Schüler lernen Gefahren digitaler Medien kennen

Digitale Medien bieten vielfältige Entwicklungs- und Lernchancen und die Förderung von Medienkompetenz ist eine wichtige Aufgabe an Schulen. Gleichzeitig spielt der verantwortungsvolle Umgang mit Medien eine Rolle – im Privatleben und in vielen Berufen. Darüber sind sich die Macher der Präventionswoche im Kreis Bergstraße „JugendMedienKompetenz – da geht noch was!“ einig. Die Initiatoren – Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf sowie die Kooperationspartner – bieten dazu ein Programm mit Veranstaltungen und Informationen für alle Zielgruppen.

image

Die Gefahren beim unsachgemäßen Umgang mit digitalen Medien vermittelten Jugendkoordinator und Polizeihauptkommissar Peter Hoffmann und Polizeioberkommissar Thorsten Raabe von der Polizeidirektion Bergstraße den Jugendlichen der Alfred-Delp-Schule (ADS). Bei ihrem Thema „Netzangriff“ geht es rund um Cybermobbing für Schüler. Zuvor haben sich die Mädchen und Jungen erarbeitet, was dies bedeutet – nämlich Belästigungen und Rufschädigungen über das Internet.

„Müssen zusammenhalten“

Der Jugendkoordinator erklärt, dass viele junge Leute ihre Freundschaften über das Internet oder Messaging-Dienste pflegten. Sei solch eine Beziehung vorbei, könnten Beleidigungen folgen. Als Träger würden dazu digitale Medien genutzt. „Wir müssen immer zusammenhalten“, ist die Meinung eines Schülers als Gegenmethode. Die Polizisten klärten auch die Frage, wann Mobbing zur Straftat wird.

Auch die Kita „Am Graben“ beteiligt sich am Thema „Umgang mit Medien im Vorschulalter“. Leiterin Bärbel Ohl und Erzieherin Sonja Alberstadt stellen in der ADS ihre Arbeitsergebnisse vor. Sie haben ein gemeinsam gestaltetes Plakat mitgebracht: „Netzangriff“ ist die Überschrift und viele Bilder, mit bekannten Figuren aus dem Fernsehen, dem Leitmedium, haben sie aus Illustrierten ausgeschnitten und aufgeklebt – mit Antworten der Kinder.

Während der Projektarbeit haben die Erzieherinnen erfahren, dass einige Kinder zu Hause Zugang zum Computer haben und öfter Fernsehen schauten – sogar morgens vor dem Kindergarten. „Das verarbeiten Kinder nicht“, warnt die Kita-Leiterin. Sie könnten nicht die Realität von der vorgeflunkerten Scheinwelt unterscheiden, betont ADS-Schulleiterin Sylvia Meier. Medien müssten bewusst eingesetzt werden, um Gefahren zu vermeiden, lautet die einhellige Meinung der Experten.

Von unserer Mitarbeiterin Rosi Israel

© Südhessen Morgen, Freitag, 13.11.2015

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.ads-lampertheim.com/schueler-lernen-gefahren-digitaler-medien-kennen/