KOOPERATIONSTREFFEN Drittklässler der Goetheschule lernen Schulzentrum West kennen

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Zunächst begrüßten die Schulleiter der vier Schulen – Sylvia Meier, Edith Sperling-Sesin, Silke Weimar-Ekdur und Gabriele Polzin (von links) – die vier dritten Klassen in der Mensa der Alfred-Delp-Schule. Fotos: AfP Asel

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Von Vanessa Joneleit

LAMPERTHEIM – Mit vier weiterführenden Schulen ist das Schulzentrum West in Lampertheim durchaus als Besonderheit anzusehen. Campusähnlich liegen die Biedensandschule, die Alfred-Delp-Schule (ADS), das Lessing-Gymnasium und die Elisabeth-Selbert-Schule so dicht beisammen, dass Verknüpfungspunkte wie beispielsweise eine gemeinsame Schulsozialarbeit bestehen können. Zum ersten Mal war es Drittklässlern der Goetheschule am Mittwoch möglich gewesen, alle Schulen des Schulzentrums näher kennenzulernen. Wie Sylvia Meier, Schulleiterin der ADS, im Gespräch mit unserer Zeitung betont, sei die Idee zum Pilotprojekt bei einer der regelmäßig stattfindenden Schulverbundssitzungen aufgekommen.

„Die dritten Klassen behandeln im Sachkundeunterricht alle irgendwann das Thema ,Lampertheim, meine Stadt‘. Da hatten wir die Idee, dass es sinnvoll sein könnte, den Drittklässlern das Schulzentrum einfach mal näher vorzustellen und zu zeigen, dass es sich dabei um einen besonderen Bestandteil der Stadt handelt“, erklärte Meier. Das Vorhandensein von vier weiterführenden Schulen stelle in der Region eine Ausnahme dar, auf die man durchaus stolz sein könne.

In Kleingruppen eingeteilt, durften die vier dritten Klassen am Mittwoch in jede Schule schnuppern. Angeleitet wurden sie dabei von Schülern der jeweiligen Schule, die zunächst von der Mensa der ADS als Treffpunkt die jeweilige Schule ansteuerten, dort eine Führung über das Gelände boten und dann zu verschiedenen Mitmachaktionen luden.

So lockten in der Biedensandschule Kletterwand und -gerüst, ein Besuch der Forscherwerkstatt, des Werkraums und der Küche. Der Schwerpunkt sollte dort auf der Berufsorientierung liegen. In der ADS bereiteten die Drittklässler unter Anleitung von Selma Berg Beeren-Bananen-Smoothies zu und versuchten, mithilfe von Kapla-Stäben eine Brücke zu bauen, die das Gewicht eines Buchs aushält.

Werkstätten wurden auch in der Elisabeth-Selbert-Schule besucht, mit einer Pustetechnik wurden dort mit Farbe besondere Plakate hergestellt. Im Lessing-Gymnasium beinhaltete die Erkundungstour auch einen Besuch der Mediothek, außerdem stand ein Besuch des Oberstufenunterrichts auf dem Programm.

„Wir hoffen, dass die Kinder durch den Rundgang nicht nur erkennen, wie besonders das Schulzentrum ist, sondern dass sie auch den gravierenden Unterschied zwischen der kleinen, behüteten Grundschule und dem großen Areal hier sehen, auf dem insgesamt weit über 3 000 Schüler unterwegs sind“, betonte Meier. Alle Lehrer seien gespannt, wie das Projekt bei den Schülern ankomme. Sollte es sich bewähren, sei eine Fortsetzung mit weiteren Drittklässlern aus der Spargelstadt durchaus angedacht.

Dass man auf das Schulzentrum West durchaus stolz sein kann, das betonte auch Erster Stadtrat Jens Klingler. Er begleitete das Projekt am Vormittag und sprach von einem sehr guten Ansatz.

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