Zurück zu Tage der offenen Tür

Tag der offenen Tür 2020

Bildung Viele Eltern und nutzen mit ihren Viertklässlern den Tag der offenen Tür / Lehrer und ältere Jahrgänge helfen bei der Orientierung

Autor: Rosi Israel

 

Lampertheim. „Die Zeit rast nur so dahin“, sagt die Mutter. Sie erinnere sich an die Grundschul-Einführung ihres Kindes, als sei sie erst gestern gewesen. Und nun steht sie vor der Frage: „In welche weiterführende Schule soll mein Kind gehen?“ Zahlreiche Eltern sind am Samstagvormittag in die Alfred-Delp-Schule (ADS) gekommen, um am Tag der offenen Tür die Angebote der Fachbereiche und der Arbeitsgemeinschaften (AG) zu erkunden.

Sandra Adler hat sich gemeinsam mit Astrid Rößling auf den Weg gemacht. Weil ihre Söhne Viertklässler und Freunde sind und bei beiden die Bildungsempfehlung der Grundschule auf dem Tisch liege. Und die rate den Eltern und den Zehnjährigen, die Realschule als weiteren schulischen Weg zu wählen. Die Mütter und ihre Jungs waren bei der Eröffnung des besonderen Tages durch Schulleiterin Sylvia Meier in der Mensa. Es gab eine internationale Begrüßung durch die Sprachintensivklassenkinder und ein kleines Bühnenprogramm von der Schulband und dem ADS-Chor. Außerdem wurden die Sprachkurse vorgestellt, und die Besucher erlebten ein Streitschlichtergespräch.

Logisches Denken gefragt

„Jetzt schauen wir uns überall um, wir erhoffen interessante Einblicke und möchten die Lehrer kennenlernen“, sagen die Frauen. Sie holen sich zuerst Informationen in den Räumen der Schwerpunktfächer und erfahren dann mehr über die AG. Zur besseren Orientierung halten sie wegweisende Flyer in ihren Händen, die am Schuleingang von Schülerinnen der 9dR (Realschule) ausgeteilt werden. Ihre Söhne Noah Adler und Eric Rößling haben im Mathematikraum sogleich vor den Computern Platz genommen, denn die PC-Spiele locken sehr.

„Eigentlich bilden die Spiele, die auf den Tischen stehen, den Mittelpunkt, da sie logisches Denken fördern“, sagt Mathematiklehrerin Julia Lederle. Denn das Schulen des logischen Denkens sei die Basis. Immer wieder setzen sich andere Tüftler an den Tisch und beginnen mit dem Fitnesstraining für den Kopf.

Schüler der 9. und 10. Klasse stehen den „Kleinen“ mit Rat und Tat zur Seite. „Wir machen das gerne“, betont Dilan Yoldas aus der 9aH (Hauptschule). Auch Sari Kadir aus der 10aH hat sich freiwillig gemeldet, um die Viertklässler zu betreuen. „Es sind nette Schüler“, hat der Zehntklässler beobachtet.

Felix Kleber aus Hofheim durchforstet in Begleitung seines Vaters Norbert Kleber die Räume der Schule. Eigentlich habe der zehnjährige Felix die Empfehlung für das Gymnasium. Dennoch wollen die Hofheimer in der ADS die schulischen Möglichkeiten auskundschaften. Die Spezialfächer von Felix seien Mathe, Deutsch und Musik. Viele der Kinder verweilen besonders in den Räumen des MINT-Bereiches, indem Experimente oder andere Mitmachaktionen stattfinden.

Wie bei den Biologen. Die Pädagoginnen Sandra Schmitt und Alexandra Dorawa leiten einen naturwissenschaftlichen Kurs. Eine Gruppe Zehntklässler bietet ein Quiz an, bei dem die Modell-Organe des menschlichen Körpers an einer Puppe angeordnet werden sollen. Gegenüber betreuen Schüler das Mikroskopieren. Unter dem Mikroskop wird das Zellgewebe einer roten Zwiebel angeschaut.

Und Lehrer Jürgen Simon erklärt die spannende und perfekte Aufgabenteilung unter den Honigbienen anhand von Imker-Zubehör, wie Bienenkisten mit Waben. „Im Schulgarten sind zwei Bienenvölker beheimatet“, sagt stolz der Hobby-Imker. In der Arbeitsgemeinschaft seien vor allem Sechstklässler vertreten. „Wir haben in der Natur ein großes Artensterben von Insekten. Das bekommen nur manche jungen Leute nicht mit, weil sie vorm PC oder Fernseher sitzen“, sagt Simon.

Europa-Quiz und Erste Hilfe

Im Erdkunderaum wird ein Europa-Quiz veranstaltet, und bei der Arbeitslehre kann genäht werden. Das Pflichtfach Arbeitslehre wird konzeptionell stark an den MINT-Bereich angegliedert. Lehrerin Selma Berg erklärt, dass es zum Beispiel Kurse im Nähen und in Erste Hilfe gibt. Sehr gut angenommen wird die Station der Allgemeinen Schulsozialarbeit.

„Wir haben ein wunderschönes Zimmer in der ADS“, freut sich die Sozialarbeiterin Catrin Egeln. Dort würden bei Bedarf Einzelgespräche geführt oder in der Gruppe gearbeitet. Auf den Fluren laufen junge Leute des Schulsanitätsdienstes. Sie sind den ganzen Vormittag im Einsatz und gut erkennbar an ihren Warnwesten. Die Truppe ist in der Ersten-Hilfe-Versorgung ausgebildet.

An ihrem Stand demonstrieren Lars Wagner und Gianluca Batticane die Beatmung und die Herzdruckmassage an einem Reanimationsmodell. Wer hungrig vom vielen Informieren ist, geht in den Speisesaal. Suppe gibt es vom Lima-Verein um die Vorsitzende Eveline Tausend, Kaffee und Kuchen vom Förderverein der Alfred-Delp-Schule.

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