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Herzlich willkommen!

 

Als Schulleiterin der Alfred-Delp-Schule möchte ich Sie auf unserer Internetseite begrüßen.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Internetpräsenz einen Überblick über unser Schulleben, über Projekte und schuleigene Konzepte geben zu können und wünschen Ihnen viel Spaß beim Hineinschnuppern.

Alfred-Delp-Schule Lampertheim zeigt Schleife

Präventionstag zum Welt-AIDS-Tag für Schüler der 9. Klassen

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Mit regem Interesse beteiligten sich die Schüler der 9. Klassen der Alfred-Delp-Schule am AIDS-Aktionstag. Lehrerin Gülsen Yilmaz (l.) klärte über Ansteckungsmöglichkeiten auf. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Am Mittwoch zeigte die Alfred-Delp-Schule in Lampertheim Schleife – anlässlich des 29. Welt-AIDS-Tages fand für alle Schüler der 9. Klassen ein besonderer Aktionstag statt. Die Jugendlichen konnten sich ausführlich über die Krankheit AIDS informieren und dabei viel Wissenswertes rund um ihre Gesundheit mitnehmen.

Fünf Stationen warteten auf die Schüler, die sie in lockerer Atmosphäre abwechselnd durchliefen – von Infomaterialien über den Einfluss des HI-Virus auf das menschliche Immunsystem bis zu einem Rollenspiel reichten die Informationsformen. Lehrerin Gülsen Yilmaz verdeutlichte den Schülern anhand einer „AIDS-Ampel“ sowie zahlreicher Beispiele aus dem Alltag, wo Ansteckungsgefahr mit dem HIV-Virus besteht und wo nicht. Die Schüler sollten diese Beispiele entsprechend zuordnen – von überhaupt keiner Ansteckungsgefahr bis zu sehr großer Gefahr. Im Anschluss diskutierten die Schüler über die Ergebnisse und zeigten sich von dem ein oder anderen Ergebnis deutlich überrascht. Das Haus der Gesundheit bot eine aktive Beratung – denn viele Jugendliche wissen nicht, wie man beispielsweise ein Kondom richtig über- und auch wieder abzieht. Anhand von detailgetreuen Modellen konnten sowohl die Schülerinnen als auch die Schüler üben und bekamen dabei sinnvolle Tipps der Experten. Zudem erhielten die Schüler hier sachkundige Auskunft über Schwangerschaftsverhütung und zu sexuell übertragbaren Erkrankungen. Steffen Bramer von Pro Familie Bensheim konnte aus dem Erfahrungsschatz seiner Alltagsarbeit auf eindrucksvolle Beispiele über den Krankheitsverlauf sowie die Lebenssituation HIV-infizierter Menschen zurückgreifen und die  Jugendlichen so an das Thema heranführen.

Der Aktionstag kam bei den meisten Schülern gut an. „Viele unsere Schüler freuen sich, ihren Horizont erweitern zu können und direkt mit Experten ins Gespräch zu kommen. Dies gibt nochmals eine besondere Motivation für den Unterricht“, betonte Alexander Böhm, stellvertretender Schulleiter der Alfred-Delp-Schule.

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Schleife zeigen war das Motto des Aktionstages in der Alfred-Delp-Schule. Foto: oh

„Durch solche Projekttage gelingt es, die Schüler auf das Thema aufmerksam zu machen und die Krankheit AIDS zu enttabuisieren. In den vergangenen Jahren wurden zwar Fortschritte in der Prävention und Therapie erzielt, trotzdem ist das HI-Virus noch längst nicht besiegt. Präventionsarbeit und -maßnahmen behalten deshalb weiterhin einen hohen Stellenwert im Zusammenleben von Menschen“, betont die Erste Kreisbeigeordnete und Dezernentin für Gesundheit, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Diana Stolz.

Der Aktionstag ist in der Alfred-Delp-Schule in ein ganzheitliches Konzept eingebunden. So laufen mittlerweile für jeden Jahrgang bestimmte Präventionskonzepte, mit Ausnahme der Klassenstufe 8. Für diese wird im kommenden Schuljahr in Kooperation mit Prisma das Thema Cannabis in den Mittelpunkt rücken. „Die Themen werden intensiv im Unterricht behandelt, so wie in den 9.Klassen das Thema AIDS. Künftig soll zudem für alle Schüler zusätzlich das Thema Ernährung in den Fokus gerückt werden, beispielsweise die Ernährung in der Schulpause“, erläuterte Alexander Böhm abschließend. Benjamin Kloos

© 2016 TIP-Verlag Lampertheim

Aids als Unterrichtsthema

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Bei Lehrerin Gülsen Yilmaz stand das Thema „Schutz vor AIDS“ auf dem Stundenplan. Foto: Thorsten Gutschalk

Von Vanessa Dörfler

 

ALFRED-DELP-SCHULE Projekttag in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle PRISMA

LAMPERTHEIM „ – Ich mach’s einfach. Ich mag’s rasant.“ Prägnante Merksätze, die auch Jugendliche von Plakaten kennen, die auf sicheren Geschlechtsverkehr und das Risiko von Aids hinweisen. Aber was steckt dahinter? Wie packe ich ein Kondom richtig aus, wie ziehe ich es richtig ab? Was ist Aids? Wie schütze ich mich, wie andere?

Thema von allen Seiten beleuchtet

Fragen, die für die 9. Jahrgangsstufe der Alfred-Delp-Schule nun kein Neuland mehr sind. Denn sie hatten die Gelegenheit, beim Projekttag Aids das Thema von allen Seiten zu betrachten. Mit dabei waren nicht nur die Lehrkräfte der Schule, sondern auch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und von der Jugend- und Drogenberatungsstelle PRISMA des Kreises Bergstraße.

Auch wenn das Thema Aids im Lehrplan der 9. Realschulklassen fest verankert ist, ein Projekttag ist doch etwas Besonderes: „Die Mehrzahl der Schüler ist an Workshops interessiert, sie sehen den Mehrwert für sich und gerade der Einfluss von außen, das heißt von Experten, schiebt sie motivatorisch für den Unterricht an“, erklärte Alexander Böhm, stellvertretender Leiter der Schule. Im vergangenen Schuljahr erstmals eingeführt, soll es nun jährlich an der Alfred-Delp-Schule den sogenannten YOLO-Day geben – einen Tag unter dem Motto „You only live once – also lebe gesund!“. Von der fünften Jahrgangsstufe an sollen Schülerinnen und Schüler sich in Workshops jahrgangsgerecht mit Themen wie Cybermobbing, Organspende, Cannabis oder eben Aids auseinandersetzen können.

Am 1. Dezember wird weltweit der Aids-Tag begangen, eine gute Gelegenheit also für die Aufwertung des Lehrplans: An verschiedenen Station im Naturwissenschaftlich-technischen Zentrum (NTZ) der Schule – ausgestattet mit modernen Werkstätten und Fachräumen – gab es für die Neuntklässler unter anderem einen selbstgedrehten Kurzfilm zu sehen, wurde diskutiert und geübt, wie ein Kondom überzuziehen ist. Bei Gülsen Yilmaz im Biologieraum hing die Aids-Ampel an der Tafel – gemeinsam mit der Englisch- und Biologielehrerin ordneten die Schüler Stichwortkärtchen den dargestellten Gefahrenzonen zu: ungeschützter Geschlechtsverkehr rot, vaginaler Oralverkehr gelb, Mückenstich grün. „Die Aids-Ampel ist ein guter Einstieg in das Gespräch mit den Jugendlichen, so können wir sehen, was sie vermuten“ sagte die Lehrerin, die seit anderthalb Jahren an der Alfred-Delp-Schule arbeitet.

„Uns geht es vor allem um die Handvoll Schüler, die wir mit solchen Aktionstagen abholen können, bei denen wir also sehen können, dass da etwas im Kopf stattgefunden hat“, erklärte Böhm die Motivation, die hinter einem Projekttag steht. 2014 hatte an der Alfred-Delp-Schule ein Wechsel der gesamten Schulleitung stattgefunden, innerhalb von nur zwei Jahren wurde in Sachen Präventionskonzept allerhand in die Wege geleitet. „Wir sind sehr zufrieden. Auch dass die Kollegen in dieser Angelegenheit so mitziehen, ist bestens. Im kommenden Schuljahr wollen wir noch das Thema Ernährung ausarbeiten, und dann ist alles hoffentlich rund und kann so für die nächsten Jahre stehenbleiben“, gibt sich Alexander Böhm – Mathematik- und Physiklehrer und nun seit drei Jahren an der Schule – zuversichtlich.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

10 Jahre Städtepartnerschaft Swidnica

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden zwischen der Gemeinde Swidnica/Polen und der Stadt Lampertheim fand am Samstag, den 12.11.2016 eine Akademische Feier in der Stiftung Kreisau statt. Die Partnerschaftserklärung welche beide Städte vor 10 Jahren unterzeichneten, wurde an diesem historischen Ort Kreisau symbolisch erneuert. Der 12. November wurde bewusst gewählt, da es sich um den 27. Jahrestag der Versöhnungsmesse, die durch den symbolischen Friedensgruß, den sich der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und der Premierminister der Republik Polen, Tadeusz Mazowiecki gereicht haben, ein neues Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen geöffnet hat.

Lampertheim reiste mit einer kleinen Delegation in unsere polnische Partnerstadt. Neben Bürgermeister Gottfried Störmer und seiner Frau Sabine Störmer waren auch der Bürgermeister a.D. Erich Maier mit Frau Ursula Maier, sowie zwei Lehrerinnen der Alfred-Delp-Schule, Frau Herma Dölger und Frau Agata Pater, sowie der städtische Mitarbeiter Dirk Eichenauer bei den Feierlichkeiten vertreten. Die Bürgermeisterin aus Maldegem, Marleen Van den Bussche, und Freunde aus der Partnerstadt Maldegem sowie die mit Swidnica befreundete Stadt Nova Ushytsia (Ukraine) unter dem Vorsitz von Herrn Oleh Moskovchuk nahmen ebenfalls teil.

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Die Verbindung Pater Alfred Delp, dem Ehrenbürger der Stadt Lampertheim und damaligen Widerstandskämpfer im Kreisauer Kreis, waren ideale Anknüpfungspunkte um im Jahr 2006 die Partnerschaftsurkunde mit der Gemeinde Swidnica, in deren Zuständigkeit Kreisau fällt, zu unterzeichnen.

In den vergangenen Jahren haben sich viele Begegnungen in Kreisau, Swidnica und Lampertheim ergeben. Es wurden Projekte zwischen der Alfred-Delp-Schule und dem Gymnasium Pszenno durchgeführt und auch der Partnerschaftsverbund wurde mit Swidnica erweitert. Mittlerweile ist Swidnica auch eine Städtepartnerschaft mit Maldegem (Belgien) und Adria (Italien) eingegangen.

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Bevor es zur Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde der Partnerschaft beider Städte kam, betonten Bürgermeister Gottfried Störmer und Bürgermeisterin Teresa Mazurek noch einmal, dass beim Aufbau Europas die lokale Politik und die Bewohner der Städte wohl den wichtigsten Beitrag für ein gemeinsames Miteinander geleistet haben und auch zukünftig leisten müssen.

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Nach der Zeremonie am Vormittag, war am Nachmittag noch ein weiterer festlicher Programmpunkt geplant. Es wurde zum 98. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der Republik Polen in die Sporthalle in Witoszowie geladen. Der 11. November ist ein wichtiges Datum für alle Polen. An diesem Tag erhielt Polen seine Unabhängigkeit nach 123 Jahren der Teilung. Dieser zentralen Feierlichkeit wurde durch den Auftritt des Blasorchesters von Nadarzyn ein besonderer Glanz verliehen. In diesem Rahmen wurde Bürgermeister a.D. Erich Maier, aufgrund des Beschlusses des Gemeinderates von Swidnica, die Ehrenbürgerwürde von Swidnica durch die Bürgermeisterin Teresa Mazurek verliehen.

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Vor der Abreise am Sonntag, fand ein Koordinationstreffen mit dem Leiter der Stiftung Kreisau, Herrn Dominik Kretschmann, den Lehrerinnen der Alfred-Delp-Schule und Bürgermeister Gottfried Störmer in Kreisau statt. Hier wurden Termine und auch Vorstellungen über Themen und Schulklassen abgestimmt, um ein Schülertreffen in Kreisau zu organisieren. Es ist geplant, im Herbst 2017 ein Treffen bzw. einen Austausch zwischen der Alfred-Delp-Schule Lampertheim und einer Schule aus Swidnica zu organisieren.

Quelle: www.lampertheim.de

Wissen, wo Hilfe im Ernstfall zu holen ist

REALSCHULTAG „Kooperation Lampertheim“ informiert Jugendliche zum zwölften Mal über Angebote vor Ort

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Von allen beteiligten Einrichtungen durften sich die Schüler zunächst einen Überblick verschaffen, dann ging es ab in die Gruppen. Foto: Thorsten Gutschalk

LAMPERTHEIM – Für Schüler der Jahrgangsstufe 8 wird es allmählich ernst: Bald gilt es, sich beruflich zu orientieren und den Lebensabschnitt „Schule“ hinter sich zu lassen. Eine Situation, die sich durchaus auch problematisch gestalten kann. Die schulische Qualifikation überzeugt nicht immer mit Bestleistungen. Probleme kann es auch im Privaten geben, und der Lehrstellenmarkt ist angespannt. Eine Inanspruchnahme von Jugendhilfeeinrichtungen kann sich da manchmal als sehr sinnvoll erweisen.

Aktive Auseinandersetzung mit Problemfeldern

Wie groß das Angebot dieser Einrichtungen ist, davon durften sich am Dienstag die Achtklässler des Realschulzweigs der Alfred-Delp-Schule überzeugen. Zum zwölften Mal veranstaltete die „Kooperation Lampertheim“ dort den so genannten Realschultag, bei dem die Jugendlichen die verschiedenen Hilfeeinrichtungen ihrer Heimatstadt kennenlernen und durch aktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Problemfeldern einen eigenen Standpunkt finden konnten.

„Durch den persönlichen Kontakt mit den einzelnen Mitarbeitern sollen Schwellenängste und Vorurteile gegenüber den Institutionen abgebaut und die Inanspruchnahme erleichtert werden“, betonten Manfred Scholz und Silke Reis (Jugendförderung), als sie die Schüler in der Zehntscheune begrüßten. Zunächst verschafften sich diese einen Überblick über alle vertretenen Institutionen, später ging es gruppenweise zu jeweils einer Einrichtung.

Tatjana Maier-Borst von der Jugendberufshilfe des Diakonischen Werks erklärte den Schülern beispielsweise ihre Funktion. „Wir sind eine Beratungsstelle und unterstützen in der Berufsfindung“, betonte sie. Dazu gehörten beispielsweise das Erkennen der eigenen Stärken, das Finden eines passenden Berufs, das Schreiben einer Bewerbung und das Überzeugen in einem Vorstellungsgespräch. „Es gibt einiges zu tun, bis man den richtigen Beruf gefunden hat“, bemerkte sie.

Jürgen Polom von der Jugendgerichtshilfe informierte die Schüler ebenfalls über seine Tätigkeit. „Ich helfe jungen Leuten, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind“, erläuterte er. Bei einem Besuch in der Lampertheimer Außenstelle wolle er den Jugendlichen zeigen, wie schnell man mit dem Gesetz in Konflikt kommen kann, ohne dass man das vielleicht möchte, welche Straftaten es gibt und wie man dafür bestraft wird.

Bei Konflikten unter Jugendlichen oder innerhalb der Familien schafft die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche Abhilfe. „Ihr könnt bei uns einen Termin vereinbaren, dann suchen wir gemeinsam nach Lösungen“, erklärte Tanja Leonhardt, die betonte, dass das Angebot kostenfrei sei und die Mitarbeiter unter Schweigepflicht stünden.

Zum bewussten Umgang mit Suchtmitteln regten unterdessen die Mitarbeiter der AWO Jugend- und Suchtberatung „Prisma“ an. „Wir gehen verschiedenen Fragen nach, unter anderem der, wie viele Stunden man täglich vor dem Computer verbringt“, betonte Michael Niedermayr. Sechs Stunden seien da eine bedenkliche Zahl.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

 

Jugendliche machen seltener eine Lehre

25. Berufsinformationsbörse an der Alfred-Delp-Schule / Interesse an großen Firmen, Kindertagesstätten, Pflege und Polizei

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Die Zehntklässlerinnen Lisa Wawer, Mary-Sue Bernattek-Goetz und Laura Volz informierten sich bei Frank Dingeldey über die Arbeit bei der Polizei. © roi

Lampertheim. „Wir freuen uns auf Deine Bewerbung“, steht auf dem Werbematerial. Verschiedene Berufsbilder mit ihren Ausbildungsinhalten und Anforderungen finden die Schüler auf bunten Flyern. Leibhaftige Auszubildende wie Michael Täubert (Zerspanungsmechaniker) und Maschinenbau-Student Jens Schmitt sind zur Berufsinformationsbörse der Alfred-Delp-Schule (ADS) gekommen, um den Schülern Rede und Antwort zu stehen.

„Es ist die 25. Jubiläums-Börse“, erklärt Hans-Jürgen Brems, der Präsident des Rotary-Clubs Lampertheim. Der Service-Club unterstützt die Berufsinformationsbörse. Er hatte Betriebe unterschiedlichster Berufssparten ermuntert, ihre Ausbildungsangebote während der Infoveranstaltung den Schülern und Eltern zu präsentieren. 31 Firmen oder Institutionen sind diesmal dabei.

Für die Real- und Hauptschüler sei es wichtig, sich frühzeitig mit Ausbildungsmöglichkeiten zu beschäftigen, bekräftigt Brems. Immer weniger junge Leute würden eine Ausbildung beginnen. Dem wolle der Rotary-Club entgegenwirken. „Die teilnehmenden Firmen haben sich gut vorbereitet und auch praktische Arbeiten, entsprechend den Berufsbildern, mitgebracht“, lobt Clubmeisterin Claudia Schlappner. Die am häufigsten gestellten Fragen seien die nach der Ausbildungsdauer und nach Aufstiegsmöglichkeiten.

„Es ist eine Pflichtveranstaltung für die Schüler der Klassen acht bis zehn“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Alexander Böhm. Er bedauert: „Es kommen sehr wenige Eltern mit. Wir möchten die Eltern mehr ins Boot holen.“ Laura Volz, Mary-Sue Bernattek-Götz und Lisa Wawer, alle aus Klasse zehn, sind wissbegierig. Sie informieren sich beim Einstellungsberater der Hessischen Polizei, Frank Dingeldey, über den Polizeiberuf und die Einstellungstests. Dingeldey empfiehlt den Mädchen, nach dem Abschluss an der ADS die Elisabeth-Selbert-Schule (Fachoberschule) zu besuchen und später ein Praktikum zu absolvieren. Er erwähnt außerdem, dass die Hessische Polizei demnächst doppelt so viel Personal wie in den Vorjahren einstelle.

Laura Wickenhäuser kann sich eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich vorstellen. Deshalb informiert sie sich bei Energieried. Heike Roos, Leiterin der Kindertagesstätte Rosenstock, berichtet, dass Mädchen und Jungen nach Praktikumsplätzen gefragt hätten. Umlagert sind auch die Infostände von großen Unternehmen wie BASF oder Fiege Logistik.

Gärtnermeister und Ausbilder bei der Stadt Lampertheim, Thomas Schramm, hat mit Landschaftsgärtnerin Annetta Back im Flur der Schule eine Trockenmauer errichtet. „Für den Gärtnerberuf interessieren sich wenige“, bedauert Schramm. Auch das Diakonische Werk Bergstraße ist vertreten. Tatjana Maier-Borst bietet Hilfe in der offenen Sprechstunde an. Jeannette Bischer von der Schulleitung der Altenpflegeschule Bergstraße beantwortet Fragen nach den Anforderungen in der Pflege. „Bei uns an der Einrichtung wird Lernunterstützung angeboten“, ermutigt sie auch Hauptschüler und Schüler mit Migrationshintergrund. „Die Noten sind nicht das alleinige Kriterium“, betont Bischer. roi

© Südhessen Morgen, Montag, 10.10.2016

Eine ganze Palette an Berufen

Die Frage, ob er "Polizei hat" braucht Einstellungsberater Frank Dingeldey (rechts) nicht mehr zu beantworten - er ist schließlich Hauptkommissar. Foto: Torsten Gutschalk

Die Frage, ob er „Polizei hat“ braucht Einstellungsberater Frank Dingeldey (rechts) nicht mehr zu beantworten – er ist schließlich Hauptkommissar. Foto: Torsten Gutschalk

Von Uwe Dietrich

DELP-SCHULE Über 400 Schüler nehmen an Info-Börse teil / Spärlicher Besuch der Elternschaft

LAMPERTHEIM – Sie ist eine wahre Erfolgsstory – die am vergangenen Samstag vom Rotary-Club bereits zum 25. Mal veranstaltete Berufsinformationsbörse für Haupt- und Realschüler in der Alfred-Delp-Schule (ADS). Seit 9 Uhr morgens herrschte auf den Fluren und in den Schulsälen geschäftiger Betrieb; für die Klassen 8 bis 10 war der Besuch als eine Pflichtveranstaltung angesetzt. So tummelten sich bis in die Mittagszeit hinein mehr als 400 Schüler und außerhalb des Schulgebäudes, um frühzeitig durch das Sammeln von Informationen und Kontakten bessere Perspektiven für das künftig Berufs- oder auch das weitere Schulleben zu erhalten.

Umfeld stark vom Mittelstand geprägt

„Gerade das vom Mittelstand geprägte Umfeld von Lampertheim ist auf Auszubildende angewiesen und nutzt deshalb die in der Region einzigartige Berufsinformationsbörse, um Kontakte zu potenziellen Lehrlingen und Praktikanten zu knüpfen“, stellte der Lampertheimer Rotarierpräsident Hans Jürgen Brems beim Rundgang fest. Bei der silbernen Jubiläumsveranstaltung war auch ein deutlich angestiegenes Interesse aus den Reihen der Ausbildungsbetriebe festzustellen. An 31 Informationsständen war eine breite Angebotspalette vom Malerbetrieb, über Autohaus, Bundeswehr und Polizei, bis hin zu Banken und Krankenkassen vertreten. Erstmals waren auch zwei Betriebe aus Frankenthal und Bensheim mit dabei.

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main tritt dabei als Bildungsträger auf, der verschiedene Lehrgänge zur beruflichen Eingliederung anbietet. Dies geschieht mit viel Manpower in multiprofessionellen Teams mit Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen. Michael Moser aus der Außenstelle Lampertheim des Berufsbildungs- und Technologiezentrums Bensheim will junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt unterstützen und bietet dafür im Auftrag der Agentur für Arbeit in Lampertheim einen Lehrgang „Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme“ (BvB) an. Interessenten müssen sich nach Erfüllung der Vollschulzeitpflicht bei der Agentur für Arbeit in Bensheim „Ausbildungssuchend“ melden und werden dann dem Bildungsträger in Lampertheim zugewiesen. Ziel ist es, bei der Berufswahl zu unterstützen und bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle zu helfen.

Der Handwerkskammer kommt dabei zupass, dass sie ein Netzwerk mit dem Handwerk aufgebaut hat, das Praktika anbietet und mögliche Fertigkeiten bei den Nutzern erkundet. Zwei praktische Beispiele wurden bei der Ausbildungsbörse dazu präsentiert: Der Lampertheimer Dilon Zintel wird in einem Kfz-Betrieb, der Nordheimer Lukas Walter in einem Lackierbetrieb ein erstes Praktikum antreten, das je nach Interesse oder auch Eignung in einem Ausbildungsplatz münden könnte. Stolz ist der stellvertretende ADS-Schulleiter Alexander Böhm auf das Alleinstellungsmerkmal, das seine Schule seit 25 Jahren mit der Berufsbildungsbörse inne habe. Unzufrieden sei er allerdings mit dem sehr spärlichen Besuch aus dem Bereich der Elternschaft, die auch eingeladen war.

Zum Abschluss waren alle Akteure dann noch zu einem Jubiläums-Umtrunk und einem Gedankenaustausch unter der Leitung von Ronald Jäckel von der IHK Darmstadt Rhein-Main-Neckar eingeladen; Themen dabei waren die kommenden Demografieprobleme auch bei der Gewinnung von Auszubildenden und die Frage an die Arbeitgeber, wie sie dieses Problem in Angriff nehmen wollen.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

Gute Noten und andere erfreuliche Nachrichten

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Die Jahrgangsbesten freuten sich über eine Urkunde und ein Glückspäckchen. Foto: Torsten Gutschalk

Von Vanessa Joneleit

ALFRED-DELP-SCHULE Jahrgangsbeste geehrt und Schulfesterlös übergeben / Neue Ausstattung für Sportunterricht

LAMPERTHEIM – Gute Noten, ein stattlicher Schulfesterlös und eine neue Ausstattung für den Sportunterricht: Gleich drei Anlässe waren es, weshalb Sylvia Meier am Freitagmorgen in die Bibliothek der Alfred-Delp-Schule geladen hatte – und allesamt waren sie erfreulich.

„Es hat bei uns schon Tradition, dass wir zu Beginn eines neuen Schuljahres die Jahrgangsbesten des vergangenen Schuljahres ehren“, betonte die Schulleiterin, als sie in die erwartungsfrohen Gesichter der Jugendlichen blickte. Eine Urkunde und ein Glückspäckchen hatte sie für diejenigen im Gepäck, die mit guten Noten überzeugen und überdurchschnittliche Zeugnisse vorweisen konnten. „Ich freue mich immer, wenn ich bei dieser Ehrung in neue Gesichter blicken darf. Genauso schön ist es aber, wenn ich jemanden hier jedes Halbjahr begrüßen darf“, betonte Meier.

Metatop ermöglicht neue Sportausrüstung

„Als ganz besonders“ bezeichnete die Schulleiterin die Leistungen von Noah Hannawald: Er sei jedes Jahr unter den Geehrten und verdiene auch in diesem Jahr mit einem Schnitt von 1,0 große Anerkennung. Gut gemacht hätten sich aber auch die Schüler der Sprachintensivklasse, die ebenfalls mit ordentlichen Leistungen überzeugen konnten. „Man sieht: Anstrengen kann sich lohnen“, schloss Meier.

Für den nächsten Anlass präsentierte die Schulleiterin zwei Schecks, auf denen jeweils der stolze Betrag von 514,22 Euro zu lesen war. „Bei den insgesamt 1 028,44 Euro handelt es sich um den Erlös des Schulfestes, das Ende Mai dieses Jahres stattgefunden hat“, erklärte sie, „damit möchten wir gleich zwei Projekte unterstützen.“

Zum einen sei das der Lima-Verein, der bereits seit 29 Jahren existiere und der Kindern aus den Slums in Peru acht Schuljahre und einen Schulabschluss ermögliche. Zum anderen werde auch der Förderverein der Schule mit 514,22 Euro bedacht, der das Geld in die Neugestaltung des Schulhofes investieren möchte. „Wir haben die Zusage für die Sanierung bereits, die Arbeiten verzögern sich derzeit allerdings noch ein wenig. Das liegt am Gesamtkonzept für den Schulverbund“, so Meier. Für welche Gerätschaften das Geld genau genutzt werde, das dürften die Schüler mitentscheiden.

Erfreuliches hatte unterdessen auch Dominic Adameit aus der Sportfachschaft zu berichten. Bereits zum dritten Mal habe man mit dem Sportmarketing-Unternehmen Metatop kooperiert, dessen Mitarbeiter als Sponsorenvermittler tätig sind. „Das Unternehmen ging für uns in Lampertheim und Umgebung hausieren und versuchte, Sponsoren für Sportpakete im Wert von 50 bis 200 Euro zu finden“, erklärte Adameit. Neun Sponsoren konnten gefunden werden, insgesamt kamen 2 100 Euro zusammen – von denen die Hälfte an Metatop und die andere Hälfte an die ADS geht. „Davon schaffen wir Dinge wie Bälle, Baseballschläger oder Volleyballnetze an“, betonte er und freute sich über die neue Ausstattung. „Für uns lohnt sich das natürlich total, denn unser Budget ist begrenzt und kaputt geht da immer mal etwas“, bemerkte Meier.

© Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

„Goldstück“ der Berufsinformation feiert 25. Jubiläum

Ausbildungsbörse des Rotary Club in der Alfred-Delp-Schule am 8. Oktober

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Die Schüler bekommen durch frühzeitige Informationen und Kontakte bessere Perspektiven. In diesem Jahr nehmen 31 ausbildende Betriebe bei der Informationsbörse des Rotary Clubs Lampertheim in der Alfred-Delp-Schule teil.Archivfoto: Eva Wiegand

 

LAMPERTHEIM – Für den Rotary Club Lampertheim  ist es schon gute Tradition, einmal im Jahr zusammen mit der Alfred-Delp-Schule (ADS) eine Berufsinformationsbörse zu veranstalten. In diesem Jahr gibt es einen besonderen Anlass zu feiern, denn die wirkungsstarke Aktion jährt sich zum 25. Mal. Am Samstag, 8. Oktober, sind rund 400 Schüler der 8. bis 10. Klassen der ADS von 9 bis 12 Uhr und ihre Eltern eingeladen, sich intensiv bei Ausbildungsbetrieben der Region zu informieren.

„Die lange Tradition der Ausbildungsbörse ist ein Erfolg für uns, aber auch für die Schule“, betonte der amtierende Präsident des Rotary Club, Hans-Jürgen Brems. Dabei kann die Börse mit einem neuen Teilnehmerrekord aufwarten: „31 Ausbildungsbetriebe haben fest zugesagt. Dabei gibt es einen ganzen Blumenstrauß an Angeboten: Neben der Industrie, dem Handwerk und Dienstleistungsbetrieben wie Banken oder Versicherungen sind auch Behörden, die Polizei, das Gesundheitswesen, Logistikunternehmen oder auch Firmen aus dem Energiebereich mit an Bord“, ergänzte Lothar Litters, der die Veranstaltung seitens des Rotary Club federführend organisiert. „Wir haben Firmen von Bensheim bis Frankenthal, von Worms bis Mannheim mit dabei und natürlich auch direkt aus Lampertheim.“

Zum 25. Jubiläum wollen Schule und Rotary Club besondere Akzente setzen. Daher wird es erstmals ein Diskussionsforum für Betriebe geben. Um 12 Uhr haben diese die Möglichkeit, ihre Wünsche und Vorstellungen zu formulieren und über das Thema duale Ausbildung zu diskutieren. „Wir wollen bewusst eine Ausbildungsbörse für Haupt- und Realschüler anbieten. Der Trend geht immer mehr zum Gymnasium und zum Studium – mit der Folge, dass es besonders für mittelständische Betriebe immer schwieriger wird, geeignete Auszubildende zu finden. Wir wollen direkt mit den Ausbildungsbetrieben diskutieren, was das Handwerk, der Einzelhandel aber auch die Schulen machen, um diesem Trend etwas entgegenzusetzen“, so Lothar Litters. Die Moderation dieser Diskussionsrunde übernimmt Ronald Jäckel von der IHK Darmstadt.

Dass die Berufsinformationsbörse ein Gewinn für alle Beteiligten ist, darüber sind sich die Organisatoren einig. Immer wieder gibt es Rückmeldungen über erfolgreich vermittelte Ausbildungsplätze, eine genaue Evaluierung sei jedoch sehr schwierig. „Zumal es nicht nur um Ausbildungs-, sondern auch um Praktikumsplätze geht“, stellte der stellvertretende Schulleiter der ADS, Alexander Böhm, heraus. „Diese Börse ist ein wichtiges Signal an unsere Schüler, sich mit dem Thema Ausbildung intensiv auseinanderzusetzen. Im Unterricht wird diese Veranstaltung daher auch intensiv vor- und nachbereitet. Für alle Schüler der Klassen 8 bis 10 ist der Besuch der Berufsinformationsbörse daher auch verpflichtend.“ Die Schule freue sich, dass so viele Betriebe kämen und aktiv um die Schüler werben. „Es ist gut für unsere Schüler zu sehen, dass sie gebraucht werden“, so Alexander Böhm weiter. Doch auch die benachbarte Biedensandschule ist eingeladen, um sich zu informieren – der zweite Nachbar, die Elisabeth-Selbert-Schule, wird ebenfalls vor Ort sein, als Berufsschule allerdings mit einem Informationsstand.

„Wir sind stolz, dass wir mit der Alfred-Delp-Schule die einzige Schule im weiteren Umkreis sind, die eine Berufsinformationsbörse in dieser Form anbietet“, freut sich Hans-Jürgen Brems. „Danke an den Rotary Club für den reibungslosen Ablauf und dieses tolle Angebot für unsere Schüler. Wir haben viele Punkte an unserer Schule im Bereich Berufsinformation, aber dies ist unser Goldstück“, hofft Alexander Böhm auf eine gelungene Veranstaltung. Benjamin Kloos

(c) TIP-Verlag