Es darf gematscht werden!

Schüler der Alfred-Delp-Schule realisieren neuen Matschspielplatz im Freibad der Biedensand Bäder

Am Freitag wurde noch fleißig gebaut: Dank des Engagements der Alfred-Delp-Schüler können Kinder wieder auf dem Matschspielplatz im Freibad spielen. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Fröhliche Kinder, die nicht nur im Wasser toben, sondern ausgiebig mit dem nassen Element in Verbindung mit Sand und Matsch spielen – dies ist nun wieder im Freibad der Biedensand Bäder möglich. Denn im Rahmen einer AG haben fünf junge Schüler des Realschulzweiges der Alfred-Delp-Schule (ADS) mit ihrem Lehrer David Wolf von Oktober vergangenen Jahres an wöchentlich geschraubt, gesägt und gehämmert, um in Eigenregie einen neuen Matschspielplatz zu erstellen. Am Dienstag vergangene Woche wurde dieser fertig gestellt, am Freitag im Freibad installiert und eingeweiht.

Paul Giffhorn, Pascal Hoffmann, Dominic Lewandowski, Kamil Pachota und Nils Steinhauser waren außerschulisch in der AG Matschplatz engagiert und haben mit Freude und viel Handarbeit ein auch optisch äußerst gelungenes Spielgerät geschaffen. Dabei standen lediglich eine Handkreissäge und ein Akkuschrauber zur Verfügung, geschliffen wurde alles mit der Hand.

Beim Team der Biedensand Bäder war die Freude über das Engagement riesig. „Vielen Dank für die tolle Arbeit”, bedankte sich Bärbel Kronauer stellvertretend bei den Schülern und überreichte ihnen eine Jahreskarte für das Freibad. Zudem standen für die die Pausen Getränke und Snacks bereit. Die Idee für diese besondere Zusammenarbeit zwischen Bädern und Schule entwickelte sich im Team der Biedensand Bäder. Denn der TÜV hatte den ehemaligen Matschspielplatz als nicht mehr kindgerecht beanstandet – „wir wollten aber unbedingt eine neue Anlage für unsere jungen Besucher”, betonte Bärbel Kronauer. Im Rahmen einer Begehung vor Ort kam die Idee auf, eine Schreinerberufsschule um Unterstützung zu bitten, um Kosten zu sparen. Da jedoch auch die ADS Unterricht im Bereich Werken anbietet, lag es nahe, zunächst innerorts nachzufragen. „Die Schule hat sich sofort bereit erklärt, toll, dass sich diese fünf Schüler direkt zur Verfügung gestellt haben.”

Werkzeug benötigt

Nebenbei war die Arbeit natürlich auch eine gute Vorbereitung auf handwerkliche Berufe. In diesem Sinne ist die ADS in der Lage, auch künftig weitere sinnvolle Projekte in der Spargelstadt und der Region zu verwirklichen – wer eine Idee hat, kann gerne bei der Schulleitung anfragen. Allerdings ist die Ausstattung der Schule, die neben Arbeiten im Bereich der Holztechnik ab dem kommenden Schuljahr auch Metalltechnik anbietet, im Bereich Werken derzeit nicht ideal. Und so würden sich Schule und Schüler über Spenden aus der Bevölkerung und der Lampertheimer Wirtschaft freuen, beispielsweise in den Bereichen Werkzeug oder Elektronik. Daneben fehlt ein Waschbecken und auch der Bodenbelag im Werkraum ist nicht für die anfallenden Tätigkeiten geeignet. Wer hier unterstützen möchte, kann sich ebenfalls an die Schulleitung der ADS wenden. Benjamin Kloos

© 2017 TIP-Verlag Lampertheim

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