Songs produzieren wie die Profis

Unter der Leitung von Musikstudent Danny-Joe versuchen sich Silan, Chris und Sevvan (von links) am Schlagzeug. Foto: Thorsten Gutschalk

Von Christian Hoffmann

Studenten der Mannheimer Popakademie vermitteln Spaß am Musizieren

LAMPERTHEIM – Als Gastdozent Jonas Piknias auf seinem Laptop als digitales Musikbeispiel einen stampfenden Song der bayerischen Alternative-Metal-Band „The Ghost Rockets“ abspielte, ging dem geneigten Zuhörer sofort durch den Kopf: Klingt wie „Faith No More“, vor allem in Bezug auf den finessenreichen Mike-Patton-haften Gesang. „Ich habe bei Ghost Rockets mitgearbeitet als Assistant Engineer“, erklärte Gastdozent Jonas Piknias.

Im Rahmen des Projekts „Pop macht Schule“ besuchten gestern 20 Studenten und Vertreter der Mannheimer Popakademie die Lampertheimer Alfred-Delp-Schule, um Schülern der 6. Klassen von Haupt- und Realschule in unterschiedlichen Workshops die durchaus komplexe Kunst der Rock- und Popmusik näherzubringen. Am Ende trafen sich sämtliche Workshop-Gruppen zur gemeinsamen Präsentation in der Turnhalle.

Es war eine Premiere für die Alfred-Delp-Schule. „Wir haben uns als Schule für dieses Projekt bei der Popakademie beworben“, schilderte Musikfachschafts-Leiterin Eva Starke. Unterstützt wird das Projekt „Pop macht Schule“ von Kooperationspartner BASF. In einem Halbkreis setzten sich zehn Schüler im Informatiksaal um den studentischen Gastdozenten Jonas Piknias herum. Für eine erste Kennenlernrunde erkundigte sich der 26-Jährige nach dem Musikgeschmack seiner Schützlinge: Manche der Jugendlichen haben bereits daheim tontechnisch experimentiert, jedoch ohne größere Fortschritte. Ein Junge spielt Klavier. Und ein anderer Schüler hört klassische Musik und erlesene Sachen wie Louis Armstrong und Frank Sinatra. Außerdem verfolgen viele der Heranwachsenden die Entwicklung der Popcharts. „Ich betreue Bands im Tonstudio. Wir übernachten dann dort auch“, führte Gastdozent Jonas Piknias gut gelaunt aus. „Das Resultat landet dann auf Spotify oder auf einer CD.“

Nächster Workshop-Tag am 15. Mai

Unterdessen machte im benachbarten Musikraum sein Kollege Jesse Safferling als Gesangslehrer im Workshop „Singalong“ mit Schülerinnen einige Dehnübungen zum Aufwärmen, zugunsten der Hals- und Nackenmuskulatur bei offenem Fenster für frische Sauerstoff-Zufuhr. „Je besser unser Hals aufgewärmt und gedehnt ist, desto besser können wir singen“, unterrichtete Gesangslehrer Safferling. Dabei hatten die Mädchen und der 25-jährige Stimmtrainer sichtlich Spaß, die Gruppe lachte herzlich. Im Informatiksaal nebenan durften die Jungen ein synthetisches Elektro-Schlagzeug am Laptop von Gastdozent Jonas Piknias ausprobieren, der auch jene Schüler heranholte, die etwas gehemmt in der zweiten Reihe verharrten. „Wir werden jetzt ein Lied programmieren. Das Wichtigste ist, dass ihr kreativ seid“, betonte der Musikproduzent, der selbst Gitarre und Klavier spielt. Zudem analysierte der 26-Jährige mit seiner Gruppe den Hip-Hop-Song „Look Alive“ der Künstler BlocBoy JB und Drake.

Über das Projekt „Pop macht Schule“ möchte die Popakademie den Zöglingen gleichzeitig Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz vermitteln. „Man erreicht nur ein Ziel, wenn man zusammenarbeitet“, erläuterte Professor Axel Schwarz, der künstlerische Leiter dieses Förderprogramms. Am 15. Mai wird die Delegation der Popakademie die ADS erneut für Workshops besuchen.

© Echo Zeitungen GmbH

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/songs-produzieren-wie-die-profis/

Fünftklässler Baran Bozkurt gewinnt den „Cover Contest“ der Alfred-Delp-Schule

Die drei Gewinner des Cover-Contests zur Gestaltung des Hausaufgabenheftes der Alfred-Delp-Schule: Cheyenne Andel, Sieger Baran Bozkurt, Demetra Radeva (von links). Foto: Thorsten Gutschalk

 Von Kim Molitor

LAMPERTHEIM – Der Kreativität freien Lauf lassen und zeichnen, was einem in den Sinn kommt. Das konnten die Schüler der Lampertheimer Alfred-Delp-Schule (ADS) im Rahmen des Cover Contests zur Gestaltung des Hausaufgabenhefts für das kommende Schuljahr 2018/2019.

20 Vorschläge schaffen es in Ausstellung

Zum vierten Mal hat dieser Contest stattgefunden. In den ersten beiden Jahren wurde er von Konrektor Sebastian Kuhn organisiert. Seit vergangenem Jahr hat er Lehrerin Gülsen Yilmaz das Feld überlassen. Bei diesem Wettbewerb haben alle Schüler der ADS die Möglichkeit, ein Cover für das Hausaufgabenheft zu designen. Ihre Vorschläge werden dann eingereicht und in einem Schaukasten ausgestellt. Da es mit 41 Designs in diesem Jahr eng im Schaukasten geworden wäre, hat Yilmaz 20 der gestalteten Bilder ausgewählt, die es letztlich zur Ausstellung geschafft haben. Alle Schüler konnten anschließend für das Design abstimmen, das ihnen am besten gefallen hat.

Am Freitagmorgen wurden die drei am besten bewerteten Coverzeichner prämiert. Unter 417 Stimmen, die abgegeben wurden, erhielt das Bild von Demetra Radeva aus der Klasse 6aH 39 Stimmen. Sie belegte damit Platz drei. 61 Stimmen und Platz zwei erreichte Cheyenne Andel aus der 6cR. Konrektor Kuhn freute sich besonders: „Zum ersten Mal hat nicht jemand von den älteren Schülern gewonnen, sondern jemand, der noch gar nicht so lang an der Schule ist.“

Den Sieg ergatterte Baran Bozkurt aus der 5cR mit 73 der 417 Stimmen. Wie die beiden anderen Platzierten erhielt auch er einen Gutschein für den Kiosk. Außerdem gewann er für seine Klasse ein Frühstück, das die Schule finanziert. „Dein Cover wird künftig jeder in der Schule in den Händen halten“, lobte Kuhn. Damit hatte er nicht Unrecht, denn zum neuen Schuljahr wird das Hausaufgabenheft, das neben dem Cover auch durch einen Terminkalender mit Daten der ADS und Lehrmaterial wie einer Formelsammlung oder den unregelmäßigen englischen Verben punkten kann, kostenlos an jeden Schüler verteilt.

© VRM GmbH & Co. KG

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/fuenftklaessler-baran-bozkurt-gewinnt-den-cover-contest-der-alfred-delp-schule/

Man lebt schließlich nur einmal

Mit der „Rauschbrille die Pylone umkurven erweist sich schwieriger als gedacht. Foto: Thorsten Gutschalk

Von Vanessa Dörfler

YOLO-DAY Präventionstag an der ADS / Vorbildcharakter für andere Schulen der Region

LAMPERTHEIM – Von Reanimationsübungen bei Discomusik bis zu Entspannung und Meditation, von Gesprächen über Blut- und Organspende bis zum Tanzen von Zumba: Der Yolo-Day an der Alfred-Delp-Schule (ADS) ist bei Schülern, Lehrern und Kooperationspartnern beliebt und war jetzt erneut ein Erfolg. „You only live once – Du lebst nur einmal“ – unter diesem Motto fand bereits zum vierten Mal dieser besondere Aktionstag in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamtes des Kreises Bergstraße an der Realschule statt.

Besonders ist er auch deswegen, weil dieses Projekt nun Vorbildcharakter hat. Sieben Schulen im Kreis Bergstraße orientieren sich mittlerweile am Konzept der Lampertheimer, seit neuestem organisieren sogar drei Grundschulen in Bürstadt, Gadernheim und Viernheim einen solchen Tag in ihren Räumen.

Zum Yolo-Tag kommen einmal im Jahr verschiedene Institutionen an die Schulen, bieten Workshops und Gesprächsrunden an – mit dabei an der ADS waren etwa die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz, aber auch die Drogenberatung Prisma, das Demokratiezentrum und Krankenkassen. Sie alle klärten über Gesundheitsthemen auf. Sylvia Meier, Schulleiterin der ADS, sieht die Idee und ihre Nachhaltigkeit bestätigt: „Die 10. Realschulklassen müssen als Abschlussprüfung eine Hausarbeit und eine Präsentation vorbereiten. In diesem Jahr gibt es Schüler, die sich beispielsweise das Thema ‚Organspende‘ ausgesucht haben und, dies geht auf den Yolo-Tag zurück.“ Diana Stolz, Erste Kreisbeigeordnete und unter anderem zuständig für die Bereiche Jugend und Arbeit, Gesundheit und Verbraucherschutz, hat ebenso positive Rückmeldungen: „Die Kooperationspartner sehen diese Veranstaltung als ungemein wichtig an und berichten mir, wie sehr der Yolo-Tag sie selbst erdet und wie wichtig das Zusammentreffen mit den Kindern und Jugendlichen für ihre Arbeit ist.“

Dass zum Erhalt der Gesundheit verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol gehört, Rauchen krank macht und Energy Drinks sowie Zucker vielleicht lecker, aber unnötig sind – dass scheint auf den ersten Blick klar. Doch was ist mit der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen? Wie wichtig ist im Alltag Zivilcourage und der richtige Umgang mit Medien? Oder einfach nur das richtige Einräumen des Kühlschranks?

Der Landfrauenbezirksverband ist schon seit Anfang an beim Yolo-Tag mit dabei, in diesem Jahr hatten die beiden Bäuerinnen Claudia Jöst und Karin Kreider Unterlagen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft mitgebracht. Sie zeigten den interessierten Jugendlichen ganz simpel, wie Lebensmittel richtig aufbewahrt und haltbar gemacht werden können und warum das für die Gesundheit wichtig ist. „Jedes achte Lebensmittel wird weggeworfen. Wir versuchen, die Schüler für die Ernährung zu sensibilisieren und fordern sie auf, ein gesundes Empfinden für Nahrung zu entwickeln“, erklärte Claudia Jöst.

Theaterworkshop zum Thema Essstörungen

Auf dem Pausenhof war eine Slackline gespannt, und im Kunstsaal versuchten sich die 10 c und die 9 a genauso wie die 5 a an der Zumba-Tanzerei. Biologie und Mathelehrerin Petra Popp hatte den Yolo-Tag gemeinsam mit der Schulleitung und den beiden Lehrerinnen Julija Opacak und Alexandra Dorawa organisiert. Kein einfaches Unterfangen bei 730 Schülern und bei rund 30 verschiedenen Angeboten. Sie selbst war mit ihrer 7. Klasse beim Theaterworkshop gewesen: „Essstörungen sind immer mal wieder ein Problem, das wir beobachten und das wir dieses Mal durch ein Theaterstück und eine anschließende Gesprächsrunde aufarbeiten konnten“, sagte sie.

Der Yolo-Tag muss gänzlich über das Budget der Schule finanziert werden, „der Kreis hat keine Mittel dafür“, erklärte Reinhild Zolg, Gesundheitspräventionsbeauftragte des Kreises. Vieles in der Organisation des Yolo-Tages ist Netzwerkarbeit – nur so könne ein breitgefächertes Programm ermöglicht werden, betonte Schulleiterin Meier.

© Echo Zeitungen GmbH


YOLO-Day 2018

Impressionen vom 14. März 2018

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/yolo-day-2018/

FSJ-Praktikanten gesucht !!!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/fsj-praktikanten-gesucht/

Vor dem Schritt in ein neues Leben

Alfred-Delp-Schule Eltern und Kinder informieren sich beim Tag der offenen Tür

Lampertheim. Für Viertklässler steht dieser Tage eine wegweisende Entscheidung an. Die Wahl der weiterführenden Schule ist für die Kinder nicht weniger als der Schritt in ein neues Leben. Um den künftigen Fünftklässlern das Lampenfieber zu nehmen, hat sich die Alfred-Delp-Schule am Samstagmorgen mit einem zwanglosen Tag der offenen Tür vorgestellt.

Die Lampertheimer Haupt- und Realschule wartete in der Schulmensa zunächst mit einem kurzen Bühnenprogramm auf, durch das die Schüler Daniel und Janni führten. Nach einer mehrsprachigen, internationalen Begrüßung der Sprachintensivklassen hießen die aktuellen Fünftklässler ihre möglichen Nachfolger mit einem englischen Rap und einem Sketch willkommen.

Höhepunkt des Kurzprogramms war die Darbietung der gemeinsamen Lehrer- und Schülerband „The Delps“, die nach ihrer Gründung zum 30-jährigen Bestehen der Schule im vergangenen Jahr mit „Wild Thing“ von „The Troggs“ ihren zweiten Auftritt feierten.

In Abwesenheit der erkrankten Schulleiterin Sylvia Meier begrüßte ihr Stellvertreter Alexander Böhm Eltern und Schüler im Namen der Alfred-Delp-Schule – bewusst in einem legeren „ADS“-Pulli. „Ich habe auch einen Anzug zu Hause“, schmunzelte er. „Auf den habe ich absichtlich verzichtet. Wir wollen uns einander zwanglos und in lockerer Atmosphäre kennen lernen“, so Böhm weiter. Entscheidend sei das gute Gefühl, das Schüler an der Schule haben sollten.

Kinder und Eltern konnten anschließend in getrennten Führungen Schulgebäude und -gelände auf Herz und Nieren prüfen. Dort stellten sich ihnen die Fachschaften vor, um für das „gute Gefühl“ zu sorgen. Während im Französisch-Saal Chansons erklangen, erlebten die Viertklässler im Fachbereich Erdkunde Kontinente mit allen Sinnen. Auch Angebote wie den Schulsanitätsdienst und die Streitschlichter lernten Eltern und Kinder kennen.

Im naturwissenschaftlichen Bereich und in der Sporthalle konnten sich die neugierigen Schüler an Experimenten versuchen oder sich austoben, ehe es in der Mensa ein Wiedersehen mit den Eltern gab. Dort konnte bei Kaffee, Kuchen oder Quiche vom Erlebten berichtet werden, um die Entscheidung für eine neue Schule alsbald zu treffen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/vor-dem-schritt-in-ein-neues-leben/

Entdeckungen beim Tag der offenen Tür in der Alfred-Delp-Schule

Chemieversuche und Basteln mit geometrischen Modellen gehören zum Angebot beim Tag der offenen Tür an der Alfred-Delp-Schule. Fotos: Thorsten Gutschalk

Von Christian Hoffmann

LAMPERTHEIM – Wie von Geisterhand bewegt rollte das kleine weiße Auto über den Tisch. Und parkte zwischen zwei anderen Modellautos passgenau ein. Später ließen die Schüler das eigens zusammengesetzte Automobil, das den Modellnamen „EV-3“ des dänischen Spielzeugherstellers „Lego Mindstorms“ trägt und dessen Hauptkern aus einem digitalen Minicomputer besteht, auf dem Fußboden durch den Saal düsen. „Ich habe eine halbe Stunde dafür gebraucht, das Modellauto zusammenzubauen. Privat bastele ich auch mit Lego-Technik“, erklärte Realschüler Daniel Rakowski.

Am jährlichen Tag der offenen Tür sperrte die Alfred-Delp-Schule, eine Haupt- und Realschule, wieder ihre Unterrichtsräume auf, damit Eltern und Besucher einen Blick in die vielseitige Lampertheimer Lernfabrik werfen konnten.

Von einer geschichtlichen Mitmachaktion mit fiktivem Kleopatra-Interview über „kleine Dialoge“ des Französischkurses bis zum Ausliegen der beiden intern entstehenden und erscheinenden Schülerzeitungen „whAD’S…“ und „Alfreds Blatt“ reichte das abwechslungsreiche Themenspektrum.

In der Mensa rockte zur Eröffnung die Combo „The Delps“, die sich aus Lehrern und einer Schülerin zusammensetzt und den Song „Wild Thing“ von The Troggs interpretierte, krachend und scheppernd. Verbunden mit einem Sprung in die Luft. Zu dieser Rockband gehört Lehrer Sascha Eiselt, der eine selbstgebaute E-Gitarre mit türkisfarbenem Anstrich spielt. „Vor sechs Monaten habe ich mir diese E-Gitarre gebaut, mithilfe von Videoclips auf YouTube und Internet-Foren. Dadurch habe ich viel Geld gespart“, schilderte der Englisch- und Sport-Lehrer hinterher. „Zukünftig wollen wir bei ,The Delps‘ noch mehr Schüler einbeziehen.“ Für ein positives Grundverhältnis zwischen Pädagogen und Heranwachsenden.

In der Lehrküche, die sich im NTZ-Gebäude befindet, dessen Kürzel für „Naturwissenschaftliches Zentrum“ steht, bereiteten derweil Schüler Smoothies für die Besucher zu: ein fruchtiges Modegetränk, angerührt mit Zutaten wie Milch, Bananenscheiben, Himbeeren und Honig. Nach dem Erlernen von Grundlagen veranstaltet die Lehrküche mit den Jugendlichen immer ein Motto-Kochen, mit saisonaler, italienischer oder vegetarischer Küche.

Außerdem dürfen die Kinder der 5. Klasse einen Haushaltsführerschein machen, damit die Zöglinge lernen, wie man Küchengeräte bedient und sauber macht. Somit können die Mädchen und Buben kulinarische Kreativität beweisen und eigene Rezepte schreiben.

Schüler programmieren Fahrzeug in Robotik-Kurs

Mit seinen Händen arbeitet auch Realschüler Daniel Rakowski gerne, der momentan die 10. Klasse an der Alfred-Delp besucht. Aktuell nimmt der Sechzehnjährige an einem Robotik-Kurs teil. Im Rahmen dieses Kurses setzte Rakowski das kleine Lego-Modellauto „EV-3“ zusammen, den Bausatz dafür kann man im Fachhandel für etwa 300 Euro kaufen. Durch rote Ultraschallsensoren verschafft sich das putzige Lego-Auto in seiner Umgebung selbstständig Orientierung.

„Wir haben das Programm für dieses Auto selbst geschrieben“, erklärte Teilnehmer Daniel Rakowski und führte detailliert aus: „Es macht nur sehr einfache Dinge, Windows kann darauf nicht laufen. Das ist ein recht schwacher Prozessor.“ Nach seinem Realschulabschluss im kommenden Sommer wird Rakowski eine Ausbildung zum Industriemechaniker beginnen.

© Echo Zeitungen GmbH

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/entdeckungen-beim-tag-der-offenen-tuer-in-der-alfred-delp-schule/

„Nutzt die Chance, um Jugendhilfeeinrichtungen kennen zu lernen“

31. Projektwoche für Schüler der 8. Klassen in Lampertheim / Informiert in die Zukunft

Die 31. Projektwoche bietet Schülern der 8. Klassen der Hauptschulen in Lampertheim Einblicke in Institutionen, die Jugendarbeit leisten – wie hier die die AWO Schuldenberatung und die Drogenberatung „Prisma”. Heike Bamberg (l.) erläuterte zu Beginn der Projektwoche deren Aufbau und Aufgaben. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Bereits zum 31. Mal startete am Montag die Projektwoche der 8. Klassen in Lampertheim. Die „Kooperation Lampertheim“ , eine Arbeitsgemeinschaft von Institutionen innerhalb der Spargelstadt, die Jugendangebote leisten, bietet den Schülern an drei Tagen die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Jugendhilfeangebote in Lampertheim zu verschaffen und die Institutionen und Mitarbeiter persönlich kennen zu lernen.

„Die Jugendlichen sollen durch eine aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Problemfeldern eigene Standpunkte finden. Außerdem sollen durch den persönlichen Kontakt mit den einzelnen Mitarbeitern Schwellenängste und Vorurteile gegenüber den Institutionen abgebaut werden und die Inanspruchnahme der Hilfe für die Jugendlichen erleichtert werden“, betonte Silke Reis von der Stadtjugendhilfe im Rahmen der Begrüßung der Jugendlichen in der Zehntscheune.

Bürgermeister Gottfried Störmer zeigte sich erfreut, dass die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern den Weg in die Zehntscheune gefunden hatten. „Wir freuen uns, dieses Angebot der sozialen Welt hier in Lampertheim für euch veranstalten zu können, denn es ist uns wichtig, dass ihr eich damit auseinandersetzen könnt. Das Erwachsenwerden ist nicht immer einfach – die hier vorgestellten Institutionen können euch Hilfe geben, damit ihr wisst, an wen ihr euch wenden könnt, wenn ihr Hilfe benötigt.” Dabei betonte Bürgermeister Störmer, dass dies immer in vertraulicher Atmosphäre geschieht. „Diesen Menschen könnt ihr vertrauen, sie sind bei Fragen für euch da. Es ist ein Angebot an euch, teilzunehmen und diese drei Tage interessant zu gestalten. Nutzt diese Chance, um Kontakte zu knüpfen!”

Insgesamt 58 Schüler der 8. Klassen der Alfred-Delp-Schule und der Nibelungenschule Hofheim nehmen in diesem Jahr an der Projektwoche teil. Wegen der geringen Schülerzahl bilden die Jugendgerichtshilfe und die Beratungsstelle des Kreises Bergstraße ebenso eine gemeinsame Gruppe wie Prisma und die Schuldnerberatung, die beiden Einrichtungen der AWO Kreis Bergstraße – ebenso wie Pro Familia und die Jugendförderung. Gemeinsam mit der Jugendberufshilfe des Diakonischen Werkes und dem Jugendkoordinator des Polizeipräsidiums Südhessen gewähren somit wieder zahlreiche Institutionen Einblick in die Arbeit. Diese Einrichtungen lernten die Jugendlichen die einzelnen Institutionen und die Menschen, die dahinter stehen, zunächst kennen. Nach der Vorführung des Films „Coco unter Verdacht” aus der Krimireihe des Kika ging es in die einzelnen Gruppen. Benjamin Kloos

© 2018 TIP-Verlag Lampertheim

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/nutzt-die-chance-um-jugendhilfeeinrichtungen-kennen-zu-lernen/

Neu an der ADS! Realschulabschluss für Hauptschüler!

Nachdem nun das Staatliche Schulamt und der Kreis Bergstraße als Schulträger dem Konferenzbeschluss des Lehrerkollegiums zugestimmt haben, eröffnet die ADS zum kommenden Schuljahr 2018/2019 eine 10. Hauptschulklasse für ihre eigenen, aber auch für Schüler der umliegenden Hauptschulen, die in diesem Jahr voraussichtlich einen qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichen werden.


Weitere Informationen über die Voraussetzungen, Anforderungen, Termine und Umsetzung (klicken sie bitte die entsprechende Grafik an):

(alle Angaben ohne Gewähr)

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/neu-an-der-ads-realschulabschluss-fuer-hauptschueler/

Modernes und zeitgemäßes Lernen auf dem Biedensand-Campus

60 Millionen für Modernisierungsmaßnahme an Lessing-Gymnasium und Alfred-Delp-Schule

So soll der neue Biedensand-Campus rund um LGL und ADS künftig aussehen. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Bildung ist die Grundlage für die Zukunft – und damit die Schüler auch im Ried bestens für die Zukunft vorbereitet werden und perfekte Lernbedingungen finden, wagen Kreis, Stadt und Schulen den großen Wurf: In Lampertheim entsteht der Biedensand-Campus, bestehend aus Lessing-Gymnasium (LGL) und Alfred-Delp-Schule (ADS). Am Montag präsentierten die Beteiligten in einem Pressegespräch den Masterplan und damit verbunden die weiteren Planungen. Eines ist klar: Es wird viel bewegt, Landrat Christian Engelhardt rechnet mit einer Bauzeit von etwa zehn Jahren, auch wenn sich diese aufgrund zahlreicher Umstände nicht genau vorhersagen ließe.

Der Fokus wird eindeutig auf die Modernisierung anstatt auf die Sanierung gelegt. Mit dem geplanten Bau des Biedensand-Campus in Lampertheim wird der Kreis Bergstraße seine bislang größte Modernisierungsmaßnahme im Bereich Schulen durchführen: Bis zu 60 Millionen Euro sollen in den Biedensand-Campus investiert werden.

Campusgedanke wichtig 

„Es ist ein Vorhaben, dass uns allen gemeinsam sehr wichtig ist. Die beiden Schulen sind für die Stadt und die Region von großer Bedeutung, ebenso wie die Biedensandschule und die Elisabeth-Selbert-Schule, die sich ebenfalls auf dem Gelände befinden und in die Planungen des Campus mit einbezogen werden, auch wenn es dort zunächst keine baulichen Veränderungen an den Gebäuden geben wird”, erläuterte Landrat Engelhardt. „Das LGL und die ADS wurden im Investitionsplan weit nach vorne gezogen, weil die Schülerzahlen besonders beim LGL ein Handeln erforderlich gemacht haben. Dadurch ist Raum nötig, dieser ist weder vorhanden noch sind die seitherigen Räume in einem besonders guten Zustand.” Gleichzeitig bestünde die Chance, die Städtebauentwicklung in Lampertheim durch eine Öffnung des Geländes hin zur Stadt und zum Altrhein zu fördern.

Wie der Biedensand-Campus aussehen könnte, das stellten die Vertreter der OPUS-Architektengruppe aus Darmstadt vor. „Wichtig ist uns der Campusgedanke und gleichzeitig die Einbindung der Natur. Das aktuelle Gebiet wird geöffnet und durchlässig, ein Ort an dem man sich wohl fühlt und gerne aufhält.” Vor Ort seien alle Gebäude untersucht worden. Dabei sei rasch klar geworden, dass eine reine Sanierung keinen Sinn mache, sondern dass man einen Neuanfang wagen solle.

Altrheinhalle weicht 

Als erste Maßnahme zur Gestaltung des Campus müsste die Altrheinhalle entfernt werden – diese habe einen großen Sanierungsbedarf der sich in den kommenden Jahren nicht rechne, zudem gebe es viele nicht mehr benötigte Elemente wie die große Tribüne. Durch den Abriss entsteht Platz für einen Neubau des LGL, so dass die Schüler in der Bauphase in ihren bisherigen Räumen unterrichtet werden und nicht in Container umziehen müssten. Für den Schulsport und die Vereine bedeutet dies, dass sie größtenteils in die Hans-Pfeiffer-Halle ausweichen müssen, bis nach Abschluss der Schulneubauten die Dreifeldsporthalle erbaut werden kann. Die Stadtverwaltung wird hierzu rechtzeitig mit den entsprechenden Vereinen Kontakt aufnehmen, sobald die genauen Planungen feststehen.

Landrat Christian Engelhardt (4.v.l.) erörterte den Vertretern der Schulen und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler (2.v.r.) gut gelaunt die aktuellen Planungen Foto: Benjamin Kloos

Neue Gebäude für LGL und ADS

Nachdem Neubau des „neuen” LGL werden die Schüler des LGL relativ schnell einen hochmodernen Unterrichtsraum in einem neuen Gebäude genießen können. Wenn der Umzug erfolgt ist, werden die Schüler des Naturwissenschaftlichen Zentrums (NTZ) in das alte Gebäude des LGL umziehen, bevor das NTZ ebenfalls abgerissen wird. Hier entsteht die neue ADS. Nach der Fertigstellung werden die Schüler aus dem alten LGL in die neuen Räume der ADS ziehen, bevor die „alte” ADS im Anschluss wie auch das alte LGL abgerissen werden. Hier entsteht das Herz des neuen Campus, grün, offen und als Ort der Begegnung gedacht. Gleichzeitig findet hier die Vernetzung zwischen Stadt, Campus und Altrhein statt. Auch eine neue Dreifeld-Sporthalle ist im Anschluss in Planung. Wichtig ist bei der gesamten Maßnahme, dass das pädagogische Konzept mit in die Gebäude und den gesamten Bildungscampus einfließt, wie alle Beteiligten betonten.

Rakete statt Seifenkiste

Dass der neue Campus Teil der Stadtentwicklung sein kann und wird betonte der Erste Stadtrat Jens Klingler. „Gerade saßen wir noch in einer Seifenkiste, jetzt geht es in einer Rakete nicht Richtung Mond, sondern Richtung Mars. Wir wollten, dass an diesem Standort etwas passiert, dass es nun so schnell geht, dafür sind wir sehr dankbar. Die Entwicklung des Campus passt 1:1 in unser städtisches Förderprogramm vom Altrhein bis zum Stadtwald. Ganz wichtig ist, dass wir die Situation rund um den Verkehr gerade zu Schulbeginn entschärfen können. Wir unterstützen dieses wichtige Projekt zu 100 Prozent!”

Im nächsten Schritt werden sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und gemeinsam Ideen zur Umsetzung entwickeln, Kreis, Stadt und die Schulen. „Wir freuen uns mitgenommen zu werden. Es wird sich sehr viel im pädagogischen Bereich tun, gerade was die Einbindung der neuen Gebäude in das pädagogische Konzept betrifft. Wir wollen Eltern, Lehrer und Schüler einbinden. Hier kann etwas tolles entstehen” waren sich die Schulleiterinnen der beiden Schulen, Silke Weimar-Ekdur (LGL) und Sylvia Meier (ADS) mit Blick auf diese „einmalige und historische Chance für Kreis, Stadt und Schulen” einig. Benjamin Kloos

© 2018 TIP-Verlag Lampertheim.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/modernes-und-zeitgemaesses-lernen-auf-dem-biedensand-campus/

Campus Biedensand: Größtes Schulbauprojekt des Kreises nimmt Formen an

Die ADS (links) und das LGL (oben) erhalten in den nächsten zehn Jahren ein neues Gesicht. Archivfoto: Thorsten Gutschalk

Von Vanessa Joneleit

LAMPERTHEIM – Gestern noch in der Seifenkiste, heute schon in der Rakete. Die Worte des Ersten Stadtrats Jens Klingler verdeutlichen ziemlich genau, in welche Dimensionen die Stadt Lampertheim vorstößt, wenn der „Campus Biedensand“ Formen annimmt. Rund 60 Millionen Euro investiert der Kreis Bergstraße, um in der Spargelstadt die bislang größte schulbauliche Maßnahme umzusetzen. Wie die genau aussehen soll, berichteten die Verantwortlichen am Montag im Anschluss an die erste Besprechung der Planungsphase beim Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft. Das Fazit: Alles wird neu.

Die Gruppe „Opus Architekten“ aus Darmstadt arbeitet seit einem Jahr am Projekt „Campus Biedensand“. „Wir wurden mit der Entwicklung eines Masterplans betraut“, erklärte Anke Mensing, deren Team in Lampertheim durchaus brauchbare Voraussetzungen vorfand: ein guter Standort zwischen Stadt und Altrhein und vier Schulen mit unterschiedlichen Schulformen. „Unser Ziel ist es, den Campusgedanken sichtbar zu machen. Wir wollen die Schulen öffnen und eine gemeinsame Mitte schaffen.“ Geplant ist, die erste Bauphase dem Lessing-Gymnasium, die zweite der Alfred-Delp-Schule zu widmen. Die Biedensand- und die Elisabeth-Selbert-Schule werden nicht erneuert, sind aber Teil des Campusgedankens.

 

Im vergangenen Jahr wurden vom Architekturbüro Bestand und Sanierungsbedarf der beiden Schulen erfasst, nach vielen Abwägungen dann der Schluss: Es macht keinen Sinn, in eine Sanierung der Gebäude zu investieren. Wie das Szenario Neubau aussehen könnte, verdeutlichten die Mitarbeiter der Architektengruppe anhand von Skizzen. Angedacht ist, die Altrheinhalle, die bislang als Schulturnhalle und für Vereine genutzt wurde, abzureißen. „Es wäre kaum zu verantworten, diese noch energetisch zu sanieren. Hinzu kommt, dass einige Dinge wie die Tribüne ohnehin nicht mehr benötigt werden“, betonte Mensing. Eine Option, die mehrere Vorteile bringt: Zum einen wird ein großes Baufeld geschaffen, zum anderen entfällt die Notwendigkeit einer Container-Lösung. Es kann parallel zum normalen Schulalltag gebaut werden.

Landrat Christian Engelhardt: „Statt Flur für Flur alles abzuarbeiten, können auf diesem Weg schnell hochmoderne Unterrichtsräume geschaffen werden.“ Und obwohl er für das Gesamtprojekt mit einer grob berechneten Bauzeit von mindestens zehn Jahren rechnet, könnten von dem Neubau schnell die ersten Schülergenerationen profitieren.

Wenn das LGL in den Neubau zieht, so sei laut Architektin Anke Mensing in einer zweiten Bauphase geplant, das Naturwissenschaftliche Zentrum der ADS abzureißen – die Schüler können in der Zwischenzeit wiederum in den alten Räumen des LGL unterkommen. „Dann haben wir die Möglichkeit, einen echten Campus zu schaffen“, betonte die Architektin, die sich eine große gemeinsame Grünfläche als Herzstück des Campus’ vorstellt.

Engelhardt betonte, dass der Campus nicht alleine den Schulen diene, sondern sich in das städtebauliche Entwicklungskonzept der Stadt füge. Ein Thema werde auch der Verkehr rund um die Schulen, der in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt hatte. „Wenn wir alles neu machen, können wir auch hierfür eine Lösung finden. Das funktioniert aber nur, wenn die Stadt mitmacht“, so der Landrat.

Bevor die Architekten mit genaueren Planungen beginnen, befinden sich die Beteiligten allerdings in der Planungsphase null. Heißt: In moderierten Runden sollen Kreis, Schulen und Stadt an einen Tisch geholt und gemeinsam über genaue Vorstellungen beratschlagt werden. „2018 haben wir erst mal für diese Planungsphase null reserviert“, betonte Engelhardt. Sei diese abgeschlossen, könnten sich dann die Architekten ans Werk machen. Das Bauprojekt ist dringend nötig, weil die Schulen aufgrund steigender Schülerzahlen in der Vergangenheit verstärkt mit Raumnot zu kämpfen hatten. Auch die bauliche Substanz und die energetische Ausstattung können die Anforderungen nicht mehr erfüllen.

© VRM GmbH & Co. KG

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.ads-lampertheim.com/campus-biedensand-groesstes-schulbauprojekt-des-kreises-nimmt-formen-an/

Load more