Entscheidungen in der Nachspielzeit

Alfred-Delp-Schule: Abschlussfeier für Haupt- und Realschulabsolventen in die Nähe des EM-Fußballturniers gerückt

Von unserem Mitarbeiter Jürgen Klotz

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Haben ihre individuelle Klasse hin und wieder aufblitzen lassen: die ehemaligen Schüler der Alfred- Delp-Schule.

© jkl

Lampertheim. Bei Abschlussfeiern sind die Blicke meist zurückgerichtet. Das war nicht anders, als die Alfred-Delp-Schule ihre Haupt- und Realschulabsolventen verabschiedete. In der Hans-Pfeiffer-Halle bereitete man den Abgängern eine große Bühne. Eltern, Lehrer und Freunde waren gekommen, um dabei zu sein, als die 108 Schüler ein langjähriges Kapitel schlossen und dem Berufsleben einen Schritt näher kamen.

Nach einem gemeinsamen Abschiedsfoto, aufgenommen auf der Tribüne des benachbarten Adam-Günderoth-Stadions, begann der offizielle Teil mit einer originellen Begrüßung durch Schulleiterin Sylvia Meier und den stellvertretenden Schulleiter Alexander Böhm. Zeitgemäß im Stil eines Fußball-EM-Interviews geführt, passten die beiden das einschlägige Schulvokabular an das der medial geschulten Profikicker an. Die vier Jahre Grundschule bezeichnete Meier als Vor-, die Realschulklassen als K.O.-Runde.

Böhms Dank galt dem Trainerteam. Er erinnerte an einige unschöne Szenen, die nichts mit Lernsport zu tun gehabt hätten und daran, dass individuelles Lerntraining zu Hause unverzichtbar für eine Ausübung auf hohem Niveau sei. Unbeliebt bei den Schülern war generell die Position des Sechsers, die stets zu reflexartigen „Trainer-raus-Rufen“ geführt hätten. Positiv hob Böhm den Teamgeist der Mannschaft hervor, in der ab und an auch die individuelle Klasse aufgeblitzt wäre und unnötige Einzelaktionen immer seltener vorgekommen seien.

Wichtig bei dem engmaschigen Unterrichtsstoff: Schnelles Umschalten, gute Chancenverwertung und das Beherrschen von Lernstandards. Entscheidendes sei oft in der Nachspielzeit passiert, Vollpfosten und Nackenschüsse habe man ebenso beklagen müssen. „Insgesamt waren die Erfolge beachtlich und deshalb fährt der Kader nun in den wohlverdienten Urlaub“, so Böhm.

Danach ging es an die Ausgabe der Zeugnisse. Die einzelnen Klassen erhielten auf der Bühne dazu eine weiße Rose und viel Applaus. Darüber hinaus nutzten sie die Gelegenheit, sich bei ihren Lehrern zu bedanken. „Danke für die vielen Jahre, wir werden Sie vermissen“, war ebenso zu hören wie ein Loblied auf die Pädagogen als „Vorbild und Wegweiser“. Schulsprecher Martin Neumann sprach von einer „sechsjährigen Herausforderung mit besonderen Momenten“. „Mein Dank geht an die Personen, die es fünf Tage die Woche mit uns aushalten mussten und die unser Bestes wollten“, sagte Neumann.

Torben Ruck schaute auf eine erste gemeisterte Etappe zurück. „Am Ende des langen Weges trauert man der Schule fast nach“, gab er zu bedenken, dass es hierbei nicht nur um theoretische Dinge, sondern darüber hinaus um die Reifung der Persönlichkeit ging. Einen Blick nach vorne wagte er außerdem. Auf Lernen folge Weiterlernen. Es komme darauf an, sein Leben immer stärker in die eigenen Hände zu nehmen.

Die Klassenlehrerinnen unterhielten mit einem Schul-Abc – von A wie „abschreiben“, oder E wie „Entschuldigung“, über H wie „Handy“ bis I wie „immer ich“. Der Ausklang erfolgte am späten Abend mit einer musikalisch untermalten Diashow, die einige Ereignisse der zurückliegenden Jahre Revue passieren ließ.

© Südhessen Morgen, Freitag, 01.07.2016

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