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Forschertag 2019

Am 9. April 2019 lud das Lampertheimer Forschernetzwerk TTT zum 12. Forschertag in die Goetheschule Lampertheim ein. Von 14 bis 16 Uhr gaben die Lampertheimer Schulen und Kindergärten Einblicke in naturwissenschaftliche Experimente aus verschiedenen Bereichen.

Wer am Dienstag in der Goetheschule am Stand von Philipp und Elias vorbeischaut, der macht erst mal große Augen. Unter einer Vakuumglocke platzieren die 17-jährigen Schüler des Lessing-Gymnasiums Schokoküsse, die nach Absaugen der Luft zu riesigen Schaumgebilden mutieren. „Die Enttäuschung der Besucher ist groß, wenn wir den Schlauch entfernen und die Schaumküsse schlagartig wieder schrumpfen“, berichtet Philipp. Und grinst.

Das Projekt der Schüler ist Bestandteil des zwölften Forschertags des Netzwerks Lampertheim, dem alle Bildungseinrichtungen der Spargelstadt angehören. Ziel des Netzwerks ist es laut Koordinatorin Dr. Sabine Nieter, Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften zu begeistern, ihre Neugierde zu fördern und Antworten zu liefern. Über 200 Kinder und Jugendliche stellen beim zwölften Forschertag ihre in der jeweiligen Einrichtung erarbeiteten Projekte vor. Themenschwerpunkte bilden Lego und Magnete.

„Das Forschernetzwerk baut quasi ein Curriculum von der Kita bis zum Abitur auf. Die Einrichtungen verpflichten sich, bestimmte Themen mit den Kindern zu erarbeiten, sodass in der folgenden Einrichtung auf diesem Wissen aufgebaut werden kann“, erklärt die Koordinatorin.

Dem Forschernetzwerk gehören alle Kitas, alle Grund- und alle weiterführenden Schulen der Stadt Lampertheim an. Die Vertreter treffen sich bis zu sechs Mal im Jahr, tauschen dabei unter anderem Lernmaterial wie Experimentierkoffer untereinander aus. (vjo)

Doch nicht nur die Forschung, auch die Sprache stehe dabei im Vordergrund. So sei es wichtig, dass die Kinder nicht nur beobachten, sondern ihre Beobachtungen auch entsprechend formulieren können. Dass ein Magnet nicht am anderen klebt, sondern beispielsweise haftet. Dass die präsentierten Experimente aber nicht nur bei Schülern, sondern auch bei Eltern für den einen oder anderen Aha-Effekt sorgen, wird bei einem Rundgang deutlich.

Melissa (14) und Luisa (13) von der Alfred-Delp-Schule zeigen den Besuchern ihre aus Legosteinen gebauten Kunstwerke, einen funktionsfähigen Kran und einen laufenden Roboterhund. „Die Bewegungen sind durch den Einsatz von Batterien möglich“, erklärt Melissa, „die Dinger zusammenzubauen, war gar nicht so einfach.“ Eine detaillierte Anleitung habe dabei geholfen.

Sina (9) und Jan (10) aus der Goetheschule präsentieren das Experiment „Schallkanone“. Dabei wird ein aus einer Chipsdose, Alufolie und Luftballon gebasteltes Rohr vor eine brennende Kerze gehalten, ein Schlag auf das Rohr bringt die Flamme schließlich zum Tänzeln. „Der entstandene Schall sorgt dafür, dass die Luft so konzentriert aus dem Loch austritt, dass sie die Flamme in Bewegung setzt“, erklärt Jan.

Weitere Fragestellungen, denen die Besucher am Nachmittag auf den Grund gehen können, sind „Wie entsteht ein Geräusch?“ oder „Wie baue ich einen Feuerlöscher?“ Letzteres kann jeder Interessierte in der Goetheschule selbst ausprobieren. Unter Anleitung der Schüler und mithilfe von Kerzen, Backpulver, Essig, einem Feuerzeug, einer Tiegelzange und einem Becherglas.

Pressespiegel

https://www.morgenweb.de/suedhessen-morgen_artikel,-lampertheim-experimente-bestaunen-_arid,1429547.html

https://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/lampertheim/forschertag-an-lampertheimer-goetheschule_20073335

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