Von den Älteren lernen

Tag_der_offenen_Tür_2015

Neben der Lehrerschaft und den einzelnen AGs stellten sich auch die Mitglieder der Schülervertretung den Besuchern vor.
Foto: AfP Asel

 

Von Vanessa Joneleit

ALFRED-DELP-SCHULE Tag der offenen Tür ermöglicht Einblick in den Schulalltag

LAMPERTHEIM – Damit sich die jetzigen Viertklässler ein Bild davon machen konnten, wo sie ab Sommer vielleicht schon die Schulbank drücken, veranstaltete die Lampertheimer Alfred-Delp-Schule (ADS) am Samstagvormittag einen Tag der offenen Tür. Bei Führungen durchs Schulgebäude hatten Schüler und Eltern die Möglichkeit, alle Räumlichkeiten zu besichtigen, Näheres über den Schulalltag und die Strukturen der Haupt- und Realschule zu erfahren und persönlich Fragen an Schulleitung und Lehrkräfte zu richten.

Eingestimmt wurden die Besucher, die sich bereits am Morgen zahlreich in der Mensa versammelt hatten, durch ein abwechslungsreiches Eröffnungsprogramm, das von den Schülern selbst gestaltet wurde. Ein englisches Theaterstück, ein Lied, das von den Schülern der Sprachintensivklasse gesungen wurde, und eine lustige Variante des Märchens Aschenputtel, das von den Jugendlichen der Theaterwerkstatt präsentiert wurde, sorgten für eine unterhaltsame Eröffnung. Die Idee, dass den potenziellen Neulingen der Schulalltag vor allem von den jetzigen Schülern selbst vorgestellt wird, zog sich unterdessen durch den ganzen Vormittag. So wurden die Viertklässler von Schülern der ADS durch die Gebäude geführt, während sich die Erwachsenen dem Schulleitungsteam um Schulleiterin Sylvia Meier anschließen konnten.

„Danke für die tolle Bühnenshow“, lobte Meier die Schüler und begab sich sodann mit den Eltern auf den Weg durchs Schulgebäude. Von der Bibliothek, in der die Schulleiterin vor allem darauf verwies, dass innerhalb des letzten Jahres neue Bücher im Wert von 2 000 Euro angeschafft worden waren, führte der Weg weiter zum ersten Klassensaal. Hier klärte Meier die Eltern über das Angebot der Ganztagesklasse auf, das in diesem Schuljahr erstmals bei einer fünften Klasse habe umgesetzt werden können. Das Angebot richte sich vorrangig an berufstätige Eltern und beinhalte neben dem normalen Unterricht gemeinsame Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung sowie einen festen AG-Tag. In den Räumlichkeiten der Intensivklasse, die sich an Jugendliche mit Deutsch als Zweitsprache richtet, wurden unter anderem verschiedene Lernspiele vorgestellt. Die Schüler könnten meist noch kein Wort Deutsch, wenn sie in diese Klasse kämen. Gemeinsam wage man sich dann mit Memories, Quartetts und anderen Wissensspielen an die Sprache heran. Auch Spiele wie „Stadt, Land, Fluss“, bei dem statt nach Städten nach Fachvokabular der unterschiedlichen Fächer gefragt wird, sorgten dafür, spielerische Anreize zu schaffen.

Selbst aktiv wurden die Schüler der ADS dann beispielsweise in der Französischklasse: Kurze Begrüßungs- und Restaurantszenen, die von den Siebtklässlern vorgesprochen wurden, sollten einen Überblick über die Möglichkeiten des Wahlpflichtunterrichts schaffen. Auch die Schüleraustauschprogramme mit Ermont und Dieulouard fanden hier Erwähnung. Während man in den Deutschklassen Näheres über den Lehrplan erfahren und sich über die Schülerzeitung erkundigen konnte, setzte man im Naturwissenschaftlich-Technischen Zentrum vor allem auf Experimente. Im Chemiesaal weckten so beispielsweise ein Rotkohlindikatortest und die Papierchromatografie, bei der Filzstifte in ihre unterschiedlichen Farben zersetzt wurden, das Interesse der Schüler.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

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„Wahre Nächstenliebe gelebt“

Pater Alfred Delp wurde am 2. Februar 1945 hingerichtet.

Alfred Delp

Foto: AfP Asel

70. Todestag des Lampertheimer NS­-Widerständlers Alfred Delp

LAMPERTHEIM ­ (ulm).

„Es sollen einmal andere besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind.“ Das sagte einmal der NS­Widerständler Pater Alfred Delp. Der gebürtige Lampertheimer wurde am 2. Februar 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet. Die Stadt Lampertheim, die Alfred-­Delp-­Schule und die St.­ Andreas­-Gemeinde gedenken seiner an seinem 70. Todestag. Alfred Delp wurde am 15. September 1907 als Sohn der katholischen Hausangestellten Maria Bernauer und des evangelischen kaufmännischen Angestellten Johann Adam Friedrich Delp geboren. Delp besuchte zwar die evangelische Volksschule, wurde von der Mutter aber immer mit in die katholische St.­Andreas­Kirche genommen. Dem damaligen Pfarrer Johann Unger fiel die Intelligenz und der bewusste Glauben des Buben auf. Er ermöglichte ihm die Aufnahme in das bischöfliche Konvikt in Dieburg, wo er später das Abitur machte. Im Frühjahr 1926 trat Delp in den Jesuitenorden ein und erfuhr elf Jahre später in der St.­Andreas­Kirche die Priesterweihe. 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet, angeblich, weil er sich mit dem Hitler­Attentäter Claus Schenk von Stauffenberg getroffen hatte. Alfred Delp musste sich im Gefängnis vielen Verhören unterziehen, wurde dabei auch misshandelt und verprügelt. Später verlegte man ihn in das Gefängnis Berlin­Tegel, wo er im Dezember 1944 die Ewigen Gelübde ablegte. Am 11. Januar 1945 wurde er von Roland Freisler, dem Präsidenten des nationalsozialistischen Volksgerichtshofes, wegen Hoch­ und Landesverrats zum Tode verurteilt und am 2. Februar in Berlin­Plötzensee am Strang hingerichtet.

GEDENKEN IN LAMPERTHEIM

Die Alfred-­Delp-­Schule gedenkt Pater Delp durch einen Blumengruß in der Kapelle und eine Durchsage beziehungsweise einen Verweis auf den Todestag am schwarzen Brett. In der St.­Andreas-­Gemeinde gibt es am Montag, 2. Februar, um 9 Uhr einen Gottesdienst in der Alfred­Delp­Kapelle. Die Stadt Lampertheim lädt zu einer Gedenkstunde am Montag um 14 Uhr auf den Europaplatz (Römerstraße 104) ein. Nach Delp wurde in Lampertheim eine Schule benannt, auch ein Platz trägt seinen Namen. Was hat uns Alfred Delp heute noch zu sagen? Das fragten wir prominente Lampertheimer. Bürgermeister Gottfried Störmer sagt: „Ich habe Hochachtung vor Pater Alfred Delp, weil er, obwohl er unter (politischem) Druck stand, seine eigene Meinung vertrat und diese auch unter der Aussicht, sein Leben zu verlieren, nicht aufgegeben hat.“ Darüber hinaus findet Störmer bedeutend, dass er an der Konstruktion eines neuen Deutschlands (nach dem Ende der NS­Herrschaft) beteiligt war und somit eine Alternative aufzeigte. „Heute sehen wir etliche Menschen, die etwas nicht wollen, eine Alternative aber nicht aufzeigen.“ „Wenn ich an Pater Delp denke, sehe ich das Hofgut Kreisau in Polen vor meinen Augen. Menschen, die wahre Nächstenliebe gelebt haben. Ohne diese Menschen wäre dieses schreckliche Geschehen noch weit schlimmer gewesen. Und es zeigt, dass man Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe oder Religion beurteilen soll. Jeder Mensch verdient es, mit Respekt behandelt zu werden“, betont Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass. Delps christliche, soziale Weltanschauung machte ihn zum Opfer des Nationalsozialismus. Für Stass ist Alfred Delp daher eine starke Persönlichkeit, der seinen Glauben nicht verraten hat. „Ich wünsche mir, dass wir Pater Delp und sein Wirken und das Wirken seiner Freunde nicht vergessen. Heute mahnt er uns dazu, vertriebene Menschen zu verstehen und ihnen zu helfen, damit ihr Leben in einer fremden Welt einigermaßen erträglich wird. In einer sehr von Egoismus geprägten Zeit mahnt er uns, das Miteinander zu hegen und zu pflegen“, urteilt die Sozialdemokratin Stass.

Wer etwas über Alfred Delp wissen will, kann sich an Geistlicher Rat Pfarrer Peter Hammerich von der St.­ Andreas­Gemeinde wenden. Hammerich hat auch eine Broschüre über Delp verfasst. Der Geistliche Rat betont: „Alfred Delp ist für seine Meinung, seinen Glauben, seine Überzeugung gestorben. Er steht für jemanden, der standhält.“

Ist Alfred Delp Thema im Unterricht der nach ihm benannten Alfred-­Delp­-Schule? Schulleiterin Sylvia Meier sagt: „Unterrichtsthema ist er zeitweise, nicht unbedingt ausschließlich am Todestag. Bei Projekttagen beschäftigen sich Klassen oder Kurse mit Alfred Delp, und in der letzten Schülerzeitung gab es einen umfangreichen Artikel zu unserem Namensgeber.“ Im Verwaltungstrakt der Schule gibt es einen Schaukasten, der ganz Alfred Delp gewidmet ist und der von Schülern gestaltet wird. In der jüngsten Schülerzeitung der Alfred­Delp­Schule heißt es über Delp: „Während seines Lebens setzte Alfred Delp sich für Juden und für Menschenrechte ein. Er ist ein echtes Vorbild. Wir sind daher stolz, dass unsere Schule nach ihm benannt wurde und finden sein Leben und sein Wirken richtig cool!“

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Von Schülern für Schüler

Von Elfi Hofmann

 

ADS Erste Schülerzeitung ist ab heute im Verkauf / Auch die Offenbacherin Tucge ist ein wichtiges Thema

schülerzeitungSylvia Meier (untere Reihe, 2. von rechts) und Sina Motamedi (obere Reihe, 1. von rechts) mit der Schülerzeitungs-AG.
Foto: AfP Asel

LAMPERTHEIM – Eine gute Zeitung braucht mitreißende Texte, individuelle Bilder und natürlich einen Namen, der im Gedächtnis bleibt. Mit „whAD’S“, der druckfrischen Schülerzeitung der Alfred-Delp-Schule (ADS), ist all das gelungen.

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„FranceMobil“ – Spielerisch Interesse wecken

France_MobilHélène Bari macht die Sechstklässler mit den Anfängen der französischen Sprache vertraut.

Foto: AfP Asel

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In fremde Welten entführt

Alfred-Delp-Schule: Klassen- und Schulsieger des Lesewettbewerbs ermittelt / Can Ayric überzeugt vor allem bei unbekanntem Text

Von unserem Redaktionsmitglied Isabell Boger

Vorlesewettbewerb 2014

Lampertheim. Maya muss als Letzte ran. Mit etwas zittrigen Händen zieht sie das Headset über den Kopf. Über das Pult, das vor ihr steht, kann sie kaum hinwegschauen. Sie ist eine der Kleinsten der sieben Sechstklässler, die an diesem Tag aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen. Es ist der Tag, an dem an der Alfred-Delp-Schule (ADS) die Klassen- und Schulsieger des Lesewettbewerbs ermittelt werden.

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VERSAMMLUNG Förderverein der Alfred-Delp-Schule komplettiert Vorstand

Von Vanessa Joneleit

Förderverein2014Detlev Reppert, Sabine Lang, Tanja Simonis, Simone Föry (hinten, von links), Konrektor Horst Tausend, Schulleiterin Sylvia Meier und Sabine Kreher (vorne, von links).
Foto: AfP Asel

LAMPERTHEIM – 585 Schüler besuchen derzeit die Lampertheimer Alfred-Delp-Schule (ADS). 89 Mitglieder umfasst der Förderverein der Haupt- und Realschule, acht Mitglieder dieses Vereins haben sich am Mittwochabend zur außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Schulmensa eingefunden – ein äußerst dürftiges Ergebnis, wenn man die Relationen betrachtet.

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Jugendhilfeeinrichtungen besser kennen lernen

10. Realschulprojekttag für Schüler der 8. Klasse in Lampertheim / Informiert in die Zukunft

webProjekttag

LAMPERTHEIM – Bereits zum zehnten Mal fand am Montag der Projekttag für Schüler der 8. Klassen der Realschulen in Lampertheim statt.  Die „Kooperation Lampertheim” , eine Arbeitsgemeinschaft von Institutionen innerhalb der Spargelstadt, die Jugendangebote leisten, bietet den Schülern an diesem Tag die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Jugendhilfeangebote in Lampertheim zu verschaffen und die Institutionen und Mitarbeiter persönlich kennen zu lernen. Der Realschultag ist eine Initiative, die aus der Projektwoche für Hauptschüler hervorgegangen ist und an der seit 2005 rund 600 Schüler teilgenommen haben.

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