Noch nie so viele Betriebe dabei

bo-boerse-teaser2

Bei der Berufsinformationsbörse können sich die Schüler mit Ausbildungsbetrieben bekanntmachen. Archivfoto: AfP Asel

Von Oliver Lohmann

BERUFSORIENTIERUNG Zum 25. Mal organisiert Rotary-Club die Informationsmesse in der Alfred-Delp-Schule

LAMPERTHEIM – Nicht nur der Alfred-Delp-Schule (ADS), sondern auch dem Rotary-Club (RC) Lampertheim ist es wichtig, junge Menschen mit der Arbeitswelt in Kontakt zu bringen. Der beste Beweis dafür ist die einmal jährlich stattfindende Berufsinformationsbörse. Am Samstag, 8. Oktober, findet diese Kontaktbörse bereits zum 25. Mal in der ADS statt.

Auf das Jubiläum sind die Lampertheimer Rotarier als die Organisatoren der Berufsinformationsbörse zurecht stolz. Und zur 25. Auflage gibt es auch einen Teilnehmerrekord: 31 Ausbildungsbetriebe aus der Region haben ihr Kommen zugesagt. Bisher waren es zwischen 20 und 25. „Wir haben einen ganzen Blumenstrauß an Branchen bei der Berufsinformationsbörse: Industrie, Handwerk, Dienstleistungsbetriebe, Behörden“, gab Lothar Litters, beim RC Lampertheim für den Berufsdienst zuständig, bei einem Pressegespräch am Dienstag seiner Freude Ausdruck. Unter anderem sind große Unternehmen wie John Deere, Fiege und BASF dabei, aber auch die Stadt Lampertheim, die Polizei und die Bundeswehr. Zum ersten Mal sind die Firmen KSB aus Frankenthal und Sirona aus Bensheim mit von der Partie, aber auch zwei örtliche Metallbetriebe.

 

Litters machte deutlich, dass die heimischen Unternehmen auf Auszubildende angewiesen sind und daher gerne die in der Region einzigartige Berufsinformationsbörse an der ADS nutzen, um Kontakte zu potenziellen Lehrlingen und Praktikanten zu knüpfen.

„Die Zahl der Schüler wird künftig sinken. Und dann gibt es noch den Trend zu Gymnasium und Studium. Irgendwann wird es kaum noch Azubis für den Mittelstand geben“, prognostizierte Lothar Litters. Daher solle den Betrieben die Möglichkeit gegeben werden, ihre Wünsche zu formulieren und zugleich die Ausbildung in der Region gefördert werden. Nicht nur durch Gespräche mit den ADS-Schülern, sondern auch bei einer Diskussion im Anschluss an die Berufsinformationsbörse um 12 Uhr. Beim Forum soll unter anderem über die Zukunft der dualen Ausbildung gesprochen werden“, erläuterte Litters. Das heimische Handwerk soll darlegen, was es bereits jetzt macht, um einen drohenden Fachkräftemangel zu verhindern. Auch die Frage, wie der Rotary-Club künftig die Börse gestaltet, soll thematisiert werden. Schließlich soll auch die ADS bei der Diskussion deutlich machen, was sie noch plant, um junge Menschen und den hiesigen Mittelstand zusammenzubringen. Ronald Jäckel von der IHK Darmstadt soll das für eine Stunde angesetzte Forum moderieren. Alexander Böhm, stellvertretender Schulleiter der ADS, betonte die Sinnhaftigkeit der Berufsinformationsbörse und dankte dem RC für das Engagement, das die Schule gar nicht leisten könnte: „Das läuft klasse. Die Börse ist das Goldstück in Sachen Berufsorientierung.“

Es sei erfreulich, dass die Unternehmen in steigender Zahl an die ADS kämen. „Für die Schüler ist das positiv, sie stellen fest, sie werden gebraucht“, meinte Böhm. Da der Besuch für die Klassenstufen acht bis zehn verpflichtend ist, sei auch gesichert, dass Schüler und Firmen zusammenkommen. Sollten Lampertheimer Schüler bei Firmen in ihrer Stadt eine Lehrstelle bekommen, sei das besser, als wenn sie versuchen müssten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in andere Städte zu gelangen.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.ads-lampertheim.com/noch-nie-so-viele-betriebe-dabei/