Moderner Unterricht in vollwertigen Räumen

BIEDENSAND CAMPUS: Modulbauten an Lessing-Gymnasium und Alfred-Delp-Schule werden erstellt / Landrat Engelhardt macht sich Bild vor Ort


LAMPERTHEIM – Der große Kran in der Biedensandstraße war am Dienstag bereits von weitem sichtbar, die ersten Arbeiten rund um den künftigen Biedensand Campus sind gestartet: Um den Unterricht während der anstehenden Baumaßnahmen aufrecht zu erhalten, werden derzeit an der Alfred-Delp-Schule (ADS) und am Lessing-Gymnasium Modulbauten erstellt. Landrat Christian Engelhardt machte sich vor Ort ein Bild von den Maßnahmen, die inklusive Innenausbau eine oder zwei Wochen vor dem Ende der Sommerferien abgeschlossen sein sollen, damit pünktlich zum neuen Schuljahr SchülerInnen in die neuen Unterrichtsräume einziehen können.

Am Lessing-Gymnasium entstehen derzeit in Modulbauweise sechs neue Klassenräume auf zwei Etagen, in der Alfred-Delp-Schule sind es vier Klassenräume mit jeweils einem Putz- und Technikraum. Vier Module ergeben dabei einen Klassenraum. Die Modulbauten stellen dabei ein vollwertiges Gebäude dar. „Sie bieten eine sehr hohe Aufenthaltsqualität und sind bei vielen Schülerinnen und Schülern beliebter als bestehende Schulgebäude, besonders wenn es sich um Altbauten handelt”, so Landrat Engelhardt. „Das LGL wächst! Durch die Module bekommen wir zusätzlichen Raum mit modernster technischer Ausstattung.” So werden die Räume, die bis zur Fertigstellung des Biedensand Campus bestehen werden, mit Beamern und Whiteboards ausgestattet sein. Insgesamt nimmt der Kreis Bergstraße circa zwei Millionen Euro für die neuen Modulbauten in die Hand.

„Lampertheim ist ein spannender Standort, heute ist der Auftakt für die Baumaßnahmen rund um den Biedensand-Campus”, stellte Landrat Engelhardt klar. „Derzeit befinden wir uns für diesen in der Planungsphase 2, in der auch die Details für den Abriss und den Neubau sowie den entsprechenden Zeitplan geklärt werden.” Das Ergebnis wird noch in diesem Jahr vorgestellt werden.

Bei den SchülerInnen herrscht bereits große Aufregung und Spannung, wer in die neuen Klassenräume einziehen darf. Welche Klassen dies am LGL sein werden ist laut Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur noch nicht endgültig geklärt. Dass die Modulbauten jedoch dringend nötig sind verdeutlicht die Tatsache, dass im kommenden Schuljahr durch die Klassenstufe 13 circa 150 zusätzliche SchülerInnen die Schule besuchen werden. Gleichzeitig lobte die engagierte Schulleiterin die enge und sehr gute Zusammenarbeit des Kreises mit der Schule bei den Planungen.

Parallel zum Lessing-Gymnasium starteten die Arbeiten an der ADS. Auch hier werden die durch die Module geschaffenen Räume dringend benötig – so ist hier die Schülerzahl in den vergangenen sechs Jahren von 550 auf 750 gestiegen. „Wir freuen uns auf die Module, die bereits mit den Dreieckstischen und bunten Stühlen ausgestattet sind, die wir künftig hier an der ADS im Biedensand Campus haben werden”, betonte der stellvertretende Schulleiter Alexander Böhm.

Der Aufbau der Module selbst wird dabei an beiden Schulen schnell vonstatten gehen, anschließend folgt der Innenausbau – insgesamt werden 1,5 Monate Bau- und Ausbauzeit veranschlagt, am 30. August wird dann hier der erste Unterricht abgehalten. Benjamin Kloos

© 2021 TIP-Verlag Lampertheim.

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Kreissieger des Mathematik-Wettbewerbs geehrt

Bildung – Der landesweite Leistungsvergleich für Schüler der achten Klassen wird von der Metall- und Elektroindustrie seit zwei Jahrzehnten unterstützt
Von 
red

Darmstadt/Bergstraße. Im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung wurden gestern die 27 südhessischen Kreissieger des landesweiten Mathematik-Wettbewerbs geehrt. Den Kreissiegern gratuliere Dirk Widuch, Verbandsgeschäftsführer Südhessen von Hessen-Metall. Hessenweit haben rund 49 000 Schüler der achten Klassen an dem Wettbewerb teilgenommen.

„Sich auf Kreisebene durchzusetzen, ist eine Leistung, auf der die Schülerinnen und Schüler sehr stolz sein dürfen“, betonte Widuch in diesem Zusammenhang.

Fünf Bergsträßer Sieger

Die 27 südhessischen Kreissieger im Mathematik-Wettbewerb des Landes Hessen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Landkreise:

Kreis Bergstraße: 5 – dies sind Anna Vettel (Heppenheim, Starkenburg-Gymnasium), Alberto Stefanetti und Dorina Lakatos (beide Alfred-Delp-Schule, Lampertheim, siehe Bild) sowie Saad Iqbal und Miriam Kohl (beide Eugen-Bachmann-Schule, Wald-Michelbach).

Stadt Darmstadt: 7

Kreis Darmstadt-Dieburg: 7

Kreis Groß-Gerau: 4

Odenwaldkreis: 3

Hessen-Metall unterstützt den hessischen Mathematik-Wettbewerb seit dem Jahr 2000 und ehrt die Jugendlichen, die sich als Kreis- oder Landessieger qualifizieren. „Sehr gut qualifizierte Beschäftigte sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Metall- und Elektro-Industrie. Mathematik ist Bestandteil zahlreicher Tätigkeiten in unserer Industrie und somit eröffnet ein Interesse an mathematischen Zusammenhängen vielfältige Möglichkeiten bei der Berufswahl“, so Widuch weiter.

Dies bestätigte auch Reinhard Pfeifer, Ausbildungsleiter bei Dentsply Sirona in Bensheim, der im Rahmen der Preisverleihung die Ausbildungsmöglichkeiten und dualen Studiengänge des Unternehmens vorstellte: „Ein gutes mathematisches Verständnis ist eine sehr wichtige Qualifikation für alle Berufe in der Industrie. Vor allem in den technischen Ausbildungsberufen und in den Ingenieurstudiengängen spielt die Mathematik von Anfang an eine sehr große Rolle.“

„Die Pandemie hat den Berufsorientierungsprozess leider viel schwieriger gestaltet, da bewährte Angebote nicht immer eins zu eins in digitale Formate überführt werden konnten“, sagte Dirk Widuch. „Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie suchen aber weiterhin Auszubildende und dual Studierende. Es zahlt sich aus, sich zu informieren und zu bewerben.“

Der hessische Mathematik-Wettbewerb wird bereits seit dem Jahr 1969 durchgeführt und ist seit 2001 für alle allgemeinbildenden Schulen in Hessen verpflichtend. Der Schwierigkeitsgrad ist der jeweiligen Schulform angepasst.

Die Spannung bleibt für die 27 ausgezeichneten Kreissieger auch nach der gestrigen Ehrung noch erhalten, denn der Wettbewerb ist noch nicht beendet. Die Klausur zur Ermittlung der Landessieger haben die Kreissieger geschrieben. Die Ehrung erfolgt am 14. Juli.

 

Umfassende Informationsmöglichkeiten und freie Stellen für Ausbildung und duales Studium in der Metall- und Elektro-Industrie bieten im Übrigen die Webseite www.me-vermitteln.de sowie die App ME-Berufe. red

www.morgenweb.de

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Welchen Einfluss Corona auf Praktika und Betriebe nimmt

Durch die Pandemie hat sich die Zahl der Praktika im Kreis Bergstraße reduziert. Doch nicht alle mussten auf die erste Berufserfahrung verzichten. Was war und ist möglich?

 
Von Christopher Hechler
Volontär
 

Durch die Pandemie bleibt einigen Schülern ein Praktikum verwehrt. Doch Konrektor Mario Mörstedt von der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim berichtet, dass es dennoch immer mal wieder die Möglichkeit für einen Einblick in den Beruf gab. (Foto: Thorsten Gutschalk)

 
KREIS BERGSTRASSE – Ein Blick in die Zukunft, bevor die Schule endet und der Arbeitsalltag beginnt: Schülerpraktika sind für Jugendliche ab der 8. Klasse eine wichtige Hilfe bei der Berufsorientierung. Wegen der Corona-Pandemie fallen solche Gelegenheiten zur Praxiserfahrung aber seit März letzten Jahres teils gänzlich aus, berichten Schulen im Kreis Bergstraße auf Nachfrage. Für künftige Abgänger könnte das problematisch werden.
„Die Schulzeit ist eine einmalige Sache“, sagt Mario Mörstedt von der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim, „was man da nicht mitnehmen kann, hat man für immer verpasst.“ Das meint in diesem Fall vor allem wichtige Kontakte, weiß der Konrektor: „Viele Schüler finden ihre Lehrstelle über ihr Praktikum“, so Mörstedt, laut dem es in den letzten Monaten zumindest immer mal wieder die Möglichkeit gegeben habe, Praxiserfahrung zu sammeln.
 
Während es in der Martin-Buber-Schule in Heppenheim laut Konrektorin Beate Späth „gar nicht so dramatisch“ gewesen sei, weil relativ viele Schüler ein Praktikum hätten wahrnehmen können, ist bei der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim einiges weggefallen, bestätigt Berufskoordinator Marcel Keller. Zwar durften Praktika, „solange ein Einverständnis von der Schule, vom Betrieb und von den Eltern“ vorlag, absolviert werden, aber: „Ungefähr ein Drittel hat das genutzt, zwei Drittel konnten keine Praktika machen, weil meist Absagen von den Betrieben kamen.“ Immerhin digitale Alternativen zum herkömmlichen Praktikum habe es aber von verschiedenen Unternehmen gegeben, so Keller.
Eines davon war das ebenfalls in Bensheim ansässige Dentsply Sirona, bei dem in normalen Zeiten jährlich rund 50 Schüler ihr Praktikum antreten, erzählt Senior Corporate Communications Manager Anna Hinrichsen. Stattgefunden hätten demnach unter anderem digitale Betriebserkundungstage, bei denen in der Regel eine ganze Klasse beteiligt gewesen sei. „Das Programm bestand aus allgemeinen Infos zur Firma, zu den Berufen und zum Bewerbungsprozess“, berichtet Hinrichsen. Zwar sei so etwas „sehr gut angenommen worden“, aber „digitale Angebote können definitiv nicht den direkten Eindruck vor Ort ersetzen. Es fehlt die Haptik, auch das eigene Ausprobieren an der Werkbank und somit die ‚Sicherheit‘ für die Schüler, den ‚richtigen‘ Beruf gefunden zu haben.“
 
Die fehlende Vor-Ort-Erfahrung bringt für Schüler und Betriebe gleichermaßen Nachteile mit sich. Man stelle fest, erklärt Susanne Berneit von der Agentur für Arbeit, „dass die Berufswünsche der Jugendlichen und die angebotenen Berufe noch weniger als sonst zusammenpassen. Die Jugendlichen sind viel klarer in der Vorstellung, was sie machen möchten. Die Alternativen haben sie nicht gesehen,“ so die Teamleiterin für Berufsberatung. Auch der Schritt ins Studium könnte nun schneller passieren als sonst, weil „Dinge wie Work and Travel quantitativ deutlich geringer möglich“ seien.
Aufseiten der Unternehmen sind Schülerpraktika gerade im Handwerk „ein ganz wichtiges Instrument, damit junge Menschen die Betriebe kennenlernen können“, sagt Dietmar Schott, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergstraße. Mittelfristig sei deshalb klar, dass die Handwerksbetriebe in der Region solche Praktika wieder anbieten wollen. Zwar habe man gesehen, dass das Interesse am Handwerk noch da sei, doch „der Fachkräftemangel war vor Corona schon da, Ausbildungsplätze zu besetzen ist ein großes Thema für uns“, so Schott. Ermutigende Worte findet Susanne Berneit: Die kleine Firma habe es in diesem Jahr zwar nicht leichter, sie würde aber nicht sagen, „dass es für die Betriebe deutlich schlechter geworden ist.“ Und auch für Schulabgänger sehe es auf dem Ausbildungsmarkt gut aus. „Wir haben alle Berufe noch da, auch in den Branchen, die wirklich gebeutelt waren“, so Berneit.
Und: In manchem Heppenheimer Betrieb klappte ein Praktikum mit entsprechenden Hygienemaßnahmen und Schnelltests sogar schon während der Corona-Zeit. 23 Schüler konnten seit März 2020 bei der Sparkasse Starkenburg einen Blick in den Betrieb werfen, berichtet Katja Arnold vom Personalmanagement. Auch bei der KfZ-Werkstatt A.T.U lief laut Geschäftsführer Nertil Bunjaku „alles normal“. Im Agaplesion Haus Johannes beispielsweise, gab es dagegen erst gar keine Anfragen, Praktikanten hätte man bis Mai dieses Jahres aber ohnehin nicht nehmen dürfen, sagt Marcel Bürner von der Unternehmenskommunikation der HDV GmbH.

© Echo Zeitungen GmbH

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Tag der offenen Tür 2021

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Digitaler Konferenzraum statt Klassensaal

Lampertheimer Schüler berichten von ihren Erfahrungen am ersten Tag nach den Winterferien

Can Alagöz und sein jüngerer Bruder Mikail kommen am ersten Schultag gut zurecht – wenngleich der Unterricht mal wieder anders läuft als gewohnt.

Lampertheim. Gehofft hatten sie auf auf normalen Unterricht: Doch daraus wird erst einmal nichts. Wie sie nach den Weihnachtsferien in den Schulalltag gestartet sind, berichten drei Lampertheimer Schüler.

Can Alagöz besucht seit Montag die Betreuung der Alfred-Delp-Schule. „Als wir kamen, lagen auf unseren Plätzen die Wochenpläne mit Aufgaben für die verschiedenen Fächer“, erzählt Can. Der Elfjährige begann mit Deutsch. Rechtschreibung stand auf dem Programm. Nachdem er die Lernaufträge abgearbeitet hatte, fotografierte Can sie mit dem iPad, um sie bis Freitag digital an seine Klassenlehrerin zu übermitteln. Für den Sechstklässler folgten Englisch und Geschichte mit dem Thema „Das alte Ägypten“. Später standen noch Erdkunde und Ethik auf dem Stundenplan. „Wir hatten auch zwei Klassenkonferenzen“, erzählt er stolz im Gespräch mit dieser Redaktion. Auf einem Riesenmonitor waren dabei Lehrer und Mitschüler zugeschaltet. Am Bildschirmrand wurden die Bedienelemente angezeigt. „Das Symbol mit der erhobenen Hand tippe ich an, wenn ich mich melden möchte“, berichtet Can. Alles habe super geklappt.

Als er schließlich nach Hause kommt, wird er von seinem kleinen Bruder Mikail in Empfang genommen, der ihm seine Mathelösungen zeigt. Der Sechsjährige ist Erstklässler an der Goetheschule. „In den Ferien habe ich mit der Lern-App Anton gearbeitet, jetzt erhalten wir von der Schule immer neue Übungshefte“, freut sich Mikail. […]

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Trauernachricht

Horb Schiöberg

Am 14. Dezember 2020 verstarb Horb Schiöberg im Alter von 85 Jahren. Sie war Gründerin des Lima-Projekts und jahrelang Vorsitzende des daraus entstandenen Lima-Vereins. Dieses soziale Projekt ist mit der Alfred-Delp-Schule Lampertheim eng verknüpft.

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LIMA-AKTUELL – Advent 2020

 

Die neusten INFORMATIONEN aus LIMA/Peru und dem CIAD  /

Die Lehrerin Vicky schreibt:

“ Das CIAD ist, Corona bedingt, seit Juni 2020 geschlossen. Die tägliche warme Mahlzeit gibt es nicht mehr. Im Armenviertel von Collique wehen vor immer mehr Hütten weiße Fahnen. Sie bedeuten „Hier leiden wir Hunger“, damit …….“

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Meier: „Ein Jahrgang für die Geschichtsbücher“

Alfred-Delp-Schule 120 Absolventen der Haupt- und Realschule erhalten ihre Zeugnisse in Kleingruppen in der Mensa

Klassenlehrerin Sabine Bruch und Konrektor Alexander Böhm übergeben Cynthia-Clara Hojdem ihr Abschlusszeugnis. © Kevin Schollmaier

Autor: Kevin Schollmaier

Lampertheim. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Am Freitag hat die Alfred-Delp-Schule 120 Absolventen verabschiedet. Eigentlich ein feierlicher Moment mit Zeremonie und großer Fete. Statt die Übergabe wegen Corona komplett ausfallen zu lassen, bescherten Rektorin Sylvia Meier und ihr Stellvertreter Alexander Böhm den Schülern in der Mensa einen besonderen, weil sehr persönlichen Augenblick der Freude. In Gruppen von drei Schülern und Familienangehörigen erhielten sie dort ihre Zeugnisse.

Auf die Leistungen selbst hatte der Corona-bedingt ausgefallene Unterricht und die geschlossene Schule indes offenbar keine Auswirkungen. „In Sachen Anzahl und Güte der Abschlüsse konnten wir keine negativen Veränderungen feststellen“, erklärte Konrektor Böhm. Stattdessen seien „viele sehr gute Noten“ dabei. Vielleicht, so vermutete der Lehrer in seiner kurzen Rede, hätten das frühe Unterrichtsende und die Verschiebung der Klausuren um zwei Wochen bei manchem sogar eine stärkere Fokussierung bewirkt.

So oder so, betonte Schulleiterin Sylvia Meier, sei der Abschluss-Jahrgang 2020 „einer für die Geschichtsbücher“. Schließlich habe seit Jahrzehnten keine Schülergeneration mehr mit solcher Ungewissheit und mit kurzfristigen Veränderungen umgehen müssen. „Das kann man in solch einer ohnehin schon angespannten Lebenssituation nun wirklich nicht gebrauchen“, sagte Meier. Sonderlob gab es aber nicht nur für die Schüler, die auch auf ihre Abschlussfahrt verzichten mussten. Eine Mutter ergriff bei der Übergabe kurzerhand das Wort und bedankte sich bei den Verantwortlichen der Haupt- und Realschule für die gute Informationspolitik und den strukturierten Ablauf während der Schließung. „Anderswo“, so die Mutter unter Berufung auf Arbeitskollegen, ist das viel chaotischer gelaufen“.

Neben der Vorbereitung gelang der Alfred-Delp-Schule auch ein schöner Schlusspunkt für die Absolventen. An drei Stehtische verteilt, geschmückt mit weißen Rosen und goldenen ADS-Lettern, erhielten sie in der Mensa das wichtigste Dokument ihrer bisherigen Schullaufbahn. Dort schloss sich für die Schüler ein Kreis: Zum damaligen Fußball-WM-Song „Auf uns“ von Andreas Bourani waren sie schon vor sechs Jahren in die Mensa eingelaufen und eingeschult worden. Nun weckte das Lied längst vergessene Erinnerungen – gemäß der Liedzeilen – „an Tage, die hinter uns liegen“ voll Freude und Tränen. Gleichzeitig stießen die Schüler aber auch an auf „das, was vor uns liegt“. Auch wenn es ein vergleichsweise geräuschloser Abschluss ist, so war es für die Schüler am Ende dennoch ein besonderer Moment. Ihren goldenen Augenblick ließen sie sich von Abstands- und Hygieneregeln nicht kaputtmachen. In kleiner Runde fielen auch spontane Danksagungen an Lehrer einfacher als vor versammelter Schulgemeinde.

Abschlussjahrgang 2020

Die Klassenbesten des Abschlussjahrgangs 2020 sind: Angelina Krause, Noah Hannawald, Natalie Dubina, Albert Sadiku, Cora Hamm, Dion Kreher und Jonas Dempewolf.

Sie erhielten Buchgutscheine des Rotary-Club . ksm

 

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Die Streitschlichter

Zoff in der Klasse, Streit in der Pause, Ärger mit Kindern aus anderen Lerngruppen?

Streitschlichter helfen dabei, in Streitsituationen einen „kühlen Kopf“ zu bewahren und Lösungen zu finden.

An der ADS können sich Schüler und Schülerinnen ab der 7. Jahrgangsstufe in der Arbeitsgemeinschaft (AG) Streitschlichter engagieren. Hierfür machen sie eine 3-tägige Ausbildung, um zunächst die Grundlagen der Mediation (Streitschlichtung) kennen zu lernen.

Weitere Ausbildungsinhalte sind die Rolle des Streitschlichters an der Schule, Methoden, Techniken und Übungen zur Wahrnehmung und Kommunikation sowie Theorien und Übungen zum Thema Teamarbeit und Kooperation.

Die Jugendlichen des Streitschlichterteams kümmern sich um jegliche Streitigkeiten ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen.

Derzeit gibt es ca. 16 Streitschlichter aus den Jahrgangsstufen 7H-9R, die von Frau Popp (Lehrerin mit Mediationsausbildung) und Dominik Slager (FSJ-Kraft und ehemaliger Streitschlichter) ausgebildet wurden.

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Vorbereitung auf das reale Leben in Lampertheim

Gemeinsame Projektwoche von drei Lampertheimer Schulen bringt Jugendlichen neue Erkenntnisse.

Von vdö
 
 
LAMPERTHEIM – Daumen hoch für das Projekt der Kooperation Lampertheim: In der vergangenen Woche hatten für die Achtklässler der Alfred-Delp-Schule (ADS), der Biedensand- und der Nibelungenschule drei Projekttage stattgefunden, nun durften die Schüler zeigen, was sie von der Sache halten. Nach rechts und nach links zum Nachbarn geschaut, den Daumen erst lässig nach unten, dann aber doch klar nach oben gestreckt – die Meinung war deutlich: Die Workshops unter dem Motto „Respekt“ waren eine Abwechslung und lehrreich gewesen.
Seit 1987 veranstaltet die Kooperation Lampertheim die Projekttage. Der organisatorische Zusammenschluss von Hilfseinrichtungen für Jugendliche unter der Federführung der Stadtverwaltung richtet sich direkt an Haupt- und Realschüler. Ahmed war gemeinsam mit Klassenkameraden bei der Polizei gewesen, hatte sich außerdem über die Jugendgerichtshilfe informieren können. „Das hat Spaß gemacht, wir haben diese kalten Zellen gesehen und uns wurde erklärt, wie Fingerabdrücke genommen werden“, sagte er vor seinen Mitschülern. Die Achtklässler hatten sich extra in der Mensa versammelt und einen Stuhlkreis gebildet. Erst zögerlich, dann aber doch erzählten sie von ihren Erfahrungen.
 
 
Auf die W-Fragen sollten sie achten, hatte ihnen Eva Starke noch vor Beginn der Reflexionsrunde eingebläut. Sie ist eine der beiden Klassenlehrerinnen, die in der vergangenen Woche ebenfalls viel dazugelernt hat: „Neu war für mich nicht nur, dass das Diakonische Werk eine Sprechstunde für Berufsberatung extra für Jugendliche anbietet, sondern auch, dass ich mit einer Klasse einmal zu einer Gerichtsverhandlung gehen kann“, sagte sie.
Die Erfahrungen waren breit gestreut: John etwa war bei der Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt gewesen und hatte die Jugend- und Suchtberatung Prisma kennengelernt. „Ich hatte nicht gewusst, dass es einen Unterschied zwischen Kalt- und Warmmiete gibt, das ist aber wichtig“, sagte er. Sein Mitschüler Elias erklärt: „Wir mussten durchrechnen, wie wir mit unserem Geld klarkommen würden.“ Bei einem Lehrgeld von 750 Euro blieben mit allen Verträgen und Verpflichtungen nur 92 Euro im Monat für sich selbst übrig – „das finde ich sehr wenig“, sagte er.
Die Aktion funktionierte auf verschiedenen Ebenen: Manche Gruppe war zunächst in einer Kletterhalle gewesen, bevor sie gemeinsam Themen erarbeitet hatte. „Dort lernen die Jugendlichen über ihren eigenen Schatten zu springen, sich selbst etwas zuzutrauen und auch Vertrauen in andere zu setzen“, erklärte Silke Reis, Mitarbeiterin im Fachbereich Bildung, Kultur und Ehrenamt der Stadt Lampertheim und für die Organisation der drei Tage zuständig.
 
© Echo Zeitungen GmbH, 06.02.2020
 

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