Und alle fiebern mit

Die neuen Fünftzhlässler werden mit bunten Luftballons begrüßt. Foto: Thorsten Gutschalk

Von Vanessa Joneleit

EINSCHULUNG Am Lessing-Gymnasium und der Alfred-Delp-Schule werden die neuen Fünftklässler begrüßt

LAMPERTHEIM – Schultüten hatten sie keine im Gepäck – dafür aber Neugierde und große Vorfreude: Zahlreichen Lampertheimer Schülern stand am Dienstag der Beginn eines neuen Lebensabschnitts bevor. Von der Grundschule wechselten sie auf das Lessing-Lampertheim (LGL) oder die Alfred-Delp-Schule (ADS), wo sie und ihre Familien im Rahmen einer Feierstunde begrüßt und in die neue Schulgemeinschaft aufgenommen wurden.

Besonderer Tag auch für die Familien

Silke Weimar-Ekdur, die Schulleiterin des LGL, sprach in ihrer Begrüßung von einem ganz besonderen Tag – nicht nur für die neuen Sextaner sei dieser besonders, sondern auch für die Familien, für sie selbst und für das Kollegium. „Dem Tag des Schulwechsel wohnt ein gewisser Zauber inne“, erklärte sie. In ihren dreieinhalb Jahren als Schulleiterin sei es die vierte Einschulung, die sie vornehme, „aber dieser Tag wird nie gewöhnlich werden.“

Damit das so bleibt, gaben die Schüler des LGL auch musikalisch alles: Die Bläserklasse 6 spielte zur Begrüßung der Neulinge die „Ode an die Freiheit“, der Unterstufenchor überzeugte mit „Hast du mal ein bisschen Zeit für mich“.

„Wenn ihr aufgeregt seid, nachts vielleicht nicht schlafen konntet, dann ist das ganz normal. Das ging vielen Generationen vor euch schon genauso“, betonte Weimar-Ekdur, die den neuen Fünftklässlern einige Passagen des Jugendbuchs „Schule der magischen Tiere“ vorlas. Die Fragen, die die kleine Ida in dem Roman beschäftigen, kannten nämlich auch die Neulinge nur zu gut: Welche Lehrer werde ich bekommen? Werde ich neue Freunde finden? Wie komme ich an einer größeren Schule zurecht?

„Zwar laufen die Lehrer bei uns nicht mit grünen Plastikgießkannen durch die Schule und es gibt auch keine magischen Tiere – aber die braucht ihr auch gar nicht“, betonte die Schulleiterin. Mit ihren Eltern, den neuen Lehrern, Mitschülern und Paten hätten die Sextaner viele Gesprächspartner, an die sie sich bei Problemen wenden könnten.

Probleme? Die suchte man zur Einschulung allerdings auch an der ADS vergebens. Auch hier stand die Vorfreude der neuen Haupt- und Realschüler im Vordergrund. Begünstigt wurde diese durch ein abwechslungsreiches Programm, das Schüler und Lehrer für die Neuankömmlinge vorbereitet hatten. Die Begrüßung der Schulleiterin Sylvia Meier durfte da nicht fehlen. „Ich weiß, dass der erste Tag an einer größeren Schule auch mit Sorgen und Ängsten verbunden ist. Doch euch muss bei uns nicht bange sein – wir unterstützen euch alle“, betonte sie und begrüßte einen besonderen Ehrengast auf der Bühne: Staatssekretär Jo Dreiseitel von der hessischen Landesregierung war extra in die Mensa gekommen, um den neuen Fünftklässlern alles Gute zu wünschen. „Ich hoffe, dass ihr die Ferien alle genossen habt. Denn jetzt beginnt eine neue Phase in eurem Leben, in der ihr euren neuen Platz erst finden müsst“, erklärte er und verglich die Phase der Orientierung mit einer Schatzsuche. Auch einen Tipp gab er den Jugendlichen mit auf den Weg: „Begegnet euren Mitschülern offen, so dass eine gute Klassengemeinschaft entstehen kann.“

Glücksbringer und Spielkisten für die Neulinge

Gute Laune verbreitete im Anschluss die Klasse 6bR, die englische Kurzgedichte vortrug und dabei vor allem nochmal die großen Ferien in den Mittelpunkt rückte. Punkten konnte auch der stellvertretende Schulleiter Alexander Böhm: Er übergab den neuen Klassen so genannte Spielkisten, in denen sich allerhand Nützliches verbarg, das einer großen Pause die nötige Abwechslung bescheren kann: Tischtennisschläger, Bälle, Springseile. „Schule bedeutet eben nicht nur lernen, sondern auch spielen und Spaß haben“, betonte er.

Ehe die erste Schulstunde bevorstand, wurden alle Schüler einzeln aufgerufen und die Klassenlehrer vorgestellt. Hierbei bekam jeder Fünftklässler einen Glückskeks und eine Glückskleepflanze überreicht. Ein bisschen Glück kann schließlich nie schaden – mögen die Voraussetzunge noch so gut sein.

© VRM GmbH & Co. KG – Lampertheimer Zeitung

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