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Herzlich willkommen!

 

Als Schulleiterin der Alfred-Delp-Schule möchte ich Sie auf unserer Internetseite begrüßen.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Internetpräsenz einen Überblick über unser Schulleben, über Projekte und schuleigene Konzepte geben zu können und wünschen Ihnen viel Spaß beim Hineinschnuppern.

Es darf gematscht werden!

Schüler der Alfred-Delp-Schule realisieren neuen Matschspielplatz im Freibad der Biedensand Bäder

Am Freitag wurde noch fleißig gebaut: Dank des Engagements der Alfred-Delp-Schüler können Kinder wieder auf dem Matschspielplatz im Freibad spielen. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Fröhliche Kinder, die nicht nur im Wasser toben, sondern ausgiebig mit dem nassen Element in Verbindung mit Sand und Matsch spielen – dies ist nun wieder im Freibad der Biedensand Bäder möglich. Denn im Rahmen einer AG haben fünf junge Schüler des Realschulzweiges der Alfred-Delp-Schule (ADS) mit ihrem Lehrer David Wolf von Oktober vergangenen Jahres an wöchentlich geschraubt, gesägt und gehämmert, um in Eigenregie einen neuen Matschspielplatz zu erstellen. Am Dienstag vergangene Woche wurde dieser fertig gestellt, am Freitag im Freibad installiert und eingeweiht.

Paul Giffhorn, Pascal Hoffmann, Dominic Lewandowski, Kamil Pachota und Nils Steinhauser waren außerschulisch in der AG Matschplatz engagiert und haben mit Freude und viel Handarbeit ein auch optisch äußerst gelungenes Spielgerät geschaffen. Dabei standen lediglich eine Handkreissäge und ein Akkuschrauber zur Verfügung, geschliffen wurde alles mit der Hand.

Beim Team der Biedensand Bäder war die Freude über das Engagement riesig. „Vielen Dank für die tolle Arbeit”, bedankte sich Bärbel Kronauer stellvertretend bei den Schülern und überreichte ihnen eine Jahreskarte für das Freibad. Zudem standen für die die Pausen Getränke und Snacks bereit. Die Idee für diese besondere Zusammenarbeit zwischen Bädern und Schule entwickelte sich im Team der Biedensand Bäder. Denn der TÜV hatte den ehemaligen Matschspielplatz als nicht mehr kindgerecht beanstandet – „wir wollten aber unbedingt eine neue Anlage für unsere jungen Besucher”, betonte Bärbel Kronauer. Im Rahmen einer Begehung vor Ort kam die Idee auf, eine Schreinerberufsschule um Unterstützung zu bitten, um Kosten zu sparen. Da jedoch auch die ADS Unterricht im Bereich Werken anbietet, lag es nahe, zunächst innerorts nachzufragen. „Die Schule hat sich sofort bereit erklärt, toll, dass sich diese fünf Schüler direkt zur Verfügung gestellt haben.”

Werkzeug benötigt

Nebenbei war die Arbeit natürlich auch eine gute Vorbereitung auf handwerkliche Berufe. In diesem Sinne ist die ADS in der Lage, auch künftig weitere sinnvolle Projekte in der Spargelstadt und der Region zu verwirklichen – wer eine Idee hat, kann gerne bei der Schulleitung anfragen. Allerdings ist die Ausstattung der Schule, die neben Arbeiten im Bereich der Holztechnik ab dem kommenden Schuljahr auch Metalltechnik anbietet, im Bereich Werken derzeit nicht ideal. Und so würden sich Schule und Schüler über Spenden aus der Bevölkerung und der Lampertheimer Wirtschaft freuen, beispielsweise in den Bereichen Werkzeug oder Elektronik. Daneben fehlt ein Waschbecken und auch der Bodenbelag im Werkraum ist nicht für die anfallenden Tätigkeiten geeignet. Wer hier unterstützen möchte, kann sich ebenfalls an die Schulleitung der ADS wenden. Benjamin Kloos

© 2017 TIP-Verlag Lampertheim

Plattform fürs Leben geschaffen

Zum obligatorischen Gruppenfoto trafen sich die Schulabgänger auf der Tribüne des benachbarten Stadions. Foto: Thorsten Gutschalk

Von Meike Paul

ALFRED-DELP-SCHULE Abschlussfeier von 86 Real- und 39 Hauptschülern

LAMPERTHEIM – Etwas wackelig stöckeln sie über Schottersteine und die unebene Wiese, die festlichen Kleider hochgerafft und bei der Freundin eingehakt. Dass sie an ihrem großen Tag über solch einen Hindernisparcours stapfen werden, hatten die Schülerinnen der Alfred-Delp-Schule bei ihrer Kleiderauswahl wohl nicht bedacht. Die Jungs haben auf dem Weg zum Jahrgangsfoto ihren Spaß. Ist ja auch ganz klar bei bequemen Sneakers und Boots.

Doch ein letztes gemeinsames Bild auf der Tribüne ist dem stellvertretenden Schulleiter Alexander Böhm ein ganz besonderes Anliegen: „Es ist doch schön, alle nochmal zusammen zu sehen. Dazu haben wir herrliches Wetter. Toll“, freut er sich.

Zum dritten Mal hat die Alfred-Delp-Schule ihre Abschlussfeier in die Hans-Pfeiffer-Halle gelegt. Zum dritten Mal versammelt man sich im Stadion fürs Gruppenbild. „Früher waren wir da eben auf ebenem Boden in der Mensa“, muss nun auch Böhm über das Schauspiel schmunzeln.

Im Anschluss geht es postwendend zurück in den festlich geschmückten Saal zur Zeugnisvergabe. Die Freunde und Eltern warten schon sehnsüchtig auf ihre Absolventen. 86 Real- und 39 Hauptschüler haben es in diesem Jahr geschafft. Nur drei müssen das Jahr leider wiederholen. „Das können die Schüler aber selbst entscheiden. Es besteht auch die Möglichkeit, direkt auf die Berufsschule zu gehen“, erklärt Schulleiterin Sylvia Meier, die mit den wertvollen Dokumenten und weißen, langstieligen Rosen auf ihre Schützlinge wartet. Als Abschlussbeste hat sich Lena Schober mit einem Notendurchschnitt von 1,3 hervorragend geschlagen.

Zwar waren die Vorbereitungen der Feier für ihn nach eigenen Angaben mehr wie ein Sack Flöhe hüten: „Ich mache drei Kreuze, wenn alles vorbei ist und geklappt hat“, doch sich von den Schülern zu verabschieden, fällt dem Schuloberhaupt Böhm sichtlich schwer. Doch nicht nur an den Lehrkräften, auch den Teenagern geht dieser Tag nicht spurlos vorbei. Das Ende ihrer Schulzeit, auf das sie doch eigentlich so sehnlichst gewartet hatten, ist nun plötzlich da. „Irgendwie unwirklich“, bewertet eine Realschülerin diesen Lebensabschnitt benommen.

„Jeder bekommt einen Doktorhut, ein sogenanntes Mörtelbrett“, erklärt Sylvia Meier. Damit wolle man weniger den beruflichen Werdegang bestimmen als vielmehr den Absolventen ein Versprechen abringen: „Dass ihr etwas mit eurem Leben anfangt! Den Weg habt ihr euch bis hierher geebnet“, betont die Leiterin. „Seht das heute als erreichten Zwischenstand. Eine Plattform, auf der ihr euch kurz ausruhen, aber auch Schwung für neue Ziele holen könnt. Wenn diese zu groß sind, dann könnt ihr euch immer wieder auf diese Plattform zurückbesinnen. Sie wird euch Halt geben“, sagt Alexander Böhm poetisch.

Schüler drehen Film über ihre Lehrer

Dann sind die Schüler selbst an der Reihe. Die Klasse 10 cR hat einen kleinen Film vorbereitet. Darin porträtieren die Kids ihre Lehrer. „Wir wollen aber nicht verärgern, sondern nur zum Lachen bringen“, kündigt eine Schülerin vorher an. Zu sehen sind junge Erwachsene, die über die Berufswahl ihrer Schutzbefohlenen witzeln. Klassenleiterin Christel Günster kommt dabei als sehr nette Lehrkraft weg. Vielleicht zu nett? Doch das ist Günster egal. Sie überreicht ihren Schülern die Zeugnisse und wünscht ihnen einen Regenbogen: „Einer, der euch aufleuchten lässt. Mit allen Farben. Einer, der euch erfüllt!“

Wenngleich sie es sich gegenseitig nicht immer leicht gemacht haben, scheinen Schüler und Lehrer für die vergangenen Jahre dankbar zu sein. „Danke für die tolle Lippenstift-Beratung“, bekunden beispielsweise die Teenager der 9 bH und rühren Lehrerin Gülsen Yilmaz zu Tränen. Die hat in der gemeinsamen Arbeit nämlich auch Völkerverständigung verstanden. „Wir haben Ordnung, Toleranz, Pünktlichkeit und Respekt gelernt!“, sagt sie und hat damit eine gesunde Basis für ein multikulturelles Miteinander geliefert.

© Echo Zeitungen GmbH

Betroffenen Chance auf ein zweites Leben geben

Tag der Organspende Alfred-Delp-Schüler nehmen an Infovormittag teil / Ausstellung zum Thema in Stadtbücherei bis 9. Juni

Lampertheim.Zum bevorstehenden Tag der Organspende haben das Gesundheitsamt, der Kreisverband Bergstraße des Deutschen Roten Kreuzes sowie die örtliche Ärzteschaft über die freiwillige Organspende informiert. Eine Ausstellung in der Stadtbücherei zeigt das Thema noch bis Freitag, 9. Juni.

Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ findet am Samstag, 3. Juni, der bundesweite Tag der Organspende auf dem Domplatz in Erfurt statt. Auch in Lampertheim sollen verschiedene Aktionen die Bürger zum Nachdenken anregen.

Laut Informationen des Kreises Bergstraße wurden im vergangenen Jahr rund 3000 Transplantationen vorgenommen. Gleichzeitig warten aber noch mehr als 10 000 Menschen auf lebenswichtige Organe wie Herz, Leber und Niere. Viele tun das jahrelang – und viele warten vergeblich. Statistisch gesehen sterben täglich drei Patienten, die mit einem Spenderorgan noch viele Jahre hätten weiterleben können.

Das Wichtigste sei die Auseinandersetzung mit der Thematik, denn nicht jeder könne oder müsse Spender werden, weiß Diana Stolz, Erste Beigeordnete des Kreises Bergstraße: „Doch jeder kann sich frühzeitig entscheiden und damit helfen.“ In Deutschland können sich Jugendliche bereits mit 14 Jahren gegen und mit 16 Jahren für eine Organ- und Gewebespende entscheiden. Diese Entscheidung kann jederzeit revidiert oder verändert werden.

Neben der Lampertheimer Stadtbücherei beteiligten sich zum wiederholten Male auch Klassen der Alfred-Delp-Schule (ADS) am Aktionstag. Zum zweiten Mal veranstaltete die Schule gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Informationsvormittag mit den Schülern der Abschlussklassen. Erstmals schilderte dieses Jahr ein Betroffener den Schülern der zehnten Klassen seine Erfahrungen: Uwe Korst bekam vor fünf Jahren die Chance auf ein „zweites Leben“, als seine Frau ihm eine Niere spendete.

Rund zwei Drittel der zuvor unentschlossenen Schüler hätten sich nach dieser persönlichen Erfahrung in einer Umfrage für eine Organspende entschieden. „Dieser Workshop sollte auch an anderen Orten Schule machen“, hofft ADS-Schulleiterin Sylvia Meier.

Weitere Informationen zum Thema Organspende sind auch in den Arztpraxen in Lampertheim und beim Gesundheitsamt erhältlich.

Unsere diesjährigen Nachschlagequiz-Sieger(-innen)

 

Auch in diesem Jahr gab es wieder das spannende Nachschlagequiz in unserer Schulbücherei, bei dem 32 Fragen aus unterschiedlichen Kategorien beantwortet werden mussten. Beispielsweise sollte im Bereich Nachschlagewerke der Begriff „Skeleton“ definiert werden. Andere Lösungen waren auch auf den Buchcovern zu finden. Unter den Teilnehmern waren viele Schülerinnen und Schüler, die in den Pausen regelmäßig in unseren Büchern stöbern. Für alle, die das Quiz beendet haben, gab es einen Sachpreis. Die beiden ersten Plätze erhielten ein Buch.

Die Sieger und ihre Platzierung:

 

Kiepuszewska, Natalia 1. Platz
Kühn,Tobias 1. Platz
Keller, Felix 2. Platz
Beslmeisl, Lara 2. Platz
Monte-Schwab, Kim 2. Platz
Pepe, Giullia 3. Platz
März, Jessica 3. Platz

Lima-Verein auf dem Lampertheimer Wochenmarkt

Am Samstag, dem 20. Mai, verkauft der Lima-Verein Kuchen auf dem Wochenmarkt. Von 7.00 Uhr bis 12.30 Uhr freut sich der Lima-Verein über viele Gäste am Verkaufsstand, um möglichst viele Einnahmen für das Centro Infantil Alfredo Delp in Lima einzunehmen. Jeder Euro wird in Lima dringend benötigt.

Bürger am Stadtumbau beteiligen

Der Stadtumbau der Stadt Lampertheim geht in die nächste Phase. Die Bürger können sich weiter aktiv beteiligen. Am verkaufsoffenen Sonntag, 14. Mai, wird von 13 bis 18 Uhr im Schiller-Café eine „Leitbildwerkstatt“ eröffnet. Zum „Tag der Städtebauförderung“ soll neben der Darstellung des aktuellen Stands des Stadtumbau-Prozesses und der Ergebnisse der Stärken-Schwäche-Analyse vor allem ein attraktiver Rahmen für Beteiligung geboten werden.

Interessierte können sich über den Prozess des Stadtumbaus informieren. Es geht um die Klärung folgender Fragen: „Was ist Stadtumbau? Was ist bisher passiert? Welche Möglichkeiten der Mitbestimmung und Beteiligung wird es weiter geben? Inwiefern betrifft es mich als Bürger, Händler oder Immobilieneigentümer? Was ist ein Leitbild der Stadtentwicklung und wozu dient es? Welche Leitvorstellungen und Visionen könnten für die Innenstadt bei den Themen Wohnen, Infrastruktur, Öffentlicher Raum sowie Identität wichtig sein?“ Diese Fragen sowie die bisherigen Ideen und Anregungen des Stadtumbaus sollen gemeinsam diskutiert werden.

Ziel des Nachmittags ist es laut Steffen Groß, der den Stadtumbau in der Verwaltung koordiniert, die Richtung des weiteren Prozesses zu bestimmen und Leitlinien zu definieren. Diese Leitlinien dienen später als Qualitätskatalog für konkrete Maßnahmen, an denen der Stadtumbau der Kernstadt in den nächsten zehn Jahren gemessen wird. Der Stadtumbau soll das Profil Kernstadt weiter schärfen und Lampertheim zugleich als familienfreundlichen und sozial ausgewogenen Wohnstandort stärken. Jeder kann die Entwicklung der Stadt also maßgeblich mitbestimmen, betont Bauamts-Mitarbeiter Groß.

Kinder dürfen gärtnern

Und auch für die jüngsten „Städteplaner“ ist am Sonntag rund ums Schiller-Café einiges geboten. Ein Luftballonkünstler modelliert Tiere und Figuren, führt Zauberstücke vor und macht frisches Popcorn. In Zusammenarbeit mit den Technischen Betriebsdiensten soll die Stadt nicht nur „umgebaut“, sondern auch zum Blühen gebracht werden. Jedes Kind hat daher die Möglichkeit, einen Blumentopf zu bemalen und anschließend unter fachkundiger Anleitung mit einer Blume zu bepflanzen. Die Blumen dürfen im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

Bürgermeister Gottfried Störmer zeigt sich im Pressegespräch über den Stadtumbau „guter Hoffnung“, dass die Stadt bis Ende September ein Konzept vorlegen kann, das es verdient, mit Landesmitteln gefördert zu werden. Unterdessen habe der eingeleitete Prozess des Stadtumbaus vereinzelt auch in den Schulen Aktivitäten ausgelöst.

So berichtet Stadtumbau-Koordinator Groß von einer siebten und neunten Klasse der Lampertheimer Alfred-Delp-Schule, die sich mit Kommunalpolitik und Bürgerbeteiligung befassen. Mit den Jugendlichen sei auch ein Stadtspaziergang unternommen worden. Dabei seien Missstände in Stadtbild und Infrastruktur offen angesprochen und konstruktive Vorschläge geäußert worden.

Die Diskussionsbeiträge der Schüler sollen laut Steffen Groß Ende Juni öffentlich präsentiert werden. zg/urs

„Das wird sicher aufregend“

Die Austauschschüler aus Ermont – hier mit den Lampertheimer Schülern – sind bis zum 3. Mai in Lampertheim. Foto: Thorsten Gutschalk

 

Von Oliver Lohmann

AUSTAUSCH Schüler aus Ermont eine Woche in Lampertheim / Empfang im Stadthaus

LAMPERTHEIM – Im vergangenen Jahr feierten Lampertheim und Ermont 50 Jahre Städtepartnerschaft. Und 2017 feiert der Schüleraustausch zwischen beiden Städten seinen 50. Geburtstag. Am frühen Dienstagabend kamen 21 Schüler aus Ermont in der Spargelstadt an, die bis zum 3. Mai hier bleiben.

„Ihr lebt Europa, indem ihr Menschen in anderen europäischen Ländern kennenlernt“ – das sagte Bürgermeister Gottfried Störmer, der die französischen Schüler samt der deutschen Gastfamilien im Sitzungssaal des Stadthauses begrüßte. Daher hält das Lampertheimer Stadtoberhaupt diesen Schüleraustausch für wichtig, daher müsse dieser auch fortgesetzt werden. „Ich würde mich freuen, wenn die europäische Zusammenarbeit mit Frankreich weiterhin in guter Atmosphäre stattfinden kann“, meinte Störmer und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Präsidentschaftswahlen in Frankreich proeuropäisch ausfallen werden.

Der Bürgermeister lud die Gastschüler zur Spargelwanderung am Sonntag, 30. April, ein. Sein Dank galt den französischen Lehrerinnen Laurence Bouchenot, Josée Millet und Yasmine Gaillard sowie den deutschen Pädagogen Monika Hebekker, Jérome Dath (beide Lessing-Gymnasium) und Evelyn Bensouilah (Alfred-Delp-Schule) für die Organisation des Schüleraustauschs. Für die Lehrkräfte aus Ermont hatte Störmer ein Weinpräsent. Und schließlich dankte er noch den Gasteltern, die den nicht geringen Aufwand der Betreuung eines jungen Menschen aus Ermont auf sich nehmen.

Vier französische Schülerinnen bedankten sich auf Deutsch bei der Stadt und dem Bürgermeister für den freundlichen Empfang sowie bei den Organisatoren für den Austausch und den Gastfamilien für die Aufnahme. „Das wird sicher aufregend sein.“ Eine Schülerin sagte, manche seien schon letztes Jahr beim Austausch in Lampertheim gewesen – das habe ihnen so gut gefallen, dass sie noch einmal gekommen sind.

Monika Hebekker, die am Lessing-Gymnasium für den Schüleraustausch verantwortlich ist, dankte ebenfalls den Gastfamilien für den Betreuungsaufwand. Sie zeigte sich stolz, dass es seit 50 Jahren diesen Schüleraustausch zwischen Lampertheim und Ermont gibt. Eine Schülerin hatte dafür ein Logo entworfen, das an die Wand im Sitzungssaal geworfen wurde und auf T-Shirts zu sehen sein wird, das allle Austauschteilnehmer bekommen.

Die Franzosen nehmen am deutschen Untericht teil, lernen bei einer Stadtrallye Lampertheim kennen, besichtigen das Mainzer Gutenbergmuseum sowie Frankfurt mit dem Dialogmuseum und dem Maintower.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

Jugendliche schnuppern in den Kita-Alltag

 

Der Jungen-Zukunftstag, Boys‘ Day genannt, zeigt sich in Lampertheim auf dem Vormarsch. Neun Jungs hatten sich gemeldet, um Berufe, die sonst hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden, kennenzulernen – wie zum Beispiel der des Erziehers in einer Kindertagesstätte. Aber nur drei Mädchen nahmen gestern in Lampertheim am Girls‘ Day teil.

„Es ist ein bundesweiter Berufsorientierungstag für Mädchen und Jungen“, erklärte Sonja Niederhöfer, die Frauen- und Gleichstellenbeauftragte. Dass sich in Lampertheim so wenige Mädchen beteiligten, hat sie dann aber doch erstaunt. Der Aktionstag diene zur Berufsorientierung und sollte ursprünglich Schülerinnen in typische Männerberufe hineinschnuppern lassen. In den vergangenen Jahren konnte Niederhöfer stets 20 bis 30 interessierte Mädchen begrüßen. Besonders die Handwerksberufe standen hoch im Kurs wie die Berufsbilder Schreiner, Automechaniker, Gartenbau und Fachangestellte für Bäderbetriebe. In diesem Jahr hingegen meldeten sich die drei Mädchen für die Kindertagesstätten an.

„Wir machen mit“, sagte Melanie Reipa, die Leiterin der Kinderkrippe Zauberwald. Gleich am Eingang hatte sie ein Willkommensplakat aufgestellt, mit dem die drei Jungs Baris Bagci, Maximilian Miller und Lukas Wecht begrüßt wurden. „Wir wünschen den Boys viele schöne Eindrücke im Berufsfeld Erzieher und ganz viel Spaß mit unseren Krippenkindern“, betonten die Lampertheimer Erzieherinnen.

Spiele und Bilderbücher

Baris Bagci besucht die Alfred-Delp-Schule (ADS). An diesem besonderen Tag verbrachte er die Vormittagsstunden in der Marienkäfergruppe der Kinderkrippe. „Die Arbeit gefällt mir. Sie macht mir Spaß“, erklärte der Siebtklässler. Er habe den Erzieherinnen bei den Frühstückvorbereitungen geholfen. Später ging es mit der Gruppe hinaus in den Garten. Im Freien wurde gespielt und auf dem Spielplatz wurde gerutscht. Wieder zurück im Gruppenzimmer, schaute sich der junge Mann mit den Kleinen Bücher an. Kurz vorm Mittagessen vollführten die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern ein Fingerspiel, gefolgt vom Tischspruch „Piep, piep Mäuschen“, der ein Ritual bei Tische sei.

In der Schmetterlingsgruppe packte Lukas Wecht zu und in der Libellengruppe Maximilian Miller. „Ich bin das erste Mal beim Boys‘ Day dabei“, berichtete der 14-Jährige. Der ADS-Schüler baute mit den Krippenkindern mit Holzklötzen Häuser und spielte später mit ihnen im Turnraum Ball. Auch wenn ihm die Arbeit mit den Kleinen Freude bereite, so schmiede er für die Zukunft andere Pläne. Ihm schwebe ein Beruf in der Autoindustrie vor, sagte er auf Nachfrage des „Südhessen Morgen“.

Kleine Forscher gehen auf Entdeckungsreise

Lampertheim. Laura stellt im Chemiesaal eine Bodylotion her, Timo befestigt an seinem gebastelten Seepferdchen einen Magneten, um es beim Angelspiel einzusetzen, und Benjamin inspiziert das Innenleben des Rettungswagens der DRK-Ortsvereinigung Lampertheim. Reges Treiben herrscht im Lessing-Gymnasium Lampertheim (LGL) und der Alfred-Delp-Schule (ADS). Mit Eifer experimentieren Kinder an den aufgebauten Stationen, hören sich mit ihren Eltern Vorträge an oder schauen sich Vorführungen an.

Einblick in Zukunftstechnologien

Der Kreiselternbeirat Bergstraße hat zum Aktionstag Naturwissenschaften eingeladen. Nun zeigen Schüler und Lehrer verschiedener Bildungseinrichtungen aus dem Kreis, dass die Naturwissenschaften richtig spannend sein können.

Unter den Lampertheimer Teilnehmern sind auch die Elisabeth-Selbert-Schule und das Litauische Gymnasium. Die Schirmherrschaft hat Landrat Christian Engelhardt übernommen.

Der Viernheimer Jürgen Holz ist mit seinem Sohn Janis ins LGL gekommen. Der Elfjährige will sich auf Entdeckungsreise durch Naturwissenschaft und Technik begeben. Marcel Mlynek und Simon Truong aus der Klasse 8d drücken den beiden Flyer, Belegungsplan und Laufzettel für die Tombola in die Hand und zeigen ihnen den Weg.

Gleich im Foyer haben Dr. Eva Dreizler und Dr. Thomas Schneidermeier aus dem Zentrum für Chemie ein Erfinderlabor aufgebaut. Das Ziel: Zukunftstechnologien für Schüler greifbar zu machen. Während des Aktionstages gilt es, einfache und zugleich spannende Experimente zu meistern – noch dazu mit geringem Wasserverbrauch.

Das Forschernetzwerk Lampertheim beschäftigt sich mit dem Thema Magnetismus. Gleich mehrere Räume haben die jungen Wissenschaftler belegt, schließlich umfasst das Netz Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführende Schulen. An jeder Station herrscht dort Gewusel. Altersentsprechend müssen die kleinen Forscher Aktionen rund um magnetische Felder bewältigen.

Die Kraft der Magneten

„Aus unserem Forschernetzwerk sind heute 85 Personen zur Stelle“, erklärt Koordinatorin Dr. Sabine Nieter. Das physikalische Phänomen des Magnetismus führen beispielsweise die Grundschüler der Seehofschule Hüttenfeld mit Lehrerin Christine Lutz vor. Im Nachbarzimmer – bei den Kindertagesstätten – probieren Mädchen und Jungen die Kraftwirkung von Magneten aus.

Eine Station weiter hilft die junge LGL-Chemikerin Jelena Haßler der zehnjährigen Laura eine Bodylotion mit angenehmem Kokosduft herzustellen.

Auf dem Außengelände demonstriert derweil die Jugendfeuerwehr Lampertheim klassische Löschangriffe auf brennende Gegenstände. Mit viel Eifer betätigen sich auch die Besucherkinder Milla und Kassandra. Sie nehmen den Schlauch in die Hand und die jungen Kameraden Johannes und Ben geben das Kommando: „Wasser marsch!“ roi

 

Quelle: Südhessen Morgen vom 20.02.2017

© Südhessen Morgen, Montag, 20.02.2017