Schüler informieren sich über Organspende

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(von Rosi Israel (Text) / ROI (Bild) / Südhessen Morgen)

In diesen Tagen wurde der Tag der Organspende begangen. In der Alfred-Delp-Schule Lampertheim wurde aus diesem Anlass der Aktionstag „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ des Gesundheitsamtesund des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) des Kreises Bergstraße veranstaltet. In der Schule kann eine Ausstellung zum Thema besichtigt werden. Außerdem wurde gestern von der Mitarbeiterin des DRK-Kreisverbandes, Ute Fuchs, ein Workshop initiiert.

Als Einstieg diente ein Unterrichtsfilm, der das Thema Organspende in jugendgerechter Form aufbereitet. Bei diesem Projekt sollten die jungen Leute an die Thematik herangeführt werden, erläuterte Ulrich Bergmann, Geschäftsführer des Kreisverbandes. Außerdem sollten die Aktionen das Bewusstsein der Jugendlichen stärken, einem anderen Menschen zu helfen. Das Leben des Empfängers könne verlängert oder die Lebensqualität verbessert werden. „Ein Hirntoter kann noch etwas Gutes tun“, sagte Bergmann über einen Organspender. Die Entscheidung über eine Organspende sei allgemein ein Problem, denn es sei ein Spannungsfeld zwischen Herz und Verstand, unterstrich Heinz Klee, Mitglied des Kreisausschusses. Entscheidung mit 16 Die Schüler der achten bis zehnten Klassen erfuhren von den Experten, dass man sich mit 14 Jahren verbindlich gegen und mit 16 Jahren für eine Organ- und Gewebespende aussprechen könne. „Habt ihr euch schon einmal mit diesem Thema befasst?“, wollte Schulleiterin Sylvia Meier von den Workshop-Teilnehmern wissen. Nur wenige Schüler bejahten die Frage. Sie hätten schon davon gehört, aber sich noch nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt, sagten Oliver Ludwig und Marcel Gajdeczka, als sie sich die Ausstellung ansahen. Lisa-Marie Gunkel findet es wichtig, dass die Jugendlichen für das Thema Organspende sensibilisiert werden.

Jugendlichen erscheine der eigene Tod weit weg, ohne speziellen Anlass würden sie sich nicht mit dieser Frage auseinandersetzen, wissen die Fachleute. Deshalb seien die Informationstage wichtig, betonte Reinhild Zolg, Fachbereichsleiterin des schulärztlichen Dienstes vom Haus der Gesundheit. „Der Tod ist ein Thema, das nicht gerne angesprochen wird“, bestätigte Ute Fuchs. Aber, sie wolle aufzeigen, wie viel Positives ein Spender bewirken kann. Bis zu sieben Menschen könnten durch die Organe eines Spenders gerettet werden. „Euer Tod hätte dann einen Sinn“, versinnbildlichte die DRK-Mitarbeiterin. Wenn ein Mensch gestorben ist, seien die Verwandten geschockt und oftmals handlungsunfähig. Besser wäre es gewesen, man hätte früher zu Lebzeiten eine Entscheidung über eine Entnahme seiner Organe nach seinem Tod zugestimmt oder ausdrücklich widersprochen.

Quelle: Südhessen Morgen vom 10. Juni 2016

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