Werbung für Organspenden

Von Vanessa Joneleit

ALFRED-DELP-SCHULE Kreisbeigeordnete Diana Stolz wünscht sich mehr Aufklärung

LAMPERTHEIM – Über 10 000 Menschen warten in Deutschland auf ein Organ. Die Zahl der Spenden ist zwischen 2010 und 2017 allerdings um zehn Prozent zurückgegangen, hat mittlerweile einen Tiefstand erreicht. „In Hessen sind die Zahlen glücklicherweise noch nicht rückläufig. Als Kreisgesundheitsdezernentin ist es mir dennoch ein Anliegen, für Aufklärung zu sorgen und die Menschen dahingehend zu sensibilisieren, zumindest eine Entscheidung zu treffen“, sagt Kreisbeigeordnete Diana Stolz. Anlässlich des Tags der Organspende hat der Kreis Bergstraße daher in Zusammenarbeit mit der Alfred-Delp-Schule wieder einen Aktionstag veranstaltet.

  • AUSWEISE
    Der Tag der Organspende ist ein Aktionstag, der seit 1983 jedes Jahr am ersten Samstag im Juni stattfindet. Selbsthilfegruppen, Patientenverbände und Stiftungen informieren an diesem Tag rund um das Thema Organspende und verteilen Spenderausweise. (vjo)

 

Betroffene schaffen Nähe zum Thema

Neunt- und Zehntklässler der Schule erfuhren im Rahmen des Aktionstags alles Wissenswerte rund ums Thema Organspende. Dafür sorgten beispielsweise Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, aber auch Betroffene. Uwe Korst war zwei Jahre lang Dialysepatient, bevor er eine Niere als Lebendspende von seiner Frau erhielt. Auch Patricia Meurer ist Dialysepatientin. „Wenn man die Erzählungen von Menschen hört, die es direkt betrifft, dann schafft das nochmal eine ganz andere Nähe zum Thema“, berichtete Schulsprecherin Theodora Nikolakopolou, „im Alltag haben die meisten von uns ja eher wenig Berührungspunkte mit diesem Thema.“

Schulleiterin Sylvia Meier betont, dass es generell ein großes Anliegen der Schule sei, Präventionsarbeit zu leisten, vor allem, was gesundheitliche Themen angeht. „Kinder und Jugendliche sollen sich mit solchen Themen auseinandersetzen und vielleicht dazu animiert werden, eine Entscheidung zu treffen.“ Das sieht Diana Stolz genauso. „Nicht zuletzt ist eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende, die im Ausweis dokumentiert wird, auch eine ungemeine Hilfe für die Familie, falls es wirklich mal zu einem Unglücksfall kommen sollte.“ Wenn Angehörige mit der Entscheidung alleine gelassen würden, gebe es fast keine größere Bürde.

© VRM GmbH & Co. KG


Gemeinsame für Aufklärung in Sachen Organspende (von links): Ulrich Bergmann von der DRK Bergstraße, Dr. Walter Seelinger vom Gesundheitsnetz GALA, Gesundheitsdezernentin Diana Stolz, Organspende-Empfänger Uwe Korst, Schulsprecherin Theodora Nikolakopolou, Dialysepatientin Patricia Meurer, Jens Klingler (Erster Stadtrat Lampertheim) sowie Schulleiterin Sylvia Meier.

 

weitere Informationen auf der Seite des Kreises Bergstraße

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