Vier Tage anderes Arbeiten

Das Angebot war riesig. Die Schüler präsentierten am Freitagvormittag anhand von Plakaten und Präsentationen ihre Ergebnisse der Projektwoche.

Ausflüge-Projektwoche

Fotos: AfP Asel

Von Tessa Asel-Lieske

ALFRED-DELP-SCHULE Schüler und Lehrer präsentieren Ergebnisse der Projektwoche

LAMPERTHEIM – Ob Schüler, Lehrer oder Eltern – am Freitagvormittag waren auf dem Schulhof und in den Klassensälen der Alfred-Delp-Schule rundum zufriedene Gesichter zu sehen. Und unisono waren sich alle einig: „Die Projektwoche war klasse. Es hat Spaß gemacht.“

Erste-Hilfe-Projektwoche

„Ihr habt vier Tage lang anders gearbeitet als sonst, hattet mit anderen Lehrern und Schülern zu tun“, begrüßte Schulleiterin Sylvia Meier pünktlich um 10 Uhr auf dem Schulhof und sprach ihren Dank an die Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW), den ehrenamtlichen Helfern des Reit- und Fahrvereins Lampertheim, den vier Damen des Organisationsteams, den Mitgliedern des Fördervereins sowie den Eltern, die mit Kuchen- und Brezelspenden die Verpflegung in der Mensa unterstützten. Bevor sie die Präsentationen offiziell eröffnete, teilte sie den künftigen Streitschlichtern, die im Rahmen der Projektwoche ausgebildet wurden, die erworbenen Zertifikate aus.

Anhand von Plakaten, Fotos, Powerpointpräsentationen, Liedern, Sketchen und vielem mehr wurden die Ergebnisse der einzelnen Projekte vorgestellt, und die Besucher konnten sich ein Bild davon machen, was von Dienstag bis Donnerstag statt regulärem Unterricht geleistet wurde.

So zeigten die Schüler der Klassenstufen sieben bis zehn Fotos von ihren Ausflügen ins Technoseum Mannheim und Technik-Museum Speyer. „Das war echt cool, vor allem die Filme, die wir dort gesehen haben, waren toll“, berichtete Michelle, Schülerin einer siebten Klasse. Nicht weniger begeistert war die betreuende Lehrerin, die sich freute, dass alles erstaunlich gut funktioniere, die Schüler sich sehr zivilisiert verhalten hätten. Auch beim „Fahrrad Check up 3.0“ ging es raus aus Lampertheim. Mannheim, Viernheim und Karlstern wurden mit den Rädern besucht – diese vorschriftsmäßig vorher durchgecheckt. Auch hier waren sich die Fünftklässlerin Marie-Claire und Lehrer Torsten Lechtenbörger einig: „Es hat Spaß gemacht, gemeinsam, in einer harmonischen Gruppe große Strecken zu fahren.“

Fühlen, tasten, sehen, hören und riechen konnten die Kinder auf der „D5 Sinnesreise“ in der Bücherei. Mit Unterstützung von Ingrid Bamberg und den FSJ‘lerinnen wurden hier Badebomben für Zuhause, Lippenpeeling und T-Shirts hergestellt.

Die Gruppe „Pimp the NTZ“ verschönerte selbiges und gestaltete die Innenwände kreativ und künstlerisch. Vor einer davon stand am Freitag der 17-jährige Kevin in Personalunion als ADS-Schüler und THW-Mitglied. „Retten, Bergen, Schützen“ lautete das Motto, dem sich zirka 20 Kinder und Jugendliche drei Tage lang gewidmet haben. „Vier Teilnehmer der Projektwoche haben jetzt Interesse an einer Mitgliedschaft, und das ist doch toll“, freute er sich.

Zwölf Siebtklässler nutzten die Chance, in ein Fach hineinzuschnuppern, das sie im nächsten Schuljahr dazubekommen: Lehrer Philipp Friese gab mit einfachen Experimenten einen Einstieg in die Chemie – und belohnte das Engagement mit dem „Laborführerschein“ für alle. Neben zahlreichen kreativen Angeboten wie „Taschen häkeln“, „Fotostories gestalten“, „Druckwerkstatt“ und „Fingerprint Bilder und Comics“, „Sketche“ und „Sing- und Bandprojekt“ standen auch sportliche Aktivitäten auf dem Projektwochenstundenplan: Lehrerin Christel Mörstedt verbrachte die Vormittage mit zwölf Schülern im Lampertheimer Freibad. Ziel von „Langstreckenschwimmen, Tauchen, Strandspiele“ am Ende der Woche war, eine Stunde im Wasser durchzuhalten.

Multikulturell präsentierten sich die Teilnehmer von „Türkische Städte stellen sich vor“: „Wir wollten anderen unsere Kultur nahebringen“, berichtete ein Schüler und betonte, dass deutsche und griechische Schüler ebenso vertreten gewesen seien wie türkische, die Städte vorstellten, aus denen ihre Familien stammten.

„Vier Tage anderes Arbeiten“ ging gegen 12 Uhr zu Ende, die Stände wurden abgebaut, am Montag steht wieder regulärer Unterricht auf dem Stundenplan. Die zufriedenen Gesichter lassen erahnen, dass sich nicht nur die Schüler bereits jetzt auf die Projektwoche 2016 freuen.

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