Riesiges Spielmobil für junge Forscher

Innotruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung besucht die Lampertheimer Alfred-Delp-Schule

Baver und Diljin (von links) sind von den Virtual-Reality-Brillen begeistert. Foto: Thorsten Gutschalk

LAMPERTHEIM – (chh). In diesem wuchtigen Gefährt bewegt sich geballtes Wissen durch das Land: Wie können Roboter mit Menschen zusammenarbeiten, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und zu beschleunigen? Wie funktioniert die intelligente Schutzjacke eines modernen Feuerwehrmanns? Wie sieht es innerhalb einer menschlichen und einer pflanzlichen Zelle aus? Solche Fragen und viele mehr konnten die Besucher des Innotrucks des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf den Grund gehen, der im Schulhof der Alfred-Delp-Schule gastierte. Zum Abschluss war der wissenschaftliche Lastwagen nicht nur für die Mädchen und Jungen geöffnet, sondern für die breite Bevölkerung.
 
100 Quadratmeter auf zwei Etagen
 
Auf einer Fläche von 100 Quadratmetern, die sich im Innotruck auf zwei Etagen verteilen, durften die Schülerinnen und Schüler rund 80 Exponate ausprobieren und spielerisch den Zugang zu komplexen Forschungsgebieten finden. Wie lautet der aktuelle Stand der internationalen Entwicklung? Flachbildschirme und drei VR-Brillen geben an mehreren Stationen detailliert Auskunft über fortschrittliche Themen wie zivile Sicherheit, gesundes Leben, intelligente Mobilität und innovative Arbeitswelt. „Wir waren Anfang April mit dem Truck auf der Hannover-Messe, nächste Woche werden wir in Berlin sein“, erklärte der wissenschaftliche Projektbegleiter Torben Schindler. „Mit diesem Truck besuchen wir über 70 Standorte im Jahr, von Haupt- über Realschulen bis Gymnasien und Fachhochschulen“, schilderte der Chemie-Doktorand.
 
An einer Wissensstation rotierte ein nachttischgroßer grauer Roboter mit zwei Greifarmen, der auf den drolligen Namen „YuMi“ hört und dazu programmiert ist, eine elektronische Stoppuhr zusammenzubauen. Aus Einzelteilen wie Armband und Gehäuse kann der Besucher über einen Tablet-Computer die Farbe der Bauteile auswählen. Produziert wurde dieser gesichtslose Roboter von ABB, ein Konzern für Automatisierungstechnik, dessen Hauptsitz sich in Zürich befindet und der eine Tochtergesellschaft in Mannheim besitzt. Manche Kritiker dieser Technologie monieren, dass durch den Einsatz von Robotern menschliche Arbeitsplätze verloren gehen. „Auf der anderen Seite aber entstehen etwa im Bereich Service und Wartung neue Arbeitsfelder“, nannte Projektbegleiter Torben Schindler einen Vorteil.
In einer Vitrine hängt die helle Einsatzjacke eines Feuerwehrmannes der Marke „S-Gard Schutzkleidung“, die durch sensible Sensoren die Atmung und den Herzschlag des Trägers messen und über einen Sender an einen Einsatzleiter übermitteln kann. „Mit diesen Daten kann der Einsatzleiter sehen, wie es dem Feuerwehrmann in einer Extremsituation geht“, erläuterte Mitarbeiter Torben Schindler. Außerdem misst die kluge Jacke den Gehalt von Kohlenstoffmonoxid in der Luft, den man mit dem menschlichen Geruchssinn nicht wahrnimmt, und schlägt entsprechend Alarm.“
An einem weiteren Stand vermittelte ein weißes Modellauto mit LED-Leuchten, wie präzise die Scheinwerfer von Fahrzeugen der Zukunft sein werden. Mittlerweile können diese Prototypen über die Scheinwerfer digitale Fotos oder Videoclips projizieren, die sich auf dem Straßenboden zur Übermittlung von verkehrsbezogenen Informationen abbilden. „So muss der Fahrer den Blick nicht von der Straße abwenden“, erklärte Truck-Betreuer Schindler.

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