Bürger am Stadtumbau beteiligen

Der Stadtumbau der Stadt Lampertheim geht in die nächste Phase. Die Bürger können sich weiter aktiv beteiligen. Am verkaufsoffenen Sonntag, 14. Mai, wird von 13 bis 18 Uhr im Schiller-Café eine „Leitbildwerkstatt“ eröffnet. Zum „Tag der Städtebauförderung“ soll neben der Darstellung des aktuellen Stands des Stadtumbau-Prozesses und der Ergebnisse der Stärken-Schwäche-Analyse vor allem ein attraktiver Rahmen für Beteiligung geboten werden.

Interessierte können sich über den Prozess des Stadtumbaus informieren. Es geht um die Klärung folgender Fragen: „Was ist Stadtumbau? Was ist bisher passiert? Welche Möglichkeiten der Mitbestimmung und Beteiligung wird es weiter geben? Inwiefern betrifft es mich als Bürger, Händler oder Immobilieneigentümer? Was ist ein Leitbild der Stadtentwicklung und wozu dient es? Welche Leitvorstellungen und Visionen könnten für die Innenstadt bei den Themen Wohnen, Infrastruktur, Öffentlicher Raum sowie Identität wichtig sein?“ Diese Fragen sowie die bisherigen Ideen und Anregungen des Stadtumbaus sollen gemeinsam diskutiert werden.

Ziel des Nachmittags ist es laut Steffen Groß, der den Stadtumbau in der Verwaltung koordiniert, die Richtung des weiteren Prozesses zu bestimmen und Leitlinien zu definieren. Diese Leitlinien dienen später als Qualitätskatalog für konkrete Maßnahmen, an denen der Stadtumbau der Kernstadt in den nächsten zehn Jahren gemessen wird. Der Stadtumbau soll das Profil Kernstadt weiter schärfen und Lampertheim zugleich als familienfreundlichen und sozial ausgewogenen Wohnstandort stärken. Jeder kann die Entwicklung der Stadt also maßgeblich mitbestimmen, betont Bauamts-Mitarbeiter Groß.

Kinder dürfen gärtnern

Und auch für die jüngsten „Städteplaner“ ist am Sonntag rund ums Schiller-Café einiges geboten. Ein Luftballonkünstler modelliert Tiere und Figuren, führt Zauberstücke vor und macht frisches Popcorn. In Zusammenarbeit mit den Technischen Betriebsdiensten soll die Stadt nicht nur „umgebaut“, sondern auch zum Blühen gebracht werden. Jedes Kind hat daher die Möglichkeit, einen Blumentopf zu bemalen und anschließend unter fachkundiger Anleitung mit einer Blume zu bepflanzen. Die Blumen dürfen im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

Bürgermeister Gottfried Störmer zeigt sich im Pressegespräch über den Stadtumbau „guter Hoffnung“, dass die Stadt bis Ende September ein Konzept vorlegen kann, das es verdient, mit Landesmitteln gefördert zu werden. Unterdessen habe der eingeleitete Prozess des Stadtumbaus vereinzelt auch in den Schulen Aktivitäten ausgelöst.

So berichtet Stadtumbau-Koordinator Groß von einer siebten und neunten Klasse der Lampertheimer Alfred-Delp-Schule, die sich mit Kommunalpolitik und Bürgerbeteiligung befassen. Mit den Jugendlichen sei auch ein Stadtspaziergang unternommen worden. Dabei seien Missstände in Stadtbild und Infrastruktur offen angesprochen und konstruktive Vorschläge geäußert worden.

Die Diskussionsbeiträge der Schüler sollen laut Steffen Groß Ende Juni öffentlich präsentiert werden. zg/urs

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