Alfred-Delp-Schule: Ein Tag im Zeichen der Gesundheit

Von Vanessa Dörfler

LAMPERTHEIM – Ein Schultag ganz im Zeichen der Gesundheit – für die Schüler der Alfred-Delp-Schule ist das schon fast Tradition. Bereits zum dritten Mal fand der sogenannte „Yolo-Day – You only live once, also lebe gesund“ an der Haupt- und Realschule statt. Mit dabei waren wie in den vergangenen beiden Schuljahren zahlreiche Kooperationspartner, die die Schüler aller Jahrgangsstufen zum Nachdenken und Mitmachen anregten. Von Krankenkassen bis zur Polizei, von der Drogenberatung bis zum Bezirkslandfrauenverein aus Heppenheim – sie alle hatten Themen im Gepäck, die die Kinder und Jugendlichen sensibilisieren und auf ein gesundes Leben vorbereiten sollten.

Eine Gruppe von afghanischen Schülerinnen und Schülern hatte Spezialitäten aus ihrer Heimat vorbereitet (Foto: Thorsten Gutschalk)

Schon am Eingang der Schule hingen die Plakate: „Ernähre Dich gesund!“, „Komm in die Küche – es gibt Obstspieße und Leckereien für nur 50 Cent!“ – und wer sich ins Getümmel wagte, erlebte auf den Gängen und in den Räumen des Naturwissenschaftlichen Zentrums (NTZ) der Schule Kinder und Jugendliche, die gesunde Cocktails mischten, die sich übers Blut- und Organspenden informierten, Zumba tanzten oder mit der Polizei das Jugendstrafgesetz durchsprachen. „Prävention ist uns sehr wichtig, denn vorbeugen ist besser als heilen. Aber Kinder müssen selbst zu Akteuren werden“, erklärte Sylvia Meier, Schulleiterin der Alfred-Delp-Schule, das Konzept des Yolo-Days. Überall wimmelte es, ernste Themen wurden schülernah durchgesprochen: Der 14-jährige Malvin Gashi etwa durfte sich die sogenannte „Rauschbrille“ auf die Nase setzen, musste mit ihr einen Slalomparcour durchlaufen: „Ich habe alles doppelt gesehen!“ Kein Wunder, denn die Brille simuliert, was der Körper bei 1,1 Promille Alkohol im Blut noch wahrnehmen kann, erschwert das Gleichgewicht und die Koordination.

Während in einem Saal Alkoholmissbrauch besprochen und die Frage geklärt wurde, was ein „MoF“ ist – ein „Mensch ohne Freunde“, beschäftigten sich Zehntklässler in einem anderen Raum mit der Frage nach der Legalisierung von Drogen. Eigens gekommen war deshalb Michael Niedermayr, Präventionsfachkraft bei PRISMA, der Jugend- und Suchtberatungsstelle des Kreises Bergstraße.

Gefährliches Halbwissen über Rauschgift

„Kiffen an Schulen hat zugenommen und um zu sehen, womit wir es zu tun haben, machen wir immer einen Wissenstest in unseren Workshops. Denn leider gibt es oft ein Halbwissen, das sehr gefährlich ist und mit dem häufig auch noch kokettiert wird“, erklärte er.

Caroline Holz, Lehrerin für Geschichte, Politik und Wirtschaft, und Juliane Schwering, für Mathematik und Deutsch zuständig, sind die Präventionsbeauftragten der Schule. Sie arbeiten eng mit Reinhild Zolg vom Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße zusammen: „Ein solcher Tag muss von langer Hand her organisiert werden. Ich helfe unter anderem, indem ich auf unser Netzwerk zurückgreife und eine themenbezogene Auswahl der Workshops und der Referenten vermitteln kann“, erklärten sie. „Es wäre schön, wenn der Yolo-Day an vielen Schulen im Kreis Bergstraße stattfinden könnte. Mittlerweile hat er ja schon Schule gemacht und wird nun auch Ende März in Gadernheim veranstaltet“, sagte Diana Stolz, Dezernentin für Gesundheit und Erste Kreisbeigeordnete.

Auch Gottfried Störmer, Bürgermeister der Stadt Lampertheim, und Stadtrat Jens Klingler schauten in zahlreiche Räume bei ihrem Rundgang durch die Schule. „Das Motto des Yolo-Days war eine Idee unserer Schüler, es wäre natürlich toll, wenn andere Schule uns das nachmachen würden“, freute sich Schulleiterin Sylvia Meier gemeinsam mit den Politikern.

 

Quelle: Lampertheimer Zeitung vom 16.03.2017

 

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