einige Schülerinnen und Schüler, die das Wahlpflichtfach Kochen belegen, sorgten mit Blätterteig-Schnecken, Spießen und Lachscreme für das leibliche Wohl der Gäste. „Einen Dank, dass sie nicht müde werden, sich dieses schwierigen Themas anzunehmen“, betonte Kreisbeigeordnete Diana Stolz an die Organisatorinnen gewandt.

Die Ausstellung, die unterschiedliche Facetten von Gewalt aufgreift, wurde federführend von der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten Sonja Niederhöfer auf die Beine gestellt. „Gewalt ist vielfältig. Es gibt körperliche und seelische Gewalt“, erklärte Stolz weiter. Die Ausstellung solle Kinder und Jugendliche darüber informieren und ihnen Hilfsmöglichkeiten aufzeigen, die Betroffene nutzen können. Das Angebot richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse aus den umliegenden Schulen. Dazu zählen neben der ADS das Lessing-Gymnasium, die Elisabeth-Selbert-Schule und das Litauische Gymnasium sowie die Bürstädter Erich Kästner-Schule und die Hofheimer Nibelungenschule.

In der Ausstellung erwarten die Jugendlichen sechs Stationen rund um das Thema Gewalt. Während die erste Station über Formen von Gewalt informiert, befasst sich die zweite mit Konfliktsituationen. Station drei vermittelt den Schülern, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle zu deuten und die des Gegenübers zu respektieren. Im weiteren Verlauf der Ausstellung werden die Besucher mit Rollenbildern konfrontiert, bevor die letzten Stationen über Hilfsangebote informieren und die Rechte von Kindern veranschaulichen.

Schule will aufklären

„Wir möchten, dass unsere Schüler am Ende ihrer Schulzeit aufgeklärt die Schule verlassen. Dazu gehört auch die Prävention“, betonte Schulleiterin Sylvia Meier. Alle Lehrer, die die Ausstellung mit ihren Klassen besuchen seien deshalb in einem Workshop geschult worden, um die Jugendlichen bei ihrem Besuch optimal begleiten zu können. Dieser Position schloss sich Bürgermeister Gottfried Störmer an und erklärte: „Es ist uns wichtig hier in Lampertheim, dass wir die Prävention mittragen.“ Dies sei notwendig, damit es gar nicht erst zu Gewalt komme.

Wie wichtig es aus diesem Grund ist, dass sich die Jugendlichen mit dem Thema zu befassen, betonte auch Christine Klein, die Vorsitzende des Vereins Frauenhaus Bergstraße. „Die Ausstellung macht es möglich, sich mit den einzelnen Stufen der Gewalt auseinanderzusetzen. Es ist wichtig, dass wir gesamtgesellschaftlich arbeiten“, erklärte sie. Da die Ausstellungen nicht nur Schülern vorbehalten ist, gibt es zwei Freitage, an denen sie für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Familien und weitere Interessierte sind am 2. November von 16 bis 18 Uhr sowie am 9. November von 17 bis 19 Uhr eingeladen. Als Begleitprogramm gibt es außerdem einen Fachvortrag zum Thema „Ausmaß und Auswirkungen häuslicher Gewalt auf Kinder und Jugendliche“ von Susanne Heynen, der am Mittwoch 7. November, 18 Uhr, in der Mensa der ADS stattfinden wird.

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Berufsinformationsbörse 2018

(c) Lampertheimer Zeitung

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In der „Wiege der Demokratie“

Von Christian Hofmann

Deutsch-polnisches Austauschprojekt mit Schülern aus Schweidnitz / Besuch des Hambacher Schlosses

Zum Abschluss gibt es für die Teilnehmer der vier Schulen einen Empfang im Lampertheimer Rathaus. Foto: Thorsten Gutschalk

LAMPERTHEIM – „Ich freue mich, dass wir hier den Abschluss eines verlängerten Wochenendes haben und dass wir uns austauschen können, was ihr erlebt habt“, erklärte Bürgermeister Gottfried Störmer im Sitzungssaal der Stadtverwaltung. Rings um den Rathauschef herum saßen Schüler in gelben und roten T-Shirts.
Vom vergangenen Donnerstag bis zum gestrigen Montag fand ein deutsch-polnischer Schüleraustausch statt zwischen dem Litauischen Gymnasium Hüttenfeld, dem Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium, der Lampertheimer Alfred-Delp-Schule und der Schule Pszenno in der polnischen Gemeinde Schweidnitz. Im Lampertheimer Stadthaus durften die 22 teilnehmenden Jugendlichen mit einem Beamer-Vortrag über ihre Erfahrungen berichten. Seit Februar 2006 besteht eine partnerschaftliche Vereinbarung zwischen der polnischen Gemeinde Schweidnitz und der Stadt Lampertheim.
Unter anderem besichtigten die deutschen und polnischen Heranwachsenden das Hambacher Schloss in der Pfalz, das als Geburtsstätte der deutschen Demokratie gilt. Ein Gästeführer zu Pferd und mit wehender Fahne leitete die Besuchergruppe den Weg hoch auf den Berg zum Schloss, wo Ministerpräsidentin Malu Dreyer die polnisch-deutschen Besucher empfing und das Gespräch suchte.
„Das war echt eine Erfahrung, mit so einer prominenten Politikerin zu sprechen, die man schon im Fernsehen gesehen hat“, begeisterte sich Schülerin Julia Hörl, die das Litauische Gymnasium im Stadtteil Hüttenfeld besucht und dort in die 12. Klasse geht. „In ihrer Rede ging Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf die Frauenrechte ein, was für uns Mädels wichtig war“, berichtete Teilnehmerin Julia Hörl. „Ich bin über meinen Geschichtskurs zu diesem deutsch-polnischen Projekt gekommen, da wurden wir eingeladen“, schilderte die 16-Jährige. Zudem durften sich die Besucher die altertümliche Fahne des Hambacher Festes aus dem Jahre 1832 anschauen.
Seit Mai 2004 ist die parlamentarische Republik Polen ein Mitglied der Europäischen Union. Jedoch bedauerten einige Jugendliche, dass die musealen Ausstellungen im Hambacher Schloss ausschließlich die überlieferte Historie der Demokratie behandeln und kaum tagesaktuelle Entwicklungen rund um diesen Begriff aufgreifen.
Mangelnde Aktualität der Ausstellung beklagt
„Wir werden das an das Hambacher Schloss weitergeben. Wir müssen uns Gedanken darüber machen, diesen Austausch weiterzuführen“, versprach Bürgermeister Störmer und ergänzte: „Es ist ein reizvolles Thema, das aktuelle Europa zu diskutieren.“ Darüber hinaus besichtigten die Pennäler den Wormser Dom, das Martin-Luther-Denkmal und den Jüdischen Friedhof in der benachbarten Nibelungenstadt.
Im Sitzungssaal des Stadthauses spielten die Jugendlichen einen kurzen Videoclip auf der Leinwand ab. „Hurra, wir fahren nach Deutschland, the German friends!“, jubelten darin fünf polnische Schüler, die voller Erwartung in einem Kleinbus saßen. Zum Schluss ließ Bürgermeister Störmer blaue Plastikbehälter, auf denen „Heldenbox“ zu lesen stand, mit Pralinen darin an die deutschen und polnischen Heranwachsenden verteilen.
„Auf dem Hambacher Schloss haben wir gelernt, wie man ein Gespräch führen kann, ohne sich zu streiten“, erklärte Schülerin Julia Hörl, die in dem 17-jährigen Kasper Grzoa einen Freund für den Austausch per E-Mail gewonnen hat. Allerdings konnten die Jugendlichen aufgrund des umfangreichen Tagesprogramms abends nur wenig Zeit miteinander verbringen.
© VRM GmbH & Co. KG

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